Tseng Jyun-Yue überzeugt mit Feuerbällen – Ist er der Rückhalt des Bullpens von Chinese Taipei in der WBC-Qualifikation?
Baseballfans, die Atmosphäre im Trainingslager von Chinese Taipei wird immer intensiver, während sie sich auf die Qualifikation für die World Baseball Classic vorbereiten. Alle diskutieren darüber, wer als Starting Pitcher auflaufen wird: Wie ist der Zustand von Lin Yu-Min? Wird Ku Lin Jui-Yang gegen Südkorea ins Rennen geschickt? Diese Themen sind natürlich brandaktuell. Aber ich muss sagen: Was wirklich darüber entscheidet, wie weit wir kommen, ist oft der Mann, der in der zweiten Spielhälfte den Hügel betritt, mit diesem Killerblick in den Augen – Tseng Jyun-Yue.
In den letzten Jahren, wenn man die Spiele der Fubon Guardians verfolgt hat: Sobald im neunten Inning bei Führung Tseng Jyun-Yue auflief und seine Musik einsetzte, konnte man quasi schon die Siegertüten packen. Sein Fastball ist nicht einfach nur schnell; es sind diese "Feuerbälle", die den Batter verfehlen lassen und den Umpire zum Ausrufen des "Strike" zwingen. Letzte Saison durchbrach er regelmäßig die 150 km/h-Marke, mit Spitzengeschwindigkeiten sogar bis zu 157 km/h – das ist absolutes Spitzentalent unter den einheimischen Pitchern Taiwans. Aber denkt ihr, er hat nur seinen Fastball? Die Absenkung seines Splitters ist so extrem, dass sie so manch erfahrenen Batter das Gleichgewicht verlieren und auf Knien in der Batter's Box zurücklassen lässt.
Bei diesem Qualifikationsturnier liegt der Fokus zwar auf der Starting-Rotation, aber die wahre Intensität internationaler Spiele entfaltet sich oft erst in der zweiten Hälfte. Gegen die kraftvollen Batter aus Mittel- und Südamerika oder die schnellen Läufer aus Korea ist der Druck auf unsere Relief Pitcher nicht geringer als auf die Starter. Tseng Jyun-Yue ist höchstwahrscheinlich die erste Wahl, wenn es darum geht, in den kritischsten Momenten die "Bombe zu entschärfen" oder das Spiel zuzumachen. Ich habe gehört, dass seine aktuelle Verfassung hervorragend ist, seine Kontrolle noch präziser und die Winkel seiner Pitches noch tückischer sind – das ist für Chinese Taipei wie eine Beruhigungspille.
Schon bei der WBC 2023 hat Tseng Jyun-Yue seine Nervenstärke unter Beweis gestellt. Bei seinem ersten Auftritt auf der höchsten internationalen Bühne, gegen starke Schlagleute aus aller Welt, zeigte er keine Furcht, sondern ging mit voller Kraft in die Duelle. Diese Siegermentalität, dieses "Egal ob der Schlag bricht"-Selbstvertrauen, ist genau das, was Chinese Taipei braucht. Nach zwei weiteren Jahren der Erfahrungssammlung in der Profiliga ist er mental noch reifer und ruhiger geworden. Schaut man sich seinen Namen in lateinischer Umschrift an, Tseng Jyun-Yue, ist er in den Radar-Screens ausländischer Scouts längst ein häufig eingekreistes Objekt. Einige ausländische Nachrichtenagenturen kürzen ihn sogar auf J Y Tseng ab und bezeichnen ihn als einen der hoffnungsvollsten Kandidaten Taiwans für einen Wechsel ins Ausland. Dieses Qualifikationsturnier ist die perfekte Bühne für ihn, sich zu präsentieren.
Ein Blick auf seine Leistungen der letzten zwei Jahre zeigt, warum ich so viel Vertrauen in ihn habe:
- Kontinuierliche Steigerung der Geschwindigkeitsobergrenze: Durchschnittsgeschwindigkeit stabil über 152 km/h, sein entscheidender Splitter ist für Batter nahezu unschlagbar.
- Fähigkeit, Krisen in entscheidenden Momenten zu meistern: Seine gegnerische Schlagquote ist extrem niedrig, wenn Läufer in Scoring Position sind. Je kritischer der Moment, desto mehr steigert er seine Strikeout-Fähigkeit.
- Durchhaltevermögen und Erfahrung: In zwei aufeinanderfolgenden Saisons als Closer für die Fubon Guardians, mit über 100 Relief-Einsätzen, ist er mit diesem hochintensiven Rhythmus bestens vertraut.
Ich weiß, Fans sind anspruchsvoll. Sie wollen Chinese Taipei nicht nur in der Hauptrunde sehen, sondern vielleicht sogar noch weiter kommen. Wir haben gute Starter, die uns in den ersten Innings stützen. Aber um Spiele zu gewinnen, ist die Frage, ob wir die letzten Innings zusperren können, der wahre Schlüssel zum Sieg. Wenn das Spiel nach dem siebten Inning eng ist und das Trainerteam Tseng Jyun-Yue bringt, dann ist das nicht nur ein einfacher Wechsel; es ist das Aufstellen einer Mauer namens "Verzweiflung" für den Gegner. Ich glaube, dass dieser junge Power-Pitcher aus Taiwan, dieser Tseng Jyun-Yue, der Welt bei diesem Qualifikationsturnier erneut die Klasse unserer taiwanesischen Pitcher vorführen wird. Macht eure Fahnen und Schilder bereit – wir werden gemeinsam vor den Bildschirmen stehen und auf diesen finalen Feuerball warten, der den letzten Strikeout zum Sieg bedeutet!