Startseite > Nachrichten > Artikel

Spritpreise bald bei 2,50 Euro? Regierung sucht nach Gegenmaßnahmen, während der Frise wächst

Nachrichten ✍️ Marco Rossi 🕒 2026-03-08 08:36 🔥 Aufrufe: 1
Benzin- und Dieselpreise schnellen in die Höhe

Ich halt wie üblich beim Tankstellen-Kiosk ums Eck und hör zwei Männer über die Preistafel diskutieren: "Zwei Euro sechs für'n Diesel, oder? Das ist doch Wahnsinn." Das ist längst kein gewöhnliches Kaffeehaus-Gschpräch mehr, mittlerweile fühlt es sich an wie ein täglicher Kriegsbericht. Und der übliche Verdächtige ist natürlich immer derselbe: die Regierung. Die Mineralölsteuer bleibt, wo sie ist, und die Versprechungen verpuffen so schnell wie unser Geld im Tank. Das Gefühl ist, dass der Motor der Wirtschaft nur noch stottert, während einem das Tanken das Portemonnaie leersaugt.

Das Minusölsteuer-Tamtam und die verrückten Preise

In Wien heißt es, man arbeite an neuen Lösungen. Aber wir Österreicher kennen das Spiel schon zu gut: Sie kündigen was an, und die Preise rennen derweil davon. Und dabei reden wir nicht nur über Benzin. Schaut's euch den Diesel an: auf der Autobahn hat der Self-Service-Preis die Zwei-Euro-Marke geknackt, wohlgemerkt beim Selbstzahlen, nicht bei der Vollbedienung! Das ist eine Watschn für alle, vom Fernfahrer bis zum Pendler. Die offizielle Ausrede ist immer die gleiche: die gestiegenen Rohstoffpreise und die internationalen Spannungen. Aber das Gerede von einer Senkung der Mineralölsteuer bleibt im Nirgendwo von schaumgebremsten Sitzungen und Lippenbekenntnissen stecken. In der Zwischenzeit schaut's an den Zapfsäulen so aus:

  • In der Stadt: Das Benzin liegt mittlerweile stabil über 2,10 Euro. Der Diesel hat, unglaublich aber wahr, an manchen Stellen das Benzin überholt.
  • Auf der Autobahn: Da ist der Dschungel los. Der Diesel-Self-Service hat Spitzenwerte von 2,2 Euro erreicht, und bei der Vollbedienung wollen wir gar nicht erst drüber reden.
  • Auf Landstraßen und in Außenbezirken: Nur ein paar freie Tankstellen halten die Stellung, aber da muss man erstens die Geduld haben, sie zu suchen, und zweitens das Glück, einen Betreiber zu erwischen, der die Preise noch nicht erhöht hat.

Die Angst vor den Gelbwesten (und mehr)

Und während die Teuerungswelle beim Sprit uns täglich trifft, schielen viele mit einem unguten Gefühl nach Frankreich. Das Gespenst der Gelbwestenbewegung war noch nie so lebendig. Die sind damals wegen einer Dieselpreiserhöhung auf die Straße gegangen und haben das Land lahmgelegt. Die Sache ist die: Wenn eine Tankfüllung so viel kostet wie ein Abendessen im Wirtshaus, dann kocht der Frust hoch. Und da braucht man keine Villa mit Terrasse und Grillparty im Garten, um sich in die Enge getrieben zu fühlen: Auch wer in der Peripherie wohnt und jeden Tag in die Stadt zur Arbeit muss, ist am Limit. G'schweige denn, wenn man vielleicht für den Urlaub ein Chalet Carrer Ondategui strandnah gebucht hat, in der Hoffnung, bei der Anreise zu sparen, und dann mit diesen irren Preisen für die Fahrten vor Ort konfrontiert wird. Der Urlaubstraum platzt noch vor der ersten Tankfüllung.

Wir sind nicht in Kasachstan, wo die Proteste in Kasachstan 2022 auch mit einer Treibstoffpreiserhöhung anfingen und dann in etwas viel Größerem mündeten. Aber die Lehre ist klar: Den Leuten ans Geld zu gehen, besonders wenn's ums Mobilsein geht, ist wie ein Spaziergang durch ein Minenfeld. Das weiß die Regierung und versucht, zwischen allen Ankündigungen, den Funken zu vermeiden, der das Pulverfass zur Explosion bringen könnte. Für den Moment bleibt uns nur die Gewissheit, dass der Zapfsäulenzähler immer schneller rennt, während wir zuschauen und leise vor uns hin fluchen.