Donut Lab Festkörperakku stellt Rekord auf: Überlegener Selbstentladetest bestanden
Wenn es um den nächsten grossen Wurf in der Elektromobilität geht, sind die Blicke seit Langem auf die Festkörpertechnologie, die sogenannten Solid-State-Batterien, gerichtet. Nun hat Donut Lab gemeinsam mit der EMPA einen riesigen, konkreten Schritt in diese Zukunft gemacht. Die Anfang März veröffentlichten Testergebnisse lassen aufhorchen: Der Akku von Donut Lab scheint unsere Vorstellung von Energiespeicherung grundlegend zu verändern.
Das Problem der Selbstentladung ist jetzt Geschichte
Eines der grössten Fragezeichen der Festkörpertechnologie war ihr Verhalten bei längerer Nutzung – insbesondere die Selbstentladung. Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus verlieren allmählich ihre Ladung, selbst wenn das Auto parkt. Im Test von Donut Lab und der EMPA wurde der Akku für mehrere Wochen in Ruhe gelassen, und das Ergebnis spricht für sich: Praktisch keine Selbstentladung. Das bedeutet, dass ein Elektroauto monatelang im Parkhaus am Flughafen stehen und dennoch mit voller Ladung starten kann.
Hierbei handelt es sich nicht mehr um eine theoretische Kuriosität aus dem Labor. Donut Lab hat seinen Prototypen zu einer skalierbaren Technologie weiterentwickelt, und die unabhängigen Messungen der EMPA bestätigen die Werte. Wir haben es hier mit dem ersten Festkörperakku zu tun, der nicht nur funktioniert, sondern genau so, wie man es sich erhofft.
Was bedeutet das für Elektroautofahrer?
Bei einem Durchbruch lohnt es sich, auf die konkreten Vorteile zu schauen. Die Lösung von Donut Lab ist nicht nur ein Versprechen, sondern bringt mindestens diese Pluspunkte mit sich:
- Extrem geringe Selbstentladung: Das Auto ist immer bereit, selbst wenn es wochenlang nicht genutzt wird.
- Längere Lebensdauer: Die Festkörperstruktur hält deutlich mehr Ladezyklen aus als heutige Akkus.
- Sicherheit: Der feste Elektrolyt eliminiert das Brandrisiko, das mit flüssigen Elektrolyten verbunden ist.
- Energiedichte: Auf gleichem Raum lässt sich erheblich mehr Energie speichern – das verspricht leichtere Autos und grössere Reichweiten.
Dies sind keine Zukunftsvisionen mehr, sondern dank des Testzertifikats von Donut Lab sehr konkrete Fakten.
Die Rolle der EMPA ist kein Zufall
Schweizer Fachkompetenz stand im Zentrum dieser Entwicklung. Die in den Labors der EMPA durchgeführten Messungen sind weltweit führend, und ihre Ergebnisse werden mit Sicherheit auch von internationalen Autoherstellern genau geprüft. Donut Lab hat seine Partner klug gewählt – die in der Schweiz durchgeführte Forschung ist bekannt für ihre Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Das verleiht den Behauptungen Glaubwürdigkeit, von denen man in der Branche vielleicht schon ein wenig zu viel gehört hat.
Die Testergebnisse wurden sorgfältig dokumentiert und stehen Branchenvertretern zur offenen Einsichtnahme zur Verfügung. Das ist ein Zeichen dafür, dass Donut Lab den kritischen Blick nicht scheut – im Gegenteil. Man möchte zeigen, dass die Technologie bereit für den Sprung vom Prototypen in die Produktion ist.
Wie sieht der Zeitplan aus?
Vertreter von Donut Lab haben wiederholt betont, dass die Massenproduktion nicht mehr Jahre entfernt ist. Wenn die Tests wie geplant verlaufen, könnten wir bereits in den nächsten Jahren die ersten für die Serienproduktion geeigneten Festkörperakkus auf dem Markt sehen. Das wäre eine Revolution nicht nur für die Autoindustrie, sondern beispielsweise auch für Baumaschinen, Schiffe und den Flugverkehr. Aber vor allem bedeutet es, dass der Alltag für Elektroautobesitzer erheblich einfacher wird.
Donut Lab hat mit diesem Test gezeigt, dass es nicht einfach ein weiteres Batterie-Startup unter vielen ist. Die Zusammenarbeit mit der EMPA und die veröffentlichten Ergebnisse zur Selbstentladung setzen einen neuen Massstab für die gesamte Branche. Nun bleibt abzuwarten, wer den Staffelstab aufnimmt und die Technologie auf die nächste Stufe hebt.