Marokko zum Sieger der Afrikameisterschaft erklärt – nach Disqualifikation Senegals
Was für ein Schock für den Senegal – und was für eine riesige Party in Marokko! Unter der Woche kam die offizielle Bestätigung des afrikanischen Fußballverbandes: Dem Senegal wird der Titel der Afrikameisterschaft aberkannt, und stattdessen wird Marokko zum Champion gekrönt. Der Grund? Die U17-Nationalmannschaft Senegals, die an einem Turnier teilnahm, hatte offenbar einen zu alten Spieler eingesetzt. Diese Regel sollte mittlerweile in Fleisch und Blut übergegangen sein, aber solche Fehler kommen teuer zu stehen. Für Marokko bedeutet dies eine nachträgliche Bestätigung eines bereits starken Fußballherbstes.
Die Freude des Königs und der Stolz einer ganzen Nation
Als die Nachricht Rabat erreichte, jubelten nicht nur die Fans. König Muhammad VI. von Marokko, bekannt als großer Fußballfan, soll laut Berichten persönlich den Nationaltrainer angerufen haben, um zu gratulieren. Es ist kein Geheimnis, dass das Königshaus stark auf Sport als weichen Standortfaktor setzt, und dieser Titel, auch wenn er am grünen Tisch errungen wurde, bedeutet viel für das Selbstvertrauen der Nation. Für uns, die wir den afrikanischen Fußball seit Jahren verfolgen, ist dies ein Beleg dafür, dass Marokkos Fußballmodell funktioniert – von der Jugend bis zu den Senioren.
Die Zukunft ist rot-grün: Frauen, Männer und Jugendliche
Es ist leicht, sich auf die Herren-Nationalmannschaft zu konzentrieren, schließlich sind es diejenigen, denen nun die Trophäe zugesprochen wurde. Aber wenn man das große Ganze betrachtet, sieht man, dass der marokkanische Fußball in einem aufkeimenden goldenen Zeitalter steckt. Marokkos Fußball-Nationalmannschaft der Männer ist natürlich das Flaggschiff – die Erinnerungen an den WM-Hype von 2022 sitzen immer noch tief. Doch gleichzeitig entwickelt sich Marokkos Fußball-Nationalmannschaft der Frauen rasant; sie qualifizierte sich kürzlich zum ersten Mal für eine WM und inspiriert eine ganze Generation von Mädchen. Und in den jüngeren Altersklassen sieht man, wie Marokkos U17-Junioren neue Talente heranbilden, die davon träumen, in die Fußstapfen von Stars wie Achraf Hakimi zu treten.
- Herren-Nationalteam: Amtierender Afrikameister (nun offiziell) und historischer WM-Halbfinalist 2022.
- Frauen-Nationalteam: Auf dem Weg, sich nach historischem WM-Debüt in der Weltspitze zu etablieren.
- Jugend-Nationalteams: Mehrere Spieler im Begriff, in Europas Top-Ligen Fuß zu fassen, mit der U17 als wichtiger Talentschmiede.
- Infrastruktur: Modernste Anlagen wie die Mohammed VI Football Academy zeigen den Weg auf.
Was passiert jetzt mit Senegal?
Für den Senegal ist das ein harter Schlag. Man hatte den Sieg bereits gefeiert, und nun wird er wegen eines bürokratischen Fehlers, mit dem sich letztlich niemand wohlfühlt, wieder aberkannt. Aber Regeln sind Regeln. Es erinnert an ähnliche Fälle, die wir in Europa gesehen haben, wo Teams für falsche Spielerlizenzen bestraft wurden. Das Traurige ist, dass die Spieler auf dem Platz nichts falsch gemacht haben, aber der Verband muss seine Verantwortung übernehmen. Für Marokko liegt der Fokus nun voll darauf, diesen Titel zu verteidigen, auch wenn er nachträglich kam. Und wenn es gelingt, die Routine der A-Nationalmannschaft mit dem Hunger der U17-Jugend zu mischen, dann werden diese Erfolge häufiger werden – und zwar nächstes Mal auf dem Platz, im echten Sinne.
Ich persönlich glaube, dass diese Art von Turbulenzen Marokko nur stärker machen wird. Man hat bereits gezeigt, dass man Rückschläge verkraften kann, und jetzt bekommt man einen Vorgeschmack darauf, ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Das ist eine Gewohnheit, die gefährlich süchtig machen kann. Und mit einem König, der unterstützt, Talentfabriken, die auf Hochtouren laufen, und Fans, die nie aufhören zu singen – dann ist das Potenzial enorm. Behalten Sie die Atlaslöwen im Auge, denn das ist erst der Anfang.