Startseite > Fussball > Artikel

LAFC gegen Cruz Azul: Bouanga und Giroud walzen Gegner nieder – 3:0 im Concacaf-Hinspiel der Meisterklasse

Fussball ✍️ Jason Leong 🕒 2026-04-08 08:45 🔥 Aufrufe: 1
LAFC vs Cruz Azul Concacaf Champions Cup action

Wer das Hinspiel dieses Concacaf-Champions-Cup-Viertelfinals verpasst hat, dem entging eine regelrechte LAFC gegen Cruz Azul-Deklassierung. Das BMO Stadium kochte am Dienstagabend, und beim Schlusspfiff mussten die amtierenden mexikanischen Könige mit einem 0:3-Rückstand nach Hause fahren, der sich noch schlimmer anfühlt, als er aussieht. Das war kein Wettkampf – das war eine Lehrstunde.

Für alle, die die LAFC gegen Cruz Azul-Partie die ganze Woche über verfolgt haben, war diese Abreibung absehbar. Die Black and Gold waren 2026 zu Hause nicht zu fassen, und wenn man dann auf eine Cruz-Azul-Mannschaft trifft, die die halbe Startelf schont? Das ist ein Rezept für eine Katastrophe. La Máquinas Trainer Nicolás Larcamón wollte mit seiner Aufstellung clever sein – schonte Beine für den Clásico Joven gegen América – und seine Mannschaft wurde dafür gnadenlos bestraft.

Bouanga bricht den Bann, danach geht das Spiel auf

Die erste halbe Stunde war angespannt. Cruz Azul hatte den Ball, spielte ihn hübsch herum, tat aber absolut nichts damit. Kommt Ihnen bekannt vor? Das ist seit Kurzem ihr Problem. Dann, in der 34. Minute, brach der Damm.

Denis Bouanga – wer sonst? – nahm den Ball auf dem linken Flügel mit, zog nach innen, ließ zwei Verteidiger wie Slalomstangen aussehen und jagte eine flache Rakete ins nahe Eck von Kevin Mier. Das Stadion tobte. Bouangas neuntes Tor in den letzten zehn Spielen wettbewerbsübergreifend. Der Typ ist gerade schlicht nicht zu stoppen.

Nach dem ersten Tor öffneten sich die Schleusen. Kurz vor der Pause leitete ein schöner Angriff ein: Mateusz Bogusz spielte einen perfekten Steilpass auf Olivier Giroud. Der große Franzose hat noch immer die Instinkte eines Weltklasse-Strafsrüchs – eine Ballannahme, ein Schuss ins lange Eck. 2:0 zur Pause, und ehrlich gesagt hätte es auch 4:0 stehen können.

Larcamóns Ausrede mit dem Wetter zieht nicht

Nach dem Spiel gab es einen amüsanten Moment, als durchsickerte, dass Larcamón vor der Partie über das Wetter in Los Angeles gemault hatte. Irgendetwas mit den «nassen Bedingungen», die nicht zum Stil seines Teams passen würden. Hören Sie mal, es ist April in Kalifornien. Ein bisschen Abendnebel ist nicht der Grund, warum Ihre Abwehr die ganze Nacht wie das Rote Meer auseinanderklaffte. LAFC gegen Cruz Azul wird nicht durch ein paar Regentropfen entschieden – sondern durch den grösseren Willen. Und vom ersten Pfiff an war nur ein Team bereit zu kämpfen.

  • Denis Bouanga – Ein Tor, unzählige Alpträume für den rechten Verteidiger von Cruz Azul. Sein Tempo ist schlicht illegal.
  • Olivier Giroud – Ein Tor, dazu Ballhaltearbeit, die die mexikanischen Innenverteidiger frustrierte und Gelbe Karten einbrachte.
  • Hugo Lloris – Ein weiteres Spiel ohne Gegentor. Kaum geprüft, aber beherrschte seinen Strafraum wie ein General.
  • Timothy Tillman – Lenkte das Mittelfeld. Zwei Schlüsselpässe, die zu Chancen führten. Ein absoluter Motor.

Was lief schief bei La Máquina?

Ich werde deutlich: Cruz Azul sah aus, als wäre die Mannschaft schon gedanklich am Strand. Schlüsselspieler wie Uriel Antuna und Carlos Rotondi für das Liga-Derby zu schonen? Das ist ein riesiges Risiko in einem Champions-Cup-K.o.-Spiel. Und es ist gewaltig nach hinten losgegangen. Sie hatten 65 Prozent Ballbesitz, aber nur zwei Torschüsse aufs Tor. Zwei! Gegen eine Abwehr, die nicht einmal voll intensiv spielte.

Die zweite Hälfte war mehr vom Gleichen. Bouanga erzielte in der 67. Minute sein zweites Tor – ein simpler Abpraller nach einer brillanten flanken von Sergi Palencia. 3:0. Spiel vorbei. Man konnte sehen, dass die Cruz-Azul-Spieler nur noch den Schlusspfiff hören wollten. Das ist ein schlechtes Zeichen vor der Rückkehr ins Estadio Cuauhtémoc.

Das ist nun die zweite Niederlage in Folge für La Máquina nach dieser 15-Spiele-Serie ohne Niederlage. Und diese hier? Die wird Narben hinterlassen.

Kann Cruz Azul ein Wunder schaffen?

Rechnerisch? Klar. Ein 0:3-Rückstand ist happig, aber Verrückteres ist in diesem Turnier schon passiert. Erinnern Sie sich, als Tigres gegen Orlando einen 0:3-Rückstand aufholte? Ja, das gab es. Aber jenes Tigres-Team hatte Durchschlagskraft und Glauben. Diese Cruz-Azul-Mannschaft war ab der 70. Minute gebrochen.

Für Steve Cherundolo und sein LAFC-Team ist die Aufgabe einfach: Machen Sie im Rückspiel nächsten Dienstag nichts Dummes. Ein Auswärtstor, und die Beziehung ist endgültig entschieden. Angesichts der Gefährlichkeit von Bouanga und Giroud im Konter würde ich darauf wetten, dass sie in Mexiko-Stadt treffen.

Eines ist sicher – wenn Sie bei diesem LAFC gegen Cruz Azul-Hinspiel geblinzelt haben, haben Sie eine richtige Abreibung verpasst. Das Rückspiel ist am 14. April. Aber mal ehrlich: Die einzige Frage ist jetzt, wie viele Tore LAFC vor feindlicher Kulisse erzielen wird. Diese Begegnung ist bereits entschieden.