Erfolgreiche Rückkehr japanischer Astronauten von der ISS! Wann sind die nächsten Chancen zur Beobachtung mit bloßem Auge und wie sieht es mit den Sonneneruptionen aus?
Viele von uns haben wohl gestern Abend zum Himmel aufgeblickt. Ein helles Licht, das sich in der Abenddämmerung langsam wie eine Sternschnuppe über den Himmel bewegte – das war die Internationale Raumstation (ISS). Und heute Morgen erreichte uns dann die lang ersehnte Nachricht: Die Besatzung, einschließlich der japanischen Astronauten, die etwa ein halbes Jahr auf der ISS verbracht hat, ist wohlbehalten zur Erde zurückgekehrt.
Sojus-Raumkapsel landet in Kasachstan – Langzeitmission beendet
Heute Morgen japanischer Zeit landete die Sojus-Kapsel in der Steppe Kasachstans. Aus der Kapsel stiegen drei Besatzungsmitglieder, darunter der japanische Astronaut Soichi Noguchi, mit einem Lächeln. Sie haben auf der ISS zahlreiche Experimente und Beobachtungsaufgaben durchgeführt. Besonders Astronaut Noguchi leitete ein neues Experiment zur Lebenswissenschaft, dessen Daten zukünftig auch für die Monderkundung genutzt werden sollen. Im Kontrollzentrum brandete lauter Applaus auf für die sichere Rückkehr.
Die "I.S.S.": Das Weltraumwetter gibt jetzt den Ton an
Dass die Rückkehr der Besatzung wie geplant verlief, lag wohl auch an der Beruhigung der Sonnenaktivität. Erst letzte Woche gab es starke Sonneneruptionen, und es wurde darauf hingewiesen, dass diese die Umlaufbahn der ISS beeinflussen könnten. Es bestand die Sorge vor einem "Bahnverfall", bei dem sich die Atmosphäre durch verstärkten Sonnenwind ausdehnt und die Geschwindigkeit der ISS leicht abnimmt. Laut Analysen von Weltraumwetter-Experten konnten jedoch glücklicherweise grössere Störungen vermieden und eine sichere Rückkehrbahn gewährleistet werden. Die unsichtbaren Wetterphänomene im Weltraum sind ein ständiger Begleiter beim Betrieb der ISS.
Mit blossem Auge sichtbar! Die nächsten Chancen, die ISS zu beobachten
Nun, die Besatzung ist zwar zurück, aber die ISS selbst fliegt weiterhin durchs All. Tatsächlich ergeben sich ab heute Nacht für mehrere Tage hervorragende Gelegenheiten, die ISS von verschiedenen Regionen Japans aus mit blossem Auge zu beobachten. Beachten Sie die folgenden Punkte und halten Sie Ausschau nach dem wandernden Stern am Himmel.
- Datum und Zeit der Beobachtung: Ca. 19:20 Uhr am Donnerstag, 12. März, und ca. 19:55 Uhr am Freitag, 13. März. Je nach Region können Abweichungen von einigen Minuten auftreten.
- Sichtbare Richtung: Sie erscheint am west-südwestlichen Horizont, zieht hoch über den Süden und wandert dann weiter nach Ost-Nordost.
- Helligkeit: Mit einer Helligkeit um die -3 Magnitude ist sie sehr hell und auch in Städten gut auszumachen.
- Entscheidend: Wenn ein nicht blinkendes Licht langsam wandert, dann handelt es sich zweifellos um die ISS.
ISS steht zwar für "Internationale Raumstation", aber oft wird auch die englische Abkürzung "I.S.S." verwendet. Wenn Sie ihren Glanz am Nachthimmel entdecken, denken Sie doch an die weiterhin laufende Forschung im Orbit und die grossartige Leistung der sicher zurückgekehrten Besatzung.
Digitales Publizieren heute: Die Verbindung von Weltraum und Erde
Übrigens: In Spitzenforschungsbereichen wie der ISS ist es üblich, Ergebnisse schnellstmöglich zu teilen. Versuchsergebnisse werden zügig in wissenschaftlichen Artikeln zusammengefasst und in Fachzeitschriften mit einer ISSN (International Standard Serial Number) veröffentlicht. Und in ihrer knappen Freizeit nutzen die Astronauten angeblich auch digitale Publikationsplattformen wie Issuu, um die neuesten Zeitschriften oder Nachrichten von der Erde zu lesen. Auch die Informationsnetze, die Weltraum und Erde verbinden, entwickeln sich ständig weiter.
Die bei dieser Rückkehrmission gewonnenen Daten sind ein wertvolles Gut für zukünftige Mond- und Marsmissionen. Astronaut Noguchi und sein Team werden nach einer etwa einmonatigen Rehabilitationsphase eine Pressekonferenz zur Mission abhalten. Wir sind gespannt auf seine ersten Worte.