LAFC vs. Cruz Azul: Bouanga und Giroud dominieren beim 3:0-Klassiker im Concacaf-Hinspiel
Wer das Hinspiel dieses Concacaf-Champions-Cup-Viertelfinals verpasst hat, hat eine regelrechte LAFC vs. Cruz Azul-Deklassierung verpasst. Das BMO Stadium bebte am Dienstagabend, und als der Schlusspfiff ertönte, waren die amtierenden Könige aus Mexiko mit einem 0:3-Rückstand abgefertigt – der sich noch schlimmer anfühlt, als er aussieht. Das war kein Wettkampf, das war eine Lehrstunde.
Wer die ganze Woche über LAFC vs. Cruz Azul verfolgt hat, spürte, dass dies kommen würde. Die Black and Gold waren 2026 zu Hause unantastbar, und gegen eine Cruz-Azul-Elf, die die Hälfte ihrer Startelf schonte? Das ist ein Rezept für eine Katastrophe. La Máquinas Trainer Nicolás Larcamón wollte mit seiner Aufstellung clever sein – schonte Spieler für den Clásico Joven gegen América – und seine Mannschaft wurde dafür eiskalt erwischt.
Bouanga bricht den Bann, dann geht das Spiel auf
Die erste halbe Stunde war angespannt. Cruz Azul hatte den Ball, spielte ihn nett hin und her, aber tat absolut nichts damit. Kommt Ihnen das bekannt vor? Das ist seit Kurzem ihr Problem. Dann, in der 34. Minute, brach der Damm.
Denis Bouanga – wer sonst? – nahm den Ball auf der linken Seite auf, zog nach innen, ließ zwei Verteidiger wie Slalomstangen aussehen und haute einen flachen Raketenschuss ins kurze Eck von Kevin Mier. Das Stadion tobte. Bouangas neuntes Tor in seinen letzten zehn Pflichtspielen. Der Typ ist gerade schlicht nicht zu stoppen.
Nach dem ersten Tor öffneten sich die Schleusen. Kurz vor der Pause leitete ein furioser Angriff ein: Mateusz Bogusz spielte einen perfekten Steilpass auf Olivier Giroud. Der große Franzose hat noch immer den Instinkt eines Weltklasse-Strafraumstürmers – einmal angenommen, einmal ins lange Eck versenkt. 2:0 zur Pause, und ehrlich gesagt hätte es auch 4:0 stehen können.
Larcamóns Ausrede mit dem Regenschirm zieht nicht
Nach dem Spiel gab es einen lustigen Moment, als durchsickerte, dass Larcamón vor der Partie über das Wetter in Los Angeles gemault hatte. Irgendwas mit „nassen Bedingungen“, die nicht zum Stil seines Teams passten. Hören Sie mal, Kumpel – es ist April in Kalifornien. Ein kleiner Abendnebel ist nicht der Grund, warum Ihre Abwehr die ganze Nacht wie das Rote Meer auseinanderklaffte. LAFC vs. Cruz Azul wird nicht durch ein paar Regentropfen entschieden – sondern durch den größeren Willen. Und vom ersten Pfiff an zeigte nur eine Mannschaft, dass sie kämpfen wollte.
- Denis Bouanga – Ein Tor, unzählige Alpträume für den Rechtsverteidiger von Cruz Azul. Sein Tempo ist nicht legal.
- Olivier Giroud – Ein Tor, dazu Ballhaltearbeit, die die mexikanischen Innenverteidiger frustrierte und Gelbe Karten kostete.
- Hugo Lloris – Ein weiteres Spiel ohne Gegentor. Kaum geprüft, aber er beherrschte seinen Strafraum wie ein General.
- Timothy Tillman – Lenkte das Mittelfeld. Zwei Schlüsselpässe, die zu Chancen führten. Ein absoluter Motor.
Was lief schief bei La Máquina?
Ich sage es direkt: Cruz Azul wirkte, als wären sie schon im Urlaub. Schlüsselspieler wie Uriel Antuna und Carlos Rotondi für das Liga-Derby zu schonen? Das ist ein riesiges Risiko in einem Champions-Cup-K.o.-Spiel. Und es ging gewaltig nach hinten los. Sie hatten 65 % Ballbesitz, aber nur zwei Torschüsse aufs Tor. Zwei! Gegen eine Abwehr, die nicht einmal voll intensiv spielte.
Die zweite Hälfte war mehr vom Gleichen. Bouanga traf in der 67. Minute zum zweiten Mal – ein simpler Abpraller nach einer genialen flachen Hereingabe von Sergi Palencia. 3:0. Spiel vorbei. Man sah den Cruz-Azul-Spielern an, dass sie nur noch den Schlusspfiff hören wollten. Das ist kein gutes Zeichen vor der Rückkehr ins Estadio Cuauhtémoc.
Das sind nun zwei Niederlagen in Folge für La Máquina nach dieser 15-Spiele-Serie ohne Niederlage. Und diese hier? Die wird Narben hinterlassen.
Kann Cruz Azul ein Wunder schaffen?
Rein rechnerisch? Klar. Ein 0:3-Rückstand ist happig, aber wir haben in diesem Turnier schon Verrückteres gesehen. Erinnern Sie sich, als Tigres gegen Orlando einen 0:3-Rückstand aufgeholt hat? Ja, das gab es. Aber jenes Tigres-Team hatte Feuerkraft und Glauben. Diese Cruz-Azul-Mannschaft war ab der 70. Minute gebrochen.
Für Steve Cherundolo und sein LAFC-Team ist die Aufgabe einfach: Machen Sie im Rückspiel nächsten Dienstag nichts Dummes. Ein Auswärtstor, und die Serie ist endgültig entschieden. Wenn man sieht, wie tödlich Bouanga und Giroud im Konter sind, würde ich darauf wetten, dass sie in Mexiko-Stadt treffen.
Eines ist sicher: Wenn Sie bei diesem LAFC vs. Cruz Azul-Hinspiel geblinzelt haben, haben Sie eine richtige Abreibung verpasst. Das Rückspiel ist am 14. April. Aber mal ehrlich: Die einzige Frage ist, wie viele Tore LAFC vor feindlicher Kulisse noch schießen wird. Diese Begegnung ist bereits entschieden.