Startseite > Sport > Artikel

Frisk Asker zeigt im Playoff den Weg: – Hier geht es um mehr als nur Eishockey

Sport ✍️ Knut Erik Johansen 🕒 2026-03-29 09:36 🔥 Aufrufe: 2

Sjur Robert Nilsen og Roy Johansen

In diesen Tagen liegt etwas Besonderes in der Luft in Asker. Es ist nicht nur der Frühling, der sich Bahn bricht, sondern ein ganz besonderer Funke, der die Eishockey-Szene entzündet hat. Ich verfolge das norwegische Eishockey seit über zwanzig Jahren, und ich kann Ihnen versprechen: Was ich gerade bei Frisk Asker sehe, das ist außergewöhnlich. Nach dem wahnsinnigen Drama gegen Vålerenga Ende März, als man die Erschütterungen in der Askerhalle buchstäblich spüren konnte, scheint diese Mannschaft noch einmal eine Schippe draufgelegt zu haben. Sie haben den Erzrivalen aus dem Playoff geworfen – und das mit einer Rückgrat, das selbst hartgesottene Eishockey-Seelen anerkennend nicken lässt.

Mehr als nur ein Eishockeyspiel

Was dieses Team Frisk Asker Hockey IF gerade so faszinierend macht, ist der Zusammenhalt. Es wird viel darüber geredet, dass in der Liga „die Hütte brennt“, und das stimmt. Aber hier in Asker geht es um etwas Tiefergehendes. Wenn die Jungs aufs Eis gehen, geht es nicht nur darum, ein Spiel zu gewinnen. Ich kenne die Szene gut, und es bestätigt, was ich bereits vermutet habe: Hier geht es darum, einander zu stärken. Besonders jetzt, wo einer aus ihren Reihen einen schweren Kampf abseits des Eises kämpft.

Es gab bewegende Szenen in der Kabine und an der Bande. Sie spielen für einen Kameraden, der mit einer Krankheit kämpft – das merkt man jedem Check und jeder Parade an. Eine Geschichte, die einem eine Gänsehaut beschert, selbst wenn man zu Hause auf dem Sofa sitzt. Wenn sie jetzt in den nächsten entscheidenden Spielen auf Stjernen treffen, geht es um weit mehr als nur Punkte. Es ist eine Ehre, für die sie kämpfen.

So gewinnen sie – und warum es funktioniert

Wenn wir den emotionalen Faktor einen Moment außen vor lassen, gibt es einige konkrete Stellschrauben, die Frisk Asker derzeit so unschlagbar erscheinen lassen:

  • Disziplin im eigenen Drittel: Sie lassen viel zu wenig Gegentore zu. Gegen Vålerenga haben sie gezeigt, dass sie auch unter größtem Druck standhalten können.
  • Gefahr im Konter: Sobald sie die Scheibe erobern, sprinten sofort drei Mann nach vorne. Das ist über 60 Minuten schlichtweg nicht zu verteidigen.
  • Roy Johansens Ruhe: Er hat in diesem Sport schon alles erlebt. An der Bande ist er fast unerschütterlich, und diese Gelassenheit überträgt sich auf einen jungen, hungrigen Kader.

Ich habe schon viele Mannschaften erlebt, die nach einem so intensiven Duell wie Frisk Asker vs Vålerenga in ein Loch gefallen sind. Es ist leicht, leer zu sein, nachdem man das größte Spiel gewonnen hat. Aber hier ist es genau umgekehrt. Sie haben eine Energie gefunden, die einfach weiterwächst. Das erinnert mich an die großen Teams der 90er, bei denen man sich als Gegner in der Askerhalle nie sicher sein konnte. Jetzt ist dieses Gefühl zurück.

Der weitere Weg: Stjernen und was kommt

Jetzt wartet Stjernen - Frisk Asker. Ein Viertelfinale, das eine ganz neue Dimension bekommen hat. Der Klub aus Østfold ist hart im Nehmen, sie geben nie auf. Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie in letzter Zeit auf eine Mannschaft mit dieser mentalen Stärke getroffen sind. Es wird hart, es wird körperbetont und es wird mit Sicherheit Tore geben. Aber ich wage eine Prognose: Diese Mannschaft von Frisk Asker hat etwas ganz Besonderes.

Sie sprechen davon, ihren Kameraden mit einem langen Playoff-Zug zu ehren. Das sind keine leeren Worte. Das sehe ich daran, wie sie Schüsse blocken, wie sie nach Spielende füreinander einstehen und wie sie niemals einen Puck aufgeben. Solange sie konzentriert bleiben und unnötige Strafzeiten vermeiden, sind sie ein echter Titelkandidat. Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Fortsetzung. Das ist norwegisches Eishockey in seiner besten Form.