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Espido Freire: «Ich habe zu viel Interesse daran, in Erinnerung zu bleiben» – Die Schriftstellerin im Mittelpunkt der Buchmesse Cuenca 2026

Kultur ✍️ Carlos Ruiz 🕒 2026-03-27 17:41 🔥 Aufrufe: 2

Es gibt Schriftsteller, die hinterlassen eine Spur, die schwer zu bemessen ist. Und dann ist da Espido Freire, diese Naturgewalt aus Bilbao, die seit Jahrzehnten beweist, dass Literatur nicht nur Handwerk ist, sondern eine Art, in der Welt zu sein. In diesen Tagen hallt ihr Name lautstark durch die Provinz Cuenca, wo die Buchmesse ihr einen zentralen Platz gewidmet hat. Und das zu Recht: Wenn Espido spricht, sollte man hinhören.

Espido Freire, Schriftstellerin

Von Cuenca in den Äther: die anhaltende Bedeutung einer einzigartigen Stimme

Die Anwesenheit von Espido Freire auf der Buchmesse Cuenca 2026 war einer der grossen Anziehungspunkte dieser Ausgabe. Nicht nur wegen ihrer unbestreitbaren Karriere, die mit nur 24 Jahren den Premio Planeta für Melocotones helados (Gefrorene Pfirsiche) umfasst, sondern vor allem wegen ihrer Fähigkeit, eine Verbindung zu den Lesern herzustellen. In den kleinen Gesprächsgruppen der Messe wirkte sie völlig entspannt, plauderte mit alteingesessenen Buchhändlern und signierte Exemplare mit ihrer unverwechselbaren, festen und charaktervollen Handschrift. Es ist dieselbe Energie, die sie erst vor wenigen Tagen ausstrahlte, als sie im Radiostudio Platz nahm, um unter anderem über Literatur zu sprechen, natürlich, aber auch über die Integration von Ausländern und ganz allgemein über aktuelle Themen mit menschlichem Bezug. Denn das ist es, was Espido Freire ausmacht: Sie hat sich nie im Elfenbeinturm versteckt.

«Ich habe zu viel Interesse daran, in Erinnerung zu bleiben»

Einer der Sätze, der in den letzten Tagen am häufigsten zitiert wurde und ihr Wesen perfekt auf den Punkt bringt, fiel in einem kürzlichen Interview anlässlich der Messe in Cuenca. Sie sagte es ohne zu zögern: «Ich habe zu viel Interesse daran, in Erinnerung zu bleiben». Und wohlgemerkt, das ist kein Ausdruck von Überheblichkeit, sondern ganz im Gegenteil: eine Absichtserklärung. In einer Welt, in der viel veröffentlicht und schnell gelesen wird, plädiert Freire für eine positive Form von Ehrgeiz: ein Werk zu schaffen, das Bestand hat, Worte zu finden, die von Bedeutung sind. Diese Reflexion über das literarische Gedächtnis findet in Cuenca, einer Stadt, die von Geschichte und Kultur geprägt ist, einen ganz besonderen Widerhall. Hier scheint jeder Winkel dazu aufzufordern, den Moment zu verweilen. In ihren Gesprächen machte sie klar, dass sie nicht schreibt, um Regale zu füllen, sondern um etwas Bleibendes zu hinterlassen.

Eine enge Beziehung zu den Lesern

Was Espido Freire auszeichnet, ist diese fast vertraute Beziehung zu denen, die ihre Bücher in die Hand nehmen. Bei ihren öffentlichen Auftritten, sei es auf einer Regionalmesse oder bei einem Radio-Talk, spürt man, dass sie eine von uns ist. Und sie beweist es jedes Mal, wenn sie den Mund aufmacht, denn sie spricht nicht nur über Literatur, sie lebt sie. Von ihren ersten Romanen bis zu ihren neuesten Essays hat sie mit einem Blick, der keine Verstellung duldet, die Ränder der Gesellschaft, die weibliche Psyche und die dunklen Ecken ausgelotet.

Auf der Buchmesse in Cuenca zeigte sie neben den Begegnungen mit ihren Lesern auch klar, was ihr derzeit am wichtigsten ist. Wer die Gelegenheit hatte, ihr zuzuhören, hob ihre entschiedene Verteidigung der Kultur als gesellschaftliche Säule hervor. Es ist kein Zufall, dass sie in den letzten Monaten im ganzen Land unterwegs war, von den Grossstädten bis zu kleineren Messen, denn für sie steht der Ort im Fokus, an dem ein Buch aufgeschlagen ist.

  • Ihr Auftritt in Cuenca: Als unbestrittene Hauptdarstellerin hinterliess sie denkwürdige Sätze über die Notwendigkeit, ein Vermächtnis aufzubauen.
  • Stimme im Radio: Ihre Beteiligung an den Nachmittagssendungen bewies ihre Vielseitigkeit, über gesellschaftliche Themen genauso souverän zu sprechen wie über die Zergliederung einer literarischen Figur.
  • Ein Vermächtnis im Entstehen: Jenseits aller Preise betont Espido Freire, dass ihr grösster Ehrgeiz darin besteht, dass ihre Worte lebendig bleiben.

Der Blick einer Schriftstellerin von ganzem Herzen

Mit über zwei Jahrzehnten Karriere hat es Espido Freire verstanden, sich immer wieder neu zu erfinden, ohne ihre Essenz zu verlieren. Diejenigen, die glaubten, sie würde nach dem Planeta in einem Stil verharren, mussten ihre Meinung mit jedem neuen Werk revidieren. Denn sie, die einst als eine der glänzendsten jungen Hoffnungen begann, ist zu einer der reifsten und kritischsten Stimmen der spanischen Literatur geworden. Und so hat sie sich ohne grosses Aufheben einen festen Platz in der Erinnerung ihrer Leser erarbeitet.

Während manche Schriftsteller nach der Unmittelbarkeit des Medienrums suchen, spielt Espido Freire in einer anderen Liga: derjenigen, die verstehen, dass Literatur ein Muskel ist, der mit Wahrheit trainiert wird. Und wenn man ihren Terminkalender mit Messe auf Messe und Kooperationen mit renommierten Medien betrachtet, scheint dieser Muskel in bester Verfassung zu sein. Wenn Sie die Gelegenheit haben, sie bei einer der nächsten Veranstaltungen zu erleben, zögern Sie nicht. Es lohnt sich, jemandem zuzuhören, der mit so viel Interesse daran, in Erinnerung zu bleiben, uns jeden Tag die Mittel schenkt, ein kleines bisschen besser zu verstehen, wer wir sind.