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Neuer Deal für die U-Bahn in Belo Horizonte: Werden die Linien 3 und 4 nach 14 Jahren endlich gebaut?

Mobilität ✍️ Carlos Andrade 🕒 2026-03-10 11:59 🔥 Aufrufe: 1

Für die Einwohner von Belo Horizonte und der Metropolregion ist es kaum noch zu zählen, wie oft sie schon Versprechungen über den U-Bahn-Ausbau gehört haben. Nun gab es am letzten Dienstag (10.) eine weitere Ankündigung: Die Regierung von Minas Gerais hat eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Studien für den Bau der viel diskutierten Linien 3 und 4 der U-Bahn der RMBH voranzutreiben. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer, und in den Lokalen der Stadt ist sie bereits Gesprächsthema: "Wird es diesmal was?"

U-Bahn-Station in Belo Horizonte

Ein 14 Jahre langer Dornröschenschlaf

Jeder, der tagtäglich die U-Bahn nimmt, kennt die Leidensgeschichte der überfüllten Linie 1, während die Linie 2 nie so richtig aus den Kinderschuhen gekommen ist. Genau, seit 14 Jahren schwebt der U-Bahn-Ausbau von BH in einem ewigen "Wird es was oder nicht?". Gouverneur Romeu Zema, der bereits versprochen hatte, diesen Riesen zu wecken, versucht nun mit der Unterzeichnung dieser neuen Vereinbarung, das Projekt aus der Schublade zu holen. Ziel ist es, die Studien zu vertiefen, damit die zukünftigen Linien vom Reißbrett in die Realität umgesetzt werden können – oder besser gesagt, auf die Schienen kommen.

Man gewinnt den Eindruck, dass der Takt der politischen Verhandlungen langsamer ist als ein kaputtes Metronom: Währenddessen wird die Bevölkerung weiter in die Busse und die bestehende U-Bahn gequetscht. Aber da der Mineiro die Hoffnung nicht aufgibt, halten wir die Luft an und hoffen, dass sich der Takt diesmal beschleunigt.

Was die neuen Linien versprechen (und woran wir glauben wollen)

Nach Informationen, die aus den Sitzungen durchgesickert sind – und was die Regierung preisgegeben hat – sollen die Linien 3 und 4 strategische Punkte der Metropolregion BH verbinden. Das Versprechen: den Verkehr entlasten und den Menschen in der Region mehr Mobilität bieten. Hier ist, was kommen soll:

  • Linie 3: Soll die Region Pampulha mit dem Zentrum verbinden und dabei durch bevölkerungsreiche Viertel und am Ufer des Sees entlangführen.
  • Linie 4: Verspricht, Betim und Contagem mit dem Herzen BHs zu verbinden und so den Berufspendlern das Leben zu erleichtern.

Aber seien wir ehrlich: Wir haben schon so viele Studien und Projekte in der Versenkung verschwinden sehen, dass man schon etwas skeptisch wird. Aber die Tatsache, dass eine Vereinbarung unterzeichnet wurde und die lokale Presse darüber berichtet, zeigt zumindest, dass das Thema wieder auf dem Tisch ist. Und das ist nicht nichts: Es geht um Meter um Meter Schienen, die das Leben Tausender Menschen verändern könnten.

Eine Tablette gegen Kopfweh oder gegen die Hoffnung?

Bis sich der Staub gelegt hat, bleibt der Alltag in der U-Bahn der gleiche. Wer täglich fährt, kennt das: Man sieht oft Fahrgäste mit Kopfschmerzen, Übelkeit oder sogar einer Infektion, die in der improvisierten Apotheke aus dem Rucksack des Sitznachbarn nach einem Metronidazol oder Metoclopramid fragen. Die Gesundheit der Leute ist ja ohnehin nicht die beste, und das Warten auf eine menschenwürdige Verkehrsanbindung macht den Stress nur noch schlimmer.

Aber unter uns: Die Nachricht über die neue Vereinbarung wirkt wie eine sofortige Erleichterung – wie eine Tablette gegen die Aufregung. Wir wollen glauben, dass die U-Bahn von BH diesmal endlich aus dem Takt gerät und den richtigen Rhythmus findet. Dass das Metronom des Fortschritts endlich den Takt für den Bau vorgibt.

Vorerst heißt es abwarten, was die Studien ergeben, und hoffen, dass wir bald eine brandneue Station betreten können. Denn wie das Sprichwort sagt: "Wer wartet, dem wird geholfen." Und wir Mineiros warten jetzt schon 14 Jahre.