The War: Ultimatum an Teheran, Ölpreis und das Gespenst von «The Warrior», das Washington erneut heimsucht
Wer dachte, der Strudel der geopolitischen Spannungen hätte sich gelegt, sollte jetzt besser umschalten. In diesen Stunden hat sich die Lage von Washington bis Teheran wieder verändert – und zwar nicht zum Besseren. Das Fieberthermometer für The War ist längst keine Metapher mehr: Es ist ein Countdown, getaktet durch die Ölterminkurse und die ungefilterten Aussagen aus dem Kapitol. Als Veteran dieses wahnsinnigen Achterbahnfahrens kann ich sagen: Was wir hier sehen, ist nicht das übliche Theater. Es ist etwas weitaus Komplexeres. Und um es zu verstehen, müssen wir die richtigen Worte verwenden – jene, die in den Korridoren der Macht kursieren.
«The Warning», das niemand hören wollte
Vor ein paar Tagen herrschte bei einem nicht-öffentlichen Treffen mit den republikanischen Senatoren die Stimmung einer eskalierten Eigentümerversammlung. In den gut informierten Zirkeln Washingtons wird ein Satz wiederholt, der inzwischen zu einem Mantra geworden ist: The Warning. Keine gewöhnliche Warnung, sondern ein regelrechtes Ultimatum. Aus den oberen Etagen der Regierung dringt die harte Linie durch: Sollte Teheran nicht binnen weniger Wochen Zeichen eines Kurswechsels geben, wird das Spiel mit schwerwiegenden einseitigen Schritten beendet. Es geht nicht mehr nur um Sanktionen, die längst zum Alltag gehören. Es geht um eine Eskalation, die die Spielregeln des Energiemarktes neu schreiben könnte. Und während die Scheinwerfer auf die Achse Washington-Teheran gerichtet sind, kommt der eigentliche Unmut aus einer der historischen Hochburgen der Partei.
Das Comeback von «The Warrior – The Iron Claw»
Wer die Mechanismen der Macht kennt, weiss, dass es nie nur eine Stimme gibt. Innerhalb der Partei vollzieht sich ein stiller Kampf, der stark an The Warrior – The Iron Claw erinnert. Auf der einen Seite die treuesten Anhänger, bereit, jede Linie mitzutragen, überzeugt, dass der Weg der direkte Konflikt sein muss. Auf der anderen Seite ein wachsender Teil der traditionellen Wählerschaft, der zunehmend die Stirn runzelt. Warum? Der Grund heisst «Portemonnaie». Bei explodierenden Lebenshaltungskosten und Wahlversprechen einer Ära des Wohlstands, die mit der Realität der Spritpreise kollidieren, fürchten einige, dass ein offener Konflikt mit Iran sich als Wahlbumerang erweisen könnte.
Das Drehbuch wirkt wie aus einem Film, und es ist vielleicht kein Zufall, dass in diesen Tagen viele Insider The War – Planet der Affen zitiert haben. Nicht wegen des Science-Fiction-Bezugs, versteht sich, sondern wegen des zugrundeliegenden Themas: Wenn man einen Krieg entfesselt, hat niemand die Folgen vollständig unter Kontrolle. Was zunächst wie ein kraftvoller Schachzug wirkt, kann sich schnell in einen Überlebenskampf gegen die eigenen Widersprüche verwandeln.
Zwischen Öl und der «The Warehouse Group» der Politik
Machen wir uns nichts vor: Die amerikanische Politik funktioniert oft wie eine grosse The Warehouse Group. Ein riesiges Lagerhaus, in dem Interessen, Versprechen und alte Ressentiments gehortet werden. Die eigentliche Aufgabe derjenigen am Steuer ist nicht nur, den Preis der Waren zu bestimmen (in diesem Fall das Öl), sondern den Bestand zu verwalten, ohne die Struktur zum Einsturz zu bringen. Im Moment ist die Abteilung «Inflation» im Aufruhr. Die europäischen Verbündeten, und insbesondere wir Italiener, die stark von den Energierouten abhängig sind, beobachten das Geschehen mit angehaltenem Atem. Jede kriegerische Aussage lässt die Märkte erzittern, und wer seine Haushaltsrechnung im Blick hat, hat keine Zeit für diplomatische Spitzfindigkeiten.
Die festen Positionen der Konfliktparteien sind inzwischen allgemein bekannt. Teheran fordert die Wiederherstellung sicherer Finanzkanäle und Garantien für die Stabilität seines Systems. Auf der anderen Seite bleibt die Linie des maximalen Drucks bestehen, mit der Forderung nach einem überprüfbaren Abbau des Nuklearprogramms. Der Punkt ist: Wie so oft, wenn um so hohe Einsätze gepokert wird, will keiner als Erster den Blick senken. Aber die Zeit, meine Damen und Herren, spielt für niemanden.
- Der Ölpreis: Mit dem Überschreiten der psychologischen Marke von 85 Dollar pro Barrel ist das Risiko eines plötzlichen Preissprungs real. Wenn die Krise eskaliert, wäre das für Italien ein harter Schlag.
- Interne Spaltungen: Nicht die gesamte Republikanische Partei ist geschlossen. Einige Senatoren, besonders aus den Industriebundesstaaten des Mittleren Westens, drängen auf ein stilles Einlenken.
- Die unmögliche Vermittlung: Die Vermittlungsversuche dritter Akteure, darunter mehrere Golfstaaten, stecken fest. Die grundlegenden Forderungen liegen nach wie vor Welten auseinander.
Letztlich erleben wir eine der heikelsten Phasen der letzten Jahre. Sollten sich in den kommenden Tagen keine Signale der Entspannung zeigen, könnte The War von einem abstrakten Konzept zu einer Realität werden, mit der wir uns täglich auseinandersetzen müssen. Und glauben Sie mir, wenn die Bastionen der Diplomatie zu bröckeln beginnen, ist es besser, auf alles gefasst zu sein. Denn The Warrior hält mit seiner eisernen Zange vor nichts inne – auch nicht vor den Interessen derer, die ihn heraufbeschworen haben.