Premier League: Wahnsinniges Comeback und rote Karte – City stolpert gegen Forest
Wenn es eines gibt, das wir über die Premier League wissen, dann dass man nie zu früh ins Bett gehen sollte. Der Mittwochabend lieferte ein weiteres Kapitel der besten Liga der Welt, das selbst die erfahrensten Fans sprachlos zurücklässt. Ich versuche immer noch, das verrückte Geschehen im Etihad Stadium zu verdauen, wo Manchester City auf dem Papier einen Spaziergang gegen Nottingham Forest vor sich haben sollte. Stattdessen gab es ein dramatisches Finale mit Roter Karte und Punktverlust, das Schockwellen durch das obere Tabellendrittel schickt.
Ein Abend, an dem bei Guardiolas Jungs alles schiefging
Forest kam mit einem klaren Spielplan und dieser saß von Beginn an. Sie verteidigten kompakt und bestraften City bei Umschaltbewegungen. Die erste Halbzeit war eine Enttäuschung für die Himmelblauen, die ungewohnt harmlos wirkten. Man konnte die Frustration auf den Rängen geradezu spüren, als die Gäste nach einer Standardsituation in Führung gingen, weil Citys Abwehr schlief. Man sieht es nicht oft, dass Pep seine Spieler derart anbrüllt, aber an diesem Abend hatte er allen Grund dazu.
Drama, Elfmeter und eine Rote, die allen den Atem raubt
Die zweite Halbzeit wurde zu einer ganz anderen Nummer. City drückte natürlich auf den Ausgleich, und der kam auch – aber erst nach einer Viertelstunde, als Erling Haaland eine Flanke von De Bruyne per Kopf ins Netz beförderte. Die Freude währte jedoch nur kurz. Der Schiedsrichter wurde an den Monitor gerufen, und nach langer Überprüfung wurde das Tor wegen Abseits aberkannt. Das Chaos war perfekt. Kurz darauf bekam Forest einen Elfmeter, und plötzlich sah es düster aus für den Meister. Aber dann schaltete City einen Gang hoch. Ein Traumtor per Weitschuss von Phil Foden stellte das Gleichgewicht wieder her, und die Stimmung war zum Greifen nah. Bis zur letzten Minute, als ein wüstes Foul eines City-Verteidigers die direkte Rote Karte zur Folge hatte und Forest auf magische Weise mit einem letzten Tor in der Nachspielzeit die Oberhand über die Gastgeber behielt. Ich glaube, selbst die neutralsten Zuschauer hatten das Herz in der Hose.
So wirkt sich das auf die Spitze der Premier League aus
Das Ergebnis bedeutet, dass sich die Spitzengruppe der Premier League weiter verdichtet. Für alle, die stundenlang an ihren Fantasy Premier League-Teams tüfteln, war das ein Abend, der die Punktausbeute gehörig durcheinandergewirbelt hat. Die meisten hatten wohl auf die Bonuspunkte der City-Stars gesetzt, doch stattdessen stahlen Spieler wie Morgan Gibbs-White von Forest ihnen die Schau und sammelten die dicken Punkte ein. Es sind solche Spieltage, die in der FPL die Spreu vom Weizen trennen.
- Manchester City: Vergab die Chance, Arsenal entscheidend unter Druck zu setzen.
- Nottingham Forest: Machte mit einem der größten Saison-Erfolge einen riesigen Schritt weg von den Abstiegsrängen.
- Das Rennen um die Torjägerkanone: Haaland blieb ohne Treffer (das aberkannte Tor zählt ja leider nicht), was die Verfolger hoffen lässt.
Ein Blick über die Grenzen hinaus
Während wir hierzulande über Guardiolas Taktik und Haalands Form diskutieren, sollte man nicht vergessen, dass die Marke Premier League etwas ganz Besonderes ist. Man sieht ja, wie andere Ligen versuchen, das Konzept zu kopieren. Sei es die Russische Premier Liga, die trotz der Umstände ihr eigenes Ding durchzieht, oder das wachsende Interesse an der Indian Super League im Land des Cricket-Wahnsinns, wo Fußball langsam Boden gutmacht. Sogar die Egyptian Premier League hat durch einige Stars, die in ihre Heimat zurückkehren, Auftrieb bekommen. Aber seien wir ehrlich: Nichts übertrifft das Drama, die Intensität und die Qualität des Originals. Dieser Abend hat alles eingefangen, was wir am englischen Fußball lieben. Die Unberechenbarkeit.