Scheldeprijs 2026: Dylan Groenewegen Topfavorit? Alle Augen auf Schoten | Sprintergala in Terneuzen
Das schönste Sprinterfest der Radsaison steht wieder auf dem Speiseplan. Heute rollen die schnellsten Männer der Welt durch die Straßen von Terneuzen und Schoten für die 114. Austragung der Scheldeprijs 2026. Und glaub mir, das wird eine Austragung, die man keine Sekunde verpassen sollte. Die Spannung ist zum Schneiden: Erleben wir eine niederländische Dominanz, oder holt sich einer der Belgier den Sieg?
Warum diese Scheldeprijs anders ist als alle anderen
Beginnen wir am Anfang: dem Start. Zum achten Mal in der Geschichte startet das Peloton in Terneuzen, in Zeeländisch-Flandern. Und hier muss ich kurz innehalten, denn es könnte das letzte Mal sein. Die Gespräche über eine Zukunft ohne den Start in Zeeland sind noch nicht verstummt, also genießt diesen Start vom Scheldekwartier aus. Sobald die Flagge fällt, wartet eine klassische Strecke von über 205 Kilometern. Die Fahrer tauchen zunächst in den Westerscheldetunnel ein, danach beginnt das eigentliche Rennen auf den windigen Deichen von Walcheren und Zuid-Beveland. Der Wind spielt dieses Jahr jedoch nicht ganz bei der Bildung von Windkanten mit, also rechnet mit einem Massensprint. Und was für einem!
Dylan Groenewegen: Der Mann, den es zu schlagen gilt
Wenn ich ehrlich bin, gibt es dieses Jahr nur einen echten Topfavoriten: Dylan Groenewegen. Der Niederländer von Unibet Rockets ist in bestechender Form. Erst kürzlich gewann er die Ronde van Brugge, wo er Jasper Philipsen einfach austrickste. Aber was die Geschichte noch schöner macht? Hinter ihm steht niemand geringerer als Marcel Kittel. Ja, du liest richtig. Der Deutsche, Rekordhalter mit fünf Siegen in Schoten, ist in dieser Saison sein Sprintcoach. Kittel hat Groenewegen völlig wiederbelebt. Das ist die Geheimwaffe. Diese Erfahrung trifft auf diesen Killerinstinkt. Ich setze ihn an die Spitze der Liste.
- Dylan Groenewegen: Der Mann in bestechender Form, begleitet von einem fünffachen Sieger.
- Jasper Philipsen: Zweimaliger Sieger, darauf brennend, den dritten zu holen, nachdem er zweimal Zweiter war.
- Tim Merlier: Der amtierende Champion, gerade zurück von einer Knieverletzung, aber immer gefährlich.
- Jordi Meeus: Vielleicht der Außenseiter, der hart überraschen kann, wenn die Top-Sprinter sich gegenseitig zerstören.
Tim Merlier gegen Jasper Philipsen: Das belgische Duell
Natürlich dürfen wir die Belgier nicht vergessen. Tim Merlier trägt die Startnummer 1. Er gewann die letzten beiden Austragungen, kommt aber gerade erst nach einer lästigen Knieverletzung zurück. Er sagt, er nimmt es ruhig, aber das ist der klassische Merlier. Sobald der Zielbogen in Sicht kommt, schaltet er in einen anderen Gang. Und dann ist da Jasper Philipsen. Die „Flamme von Ham“ gewann hier 2021 und 2023. In den letzten zwei Jahren musste er sich jeweils knapp Merlier geschlagen geben. Das wird ihn noch immer brennen. Erwartet einen explosiven Sprint zwischen diesen beiden, mit Groenewegen genau dazwischen.
Auch die Frauen und die Radsportbegeisterten kommen nicht zu kurz
Und bitte, vergesst die 2026 Scheldeprijs Frauen nicht. Das Rennen wurde in die UCI ProSeries hochgestuft, was den Status des Frauenradsports widerspiegelt. Die Elite-Frauen starten später am Tag in Schoten. Und dann habe ich noch gar nicht über euch selbst gesprochen. Denn frühmorgens wagen sich die Radtouristen bei der Scheldeprijs Cyclo auf die Strecke. Sogar diese Runde über das Kopfsteinpflaster der Broekstraat? Das sind erst echte Helden.
Kurzum, macht euch bereit. Der Kaffee ist bereit. Ob du nun für den Ruhm von Groenewegen schaust, für die Revanche von Philipsen oder einfach für die großartigen Bilder dieser Züge, die entlang der Schelde rasen: Die 2026 Scheldeprijs wird ein Spektakel.