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Dow Jones stürzen ab: Ölpreis über 100 Dollar nach Eskalation im Iran

Wirtschaft ✍️ David Walsh 🕒 2026-03-09 12:23 🔥 Aufrufe: 2

Es ist einer dieser Montage, an denen der Kaffee einfach Extra-Koffein braucht. Wer ein Depot hat, das nicht nur aus Bargeld besteht, starrt wohl gerade auf die Kurse und fragt sich, was da los ist. Die Futures auf den Dow Jones Industrial Average sind vor dem Handelsstart massiv gefallen, und der Grund liegt auf der Hand: Das Öl hat die psychologische Marke von 100 Dollar durchbrochen und zieht weiter an.

Börsenbildschirme mit roten Zahlen

Der Auslöser? Die Eskalation des Iran-Konflikts über das Wochenende hält alle in Atem. Das ist nicht nur ein kleiner Ausreisser; das ist ein geopolitischer Erdstoss, der die gesamten US-Aktienmärkte ihre Risikobereitschaft überdenken lässt. Und wenn der S&P 500 ins Schwitzen kommt, dann ist es ernst.

Ich habe mir heute Morgen ein paar Gedanken von Technikern eingeholt. Clive Lambert, der schon einige dieser Zyklen erlebt hat, wies darauf hin, dass die technischen Unterstützungsniveaus des Dow nun ernsthaft bedroht sind. "Wir haben einige wichtige gleitende Durchschnitte durchbrochen", würde er argumentieren, "und wenn wir nicht bald eine Erholung sehen, könnte das nächste Kursziel viel tiefer liegen." Das ist nicht nur Gerede von Charttechnikern – wenn jemand wie Lambert die Verkaufslust anspricht, sollte man hinhören.

Und dann ist da der langfristige Blick. J. Anthony Boeckh, dessen Arbeiten über Finanzzyklen für jeden, der grössere Summen verwaltet, Pflichtlektüre sind, würde uns daran erinnern, dass solche Momente oft die Spreu vom Weizen trennen – die Nervensäcke von den geduldigen Anlegern. Er hat ausführlich darüber geschrieben, wie Märkte solche Schocks verdauen, und der springende Punkt ist, ob die zugrundeliegende Wirtschaft eine längere Phase hoher Energiepreise wegstecken kann. Im Moment lautet das Votum des Marktes "nein".

Aber das ist nicht nur ein nordamerikanisches Phänomen. Auch der EURO STOXX 50 wurde im frühen Handel durchgeschüttelt. Die europäischen Märkte reagieren noch empfindlicher auf Energieschocks, und angesichts der Gefahr von Unterbrechungen der Lieferketten durch die Nahost-Krise war der Ausverkauf breit abgestützt. Besonders stark getroffen hat es die Auto- und Chemiebranche – beides grossen Energieverbraucher.

  • Dow-Futures: Über 500 Punkte im Minus – das deutet auf einen hässlichen Start für den 30-Werte-Index hin.
  • Öl: West Texas Intermediate kratzte kurzzeitig an der 105-Dollar-Marke, einem Niveau, das seit Jahren nicht mehr gesehen wurde.
  • Sichere Häfen: Gold und der US-Dollar sind gefragt, da die Anleger nach Deckung suchen.
  • TSX: Nur weil Kanada nicht immun ist – unser rohstofflastiger Index könnte zwar vom Öl profitieren, aber der breitere Ausverkauf bei den globalen Aktien lastet schwer.

Und jetzt? Die nächsten Stunden sind entscheidend. Wenn der Dow Jones Industrial Average keinen Halt findet und zumindest einen Teil der Verluste wettmachen kann, könnte das eine raue Woche werden. Die alten Hasen an der Börse – ja, es gibt sie noch – werden Ihnen sagen, dass man in Momenten wie diesen die Spreu vom Weizen trennt – das Rauschen vom Signal. Im Moment ist das Signal laut und deutlich: Niemand will sich vor diesen Güterzug stellen.

Behalten Sie die Öl-Futures im Auge, verfolgen Sie die Schlagzeilen aus dem Nahen Osten und halten Sie sich vielleicht mit grösseren Entscheidungen zurück, bis sich der Staub gelegt hat. Dieser Markt ist heute nichts für schwache Nerven.