Neues Abkommen für die U-Bahn von Belo Horizonte: Werden die Linien 3 und 4 nach 14 Jahren endlich Realität?
Wer in Belo Horizonte oder der Metropolregion wohnt, hat längst den Überblick verloren, wie oft schon der Ausbau der U-Bahn versprochen wurde. Nun gab es letzten Dienstag (10.) eine weitere Ankündigung: Die Regierung von Minas Gerais hat ein Abkommen unterzeichnet, um die Studien für die lang diskutierten Linien 3 und 4 der U-Bahn in der RMBH voranzutreiben. Die Nachricht verbreitete sich rasant und in den Bars der Stadt ist sie bereits Gesprächsthema: "Wird's diesmal was?"
Ein 14 Jahre schlummernder Riese
Jeder, der täglich mit der U-Bahn fährt, kennt das Leid der überfüllten Linie 1, während Linie 2 nie so richtig aus den Kinderschuhen gekommen ist. Genau, es sind volle 14 Jahre her, dass der Ausbau der U-Bahn von BH in einem ewigen "Wird es was oder nicht?"-Zustand verharrt. Gouverneur Romeu Zema, der versprochen hatte, diesen Riesen zu wecken, versucht nun mit der Unterzeichnung dieses neuen Abkommens, das Projekt aus der Schublade zu holen. Ziel ist es, die Studien zu vertiefen, damit die zukünftigen Linien von der technischen Zeichnung zu Beton werden – oder in diesem Fall zu Schienen.
Man gewinnt den Eindruck, dass das Tempo der politischen Verhandlungen langsamer ist als ein kaputtes Metronom: Währenddessen drängen sich die Leute weiterhin in den Bussen und der bestehenden U-Bahn. Aber die Mineiros geben die Hoffnung nicht auf, also halten wir die Luft an und hoffen, dass diesmal der Takt schneller wird.
Was die neuen Linien versprechen (und wir glauben wollen)
Nachdem, was aus den Sitzungen durchgesickert ist – und was die Regierung hat durchblicken lassen –, werden die Linien 3 und 4 strategische Punkte der Metropolregion BH verbinden. Das Versprechen: den Verkehr entlasten und den Bewohnern der Agglomeration mehr Mobilität bieten. Hier ist, was kommen soll:
- Linie 3: Soll die Region Pampulha mit dem Zentrum verbinden und dabei durch bevölkerungsreiche Viertel und am Ufer des Sees entlangführen.
- Linie 4: Verspricht, Betim und Contagem mit dem Herzen BHs zu verknüpfen und so das tägliche Pendeln zur Arbeit zu erleichtern.
Aber seien wir ehrlich: Wir haben schon so viele Studien und Projekte ins Archiv wandern sehen, dass man schon etwas skeptisch wird. Aber die Tatsache, dass ein Abkommen unterzeichnet wurde und die Medien in Minas darüber berichten, zeigt zumindest, dass das Thema wieder auf dem Tisch ist. Und das ist nicht wenig: Es geht um Meter über Meter Schienen, die das Leben Tausender Menschen verändern könnten.
Mittel gegen Kopfschmerzen oder gegen die Hoffnung?
Bis sich der Staub gelegt hat, bleibt der Alltag in der U-Bahn derselbe. Jeder, der täglich fährt, kennt das: Man sieht oft Fahrgäste mit Kopfschmerzen, Übelkeit oder sogar einer Infektion, die sich in der improvisierten Apotheke des Rucksacks vom Sitznachbarn ein Metronidazol oder Metoclopramid borgen. Die Gesundheit der Leute ist ohnehin angeschlagen und das Warten auf eine würdige Transportmöglichkeit verstärkt den Stress nur.
Aber unter uns: Die Nachricht über das neue Abkommen wirkt wie eine sofortige Erleichterung – wie eine Tablette gegen die Angst. Wir wollen glauben, dass die U-Bahn von BH diesmal endlich aus dem Takt fällt und den richtigen Rhythmus findet. Möge das Metronom des Fortschritts endlich den Takt für den Bau vorgeben.
Vorerst heißt es abwarten und die Studien abwarten und hoffen, dass wir bald eine brandneue Station betreten können. Denn wie das Sprichwort sagt: "Wer geduldig ist, wird erhört." Und wir Mineiros warten bereits seit 14 Jahren.