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Jets unterliegen Ducks mit 1:4 – Morrissey stellt dennoch Franchise-Rekord auf

Sport ✍️ Jeff Hamilton 🕒 2026-03-11 04:44 🔥 Aufrufe: 1
Winnipeg Jets Verteidiger Josh Morrissey im Spiel gegen die Anaheim Ducks

Es ist immer bitter, wenn ein Abend mit einem so bedeutenden Meilenstein mit einer Niederlage endet, aber genau das war die Geschichte am Dienstag im Canada Life Centre. Die Winnipeg Jets mussten ihre Serie von sechs Spielen mit Punkten jäh beenden und unterlagen einer glühend heißen Anaheim Ducks-Mannschaft mit 1:4. Das ist schwer zu verdauen, besonders wenn man selbst in Führung geht.

Der Abend gehörte auf persönlicher Ebene Josh Morrissey, auch wenn die Jets-Anzeigetafel keinen Sieg hergab. Als er zu seinem 720. Karrierespiel aufs Eis lief, überholte "Morro" offiziell Toby Enstrom und wurde zum Rekordhalter des Franchise für die meisten Spiele eines Verteidigers. Es ist ein Beweis für seine Beständigkeit und Langlebigkeit, seit das Team wieder im Norden beheimatet ist. Man spürte den Respekt in der Halle, als dies bekannt gegeben wurde – eine echte Anerkennung durch eine Fangemeinde, die heimische Talente mit Kampfgeist zu schätzen weiß.

Der Schock nach 104 Sekunden

Das erste Drittel war eine enge, defensive Schachpartie, in der Anaheim mit 8:2 Torschüssen führte, aber weder Connor Hellebuyck noch Lukas Dostal bezwang. Die Null fiel früh im zweiten Abschnitt, als Morgan Barron seinen achten Saisontreffer erzielte und den Ball aus kurzer Distanz zum umjubelten Führungstreffer für die Hausherren unterbrachte. Für einen Moment sah es so aus, als würden die Jets ihren Lauf fortsetzen.

Dann der Chaos-Moment.

In dem, was man nur als kompletten Systemausfall bezeichnen kann, drehten die Ducks die Partie innerhalb von brennenden 104 Sekunden komplett.

  • Tim Washe glich in der 7. Minute aus.
  • Nur 14 Sekunden später netzte Ryan Poehling zur Führung für Anaheim ein.
  • Alex Killorn legte in der 9. Minute das 3:1 nach und nahm den Jets den letzten Schwung.

So schnell war aus einer 1:0-Führung ein 3:1-Rückstand geworden. Jackson LaCombe traf ins leere Tor zum Endstand, aber der Schaden war im Mitteldrittel bereits angerichtet. Hellebuyck hielt am Ende 30 Schüsse, während Dostal auf der anderen Seite nur 12 Paraden für den Sieg des Spitzenreiters der Pacific Division benötigte.

Was macht man(n) sonst noch so?

Auch wenn das Spiel selbst ein zäher Kampf war, hören die Gedanken von Eishockeyfans nie wirklich auf zu wandern. Mit den anstehenden Playoffs dreht sich das Gespräch auf den Rängen und in den Kneipen entlang der Portage Avenue oft darum, was ein Siegerteam ausmacht. Es geht nicht nur um das Ergebnis auf dem Eis, sondern auch um den Charakter in der Kabine.

Darüber habe ich in der zweiten Pause nachgedacht. Man sucht sich seine Inspiration ja überall, oder? In meinem Umkreis kursieren in letzter Zeit ein paar Bücher, die irgendwie die Gegensätze eines um die Playoff-Plätze kämpfenden Teams einfangen. Da ist zum Beispiel das Andachtsbuch First Down Devotions II: Inspiration from the Nfl's Best, auf das ein Kumpel von mir – ein eingefleischter Bombers-Fan – schwört, um den mentalen Vorsprung zu bekommen. Es geht darum, im eigenen Leben die Torlinie zu überwinden, was etwas kitschig klingt, bis man merkt, dass die Hälfte der Liga solches Zeug liest.

Und dann gibt es die rohe, ungefilterte Seite des Wettbewerbs. Die Ducks spielten heute Abend wie eine Horde Gesetzloser – sie brachen Regeln, klauten Pucks, störten den Spielfluss. Das erinnerte mich an den Kampfgeist, von dem man in einem Roman wie Outlaw liest, oder in seiner fesselnden Hörbuchfassung Outlaw Lib/E, in der Charaktere zu Gejagten werden und in einer Welt ohne Regeln um jeden Zentimeter Überleben kämpfen müssen. Das brachte Anaheim mit: diese aggressive, fast rebellische Energie.

Auf der anderen Seite steht das Geschäft Eishockey. Das Geld, der Druck, das Jahrzehnt, das so viele Franchises zerrüttet und wiederaufgebaut hat. Kürzlich habe ich Randall Lanes Memoiren The Zeroes: My Misadventures in the Decade Wall Street Went Insane in die Hand genommen. Es ist ein wilder Bericht über Exzesse und Zusammenbrüche, und ehrlich gesagt? Es ist die perfekte Metapher für die Gehaltsobergrenzen-Ära und wie schnell eine Erfolgsserie eiskalt werden kann. In einer Minute erzielt man Tore, im nächsten wird man in einer Dreierserie von den Ducks gefegt.

Und weil wir in Winnipeg sind und nichts, wenn nicht vielseitig, ist, muss man die Geschichte von Government Beers lieben – eine Erzählung über einen NASA-Mitarbeiter, der versehentlich eine Brauerei gründet, während er einem krebskranken Kind hilft. Sie ist skurril, sie ist menschlich und sie erinnert einen daran, dass hinter jeder Statistik eine Geschichte steckt. Genau wie hinter jeder Niederlage wie dieser die Chance auf ein Comeback steckt.

Ausblick

Die Jets haben keine Zeit zum Verweilen. Am Donnerstag empfangen sie die New York Rangers. Das ist die Gelegenheit, eine neue Serie zu starten und wieder in die Siegesspur zu finden. Wenn sie selbst ein wenig von diesem Outlaw-Geist kanalisieren – und sich defensiv stabilisieren – werden sie wieder in Ordnung kommen. Für Morrissey ist es ein weiteres Spiel, das er seinem Rekord hinzufügen kann. Für den Rest von uns? Ein weiterer Abend, an dem wir hoffen, dass die Eishockey-Götter dem 'Peg wohlgesonnen sind.