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Renfe passt Fahrpläne wegen Bauarbeiten im Garraf-Tunnel an: Wie sind AVE, Avlo und die S-Bahn betroffen?

Verkehr ✍️ Carlos Martín 🕒 2026-03-15 05:17 🔥 Aufrufe: 1

Wenn Sie in den letzten Wochen versucht haben, ein Zugticket nach Barcelona zu kaufen und weniger Verbindungen als üblich gesehen haben, keine Sorge, das liegt nicht an Ihnen. Renfe musste den Rotstift ansetzen (und ihren Betrieb komplett umorganisieren), aufgrund von Bauarbeiten, die mitten ins Herz einer ihrer Hauptadern treffen. Der Grund sind, wie so oft in diesem Land, Verbesserungsarbeiten, die länger dauern als geplant. Die Rede ist von den Arbeiten am Garraf-Tunnel, dieser wichtigen Strecke, die den Süden mit Barcelona verbindet und die sich seit Mitte März für das Unternehmen und die Reisenden zu einem echten Kopfzerbrechen entwickelt hat.

Bauarbeiten im Garraf-Tunnel beeinträchtigen die Züge der Renfe

Drei Monate Bauarbeiten: Welche Renfe-Linien sind betroffen?

Zunächst muss man wissen, worum es geht. Die Bauarbeiten am Garraf-Tunnel sind keine kurzfristige Aktion über ein Wochenende, sondern ein tiefgreifender Eingriff, der sich über drei Monate erstrecken wird. Direkt betroffen ist der Korridor, der Saragossa, Caspe und Barcelona verbindet, und damit indirekt das gesamte Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrsnetz, das dort entlangführt. Das bedeutet, dass sowohl die flotten Renfe AVE als auch die günstigen Renfe Avlo auf der Strecke Madrid-Barcelona ihre Fahrpläne ändern mussten und in einigen Fällen Halte ausfallen lassen oder mit einem alternativen Busdienst kombiniert werden müssen. Und aufgepasst, auch die Renfe Alvia-Züge, die den Norden (aus Galicien oder dem Baskenland) mit der katalanischen Hauptstadt verbinden, müssen umplanen.

Das Chaos mit den Bussen: Der Plan B von Renfe

Um das Malheur so gering wie möglich zu halten, hat Renfe einen umfangreichen Busersatzverkehr auf den am stärksten betroffenen Abschnitten eingerichtet. Im Grunde müssen die Reisenden in einigen Bereichen, wo die Strecke komplett gesperrt ist, aus dem Zug aussteigen, einen Bus nehmen und dann wieder in einen anderen Zug umsteigen. Ja, genau so, wie Sie es hören. Eine Unannehmlichkeit, besonders wenn man mit Koffern oder Kindern reist. Aber welche Alternativen gibt es? Das Unternehmen versichert, dass die Gesamtreisezeiten mehr oder weniger gleich bleiben, aber ich wage zu behaupten, dass man bei einem Umstieg immer etwas Zeit einplanen sollte.

  • AVE- und Avlo-Züge: Reduzierung der Direktverbindungen Madrid-Barcelona. Einige Züge werden auf dem betroffenen Abschnitt über die konventionelle Strecke umgeleitet, was zu einer längeren Reisezeit führt.
  • Renfe Alvia: Die Züge aus dem Norden (wie die Verbindungen nach Bilbao oder San Sebastián) erleiden ebenfalls Verspätungen und Fahrplanänderungen, um sie mit den Durchfahrtsfenstern während der Bauarbeiten abzustimmen.
  • S-Bahn (Cercanías): Obwohl der Fokus auf dem Fernverkehr liegt, müssen sich die Nutzer der S-Bahn Bilbao keine Sorgen machen, da die Beeinträchtigung ausschließlich den Mittelmeerkorridor betrifft. Anders sieht es bei den Linien der Rodalies de Catalunya aus, die in den Abschnitten nahe Garraf ebenfalls betroffen sind.

Von Saragossa nach Barcelona: Die am stärksten betroffene Strecke

Wenn Sie in Aragonien wohnen oder vorhaben, von Saragossa nach Barcelona zu reisen, bereiten Sie sich vor. Die Umorganisation bei der RENFE ist auf dieser Achse besonders intensiv. Die Züge, die früher in Orten wie Caspe hielten, bieten jetzt einen gemischten Service: teils Zug, teils Bus. Und das ist, wie Sie sich vorstellen können, nicht dasselbe. Das Unternehmen hat versprochen, dass die Information in den Bahnhöfen konstant sein wird, aber Sie wissen ja, wie das läuft: Es ist besser, das Handy geladen und die Renfe-Website griffbereit zu haben, um den Zugstatus in Echtzeit zu prüfen, denn die Anzeigetafeln können Verzögerung haben.

Die Sicht eines erfahrenen Zugfahrers

Schauen Sie, ich fahre schon seit meiner Kindheit Zug und habe schon alles erlebt: Streiks, Verspätungen wegen Pannen, Bauarbeiten, die sich ewig hinziehen... Diese hier in Garraf ist sicher notwendig, aber sie tut weh. Sie tut weh, weil gerade jetzt, wo es schien, dass der Renfe Avlo die Hochgeschwindigkeitszüge populär macht und die Preise anfingen wettbewerbsfähig zu werden, wir auf diese dreimonatige Pause stoßen. Die Hoffnung ist, dass, wenn die Bauarbeiten Ende Juni abgeschlossen sind, alles besser funktioniert als zuvor. Bis dahin heißt es, sich in Geduld zu üben, die Fahrpläne genau zu überprüfen und, wenn möglich, die Stoßzeiten zu vermeiden, in denen die Umstiege zusammenbrechen können. Und wenn Sie ein Ticket für die kommenden Wochen haben, verlassen Sie sich nicht auf Ihr Gedächtnis: Gehen Sie auf die Renfe-Website und überprüfen Sie, ob Ihr Zug die Fahrzeit beibehält oder ob Sie nun zu denen gehören, die mit dem Bus umsteigen müssen. Denn, wie gesagt, bei der Bahn gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.