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Donut Labs Festkörperakku überzeugt im Test: Selbstentladung meisterhaft unterbunden

Technologie ✍️ Matti Virtanen 🕒 2026-03-16 15:34 🔥 Aufrufe: 2
Donut Labs Festkörperakku im Test

Wenn es um den nächsten großen Sprung in der Elektromobilität geht, sind alle Blicke seit Langem auf die Festkörpertechnologie, die sogenannten Solid-State-Batterien, gerichtet. Nun haben Donut Lab und die VTT einen gewaltigen, konkreten Schritt in diese Zukunft gemacht. Die Anfang März veröffentlichten Testergebnisse lassen niemanden kalt: Der Akku von Donut Lab scheint unser Verständnis von Energiespeicherung grundlegend zu verändern.

Das Problem der Selbstentladung ist jetzt Geschichte

Eines der größten Fragezeichen der Festkörpertechnologie war ihr Verhalten über lange Nutzungsdauer – insbesondere die Selbstentladung. Herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus verlieren langsam ihre Ladung, selbst wenn das Auto nur parkt. In dem von Donut Lab und der VTT durchgeführten Test wurde der Akku für mehrere Wochen in Ruhezustand versetzt, und das Ergebnis spricht für sich: Praktisch keine Selbstentladung. Das bedeutet, dass ein Elektroauto monatelang im Parkhaus am Flughafen stehen kann und dennoch mit voller Ladung startet.

Es handelt sich hierbei nicht mehr um eine theoretische Kuriosität aus dem Labor. Donut Lab hat seinen Prototypen zu einer skalierbaren Technologie weiterentwickelt, und die unabhängigen Messungen der VTT bestätigen die Werte. Wir halten nun den ersten Festkörperakku in den Händen, der nicht nur funktioniert, sondern genau so funktioniert, wie er soll.

Was bedeutet das für E-Autofahrer?

Bei einem Durchbruch lohnt es sich, auf die konkreten Vorteile zu schauen. Die Lösung von Donut Lab ist kein bloßes Versprechen, sondern bringt zumindest diese Pluspunkte mit sich:

  • Extrem geringe Selbstentladung: Das Auto ist immer einsatzbereit, selbst wenn es wochenlang nicht genutzt wird.
  • Längere Lebensdauer: Die Festkörperstruktur hält deutlich mehr Ladezyklen aus als aktuelle Akkus.
  • Sicherheit: Der feste Elektrolyt eliminiert das Brandrisiko, das mit flüssigen Elektrolyten verbunden ist.
  • Energiedichte: Auf gleichem Raum kann erheblich mehr Energie gespeichert werden – das verspricht leichtere Autos und größere Reichweiten.

Das sind keine Zukunftsvisionen mehr, sondern durch das Testzertifikat von Donut Lab sehr konkrete Fakten.

Die Rolle der VTT ist kein Zufall

Finnische Expertise stand im Zentrum dieser Entwicklungsarbeit. Die in den Laboren der VTT durchgeführten Messungen sind Weltklasse und ihre Ergebnisse werden sicherlich auch von internationalen Autoherstellern genau geprüft werden. Donut Lab hat die richtigen Partner gewählt – die in Finnland betriebene Forschung ist bekannt für ihre Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Das verleiht den Behauptungen Glaubwürdigkeit, von denen es in der Branche vielleicht schon ein paar zu viel gegeben hat.

Die Testergebnisse wurden sorgfältig dokumentiert und stehen Branchenvertretern offen zur Einsichtnahme zur Verfügung. Das ist ein Zeichen dafür, dass Donut Lab keine kritischen Blicke scheut – im Gegenteil. Man möchte zeigen, dass die Technologie bereit ist, den Schritt vom Prototypen in die Produktion zu schaffen.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Vertreter von Donut Lab haben mehrfach betont, dass die Massenproduktion nicht mehr Jahre entfernt ist. Wenn die Tests wie geplant verlaufen, könnten wir die ersten für die Serienproduktion geeigneten Festkörperakkus schon in den nächsten Jahren auf dem Markt sehen. Das würde nicht nur eine Revolution in der Autoindustrie bedeuten, sondern auch zum Beispiel bei Arbeitsmaschinen, Schiffen und im Flugverkehr. Aber vor allem bedeutet es, dass der Alltag für E-Autobesitzer erheblich einfacher wird.

Donut Lab hat mit diesem Test gezeigt, dass man nicht nur ein weiteres Start-up unter vielen ist. Die Zusammenarbeit mit der VTT und die veröffentlichten Ergebnisse zur Selbstentladung setzen einen neuen Maßstab für die gesamte Branche. Nun bleibt abzuwarten, wer sich traut, dies aufzugreifen und die Technologie auf die nächste Stufe zu heben.