Die Braut! ist da: Warum alle über Maggie Gyllenhaals verrücktes Frankenstein-Comeback sprechen
Na endlich ist es so weit. Nach monatelangen Spekulationen, einer glamourösen London-Premiere und genug Online-Gerede, um einem schwindelig zu werden, hält Maggie Gyllenhaals The Bride! heute Einzug in die Kinos in Neuseeland. Und ganz ehrlich? Ihr werdet nicht glauben, was die Kritiker dazu sagen. Es ist selten, dass ein Film in einem Atemzug sowohl als "katastrophaler Fehlschuss" als auch als "berauschend" bezeichnet wird, aber wir sind jetzt genau hier.
Ein Monster der anderen Art
Vergesst alles, was ihr über Frankenstein zu wissen glaubt. Gyllenhaal hat die klassische Geschichte genommen und in einen Mixer geworfen, zusammen mit der Ästhetik von Chicago-Gangstern der 1930er Jahre, einer Prise feministischer Wut und – haltet euch fest – ausgewachsenen Musical-Einlagen. Wir haben Jessie Buckley in einer Doppelrolle als Autorin Mary Shelley und als ermordete Geliebte namens Ida, die wiederbelebt wird, um eine Gefährtin für Frank zu sein, gespielt von einem seelenvollen Christian Bale. Werft Annette Bening als verrückte Wissenschaftlerin, Penélope Cruz als Detektivin und Jake Gyllenhaal als singenden und tanzenden Entertainer in den Mix, und ihr habt ein Rezept für entweder Genie oder glorreiches Desaster.
Die Kritiker liegen im Clinch
Wenn ihr dieses Wochenende ins Kino geht, solltet ihr euch vielleicht auf was gefasst machen. Dies ist keine dieser höflichen, mittelmäßigen Veröffentlichungen. Die Sperrfrist ist aufgehoben, und die Meinungen sind brandheiß und wild gespalten. Hier ein Vorgeschmack auf das Schlachtfeld:
- Die Begeisterten: Einige Kritiker sind völlig hin und weg, vergeben Höchstnoten und loben den "irrwitzigen Wahnsinn" und das "bizarre und unterhaltsame Spektakel". Sie sehen ein feministisches Punk-Rock-Meisterwerk, das volles Risiko geht und den Ball im Tor versenkt.
- Die Verrisse: Auf der anderen Seite hat ein lautstarkes Lager den Film regelrecht zerlegt, wobei ein Kritiker ihn bekanntermaßen als "heulenden Fehlschuss" bezeichnete. Andere beschreiben Buckleys Leistung als "erstaunlich schlecht" und das gesamte Unterfangen als "vernichtende Enttäuschung", getränkt in "Ungeschicklichkeit". Autsch.
- Die Mitte: Einige sind abgewogener, erkennen das immense Talent auf der Leinwand an, bedauern aber, dass alles in einem selbstverliebten Chaos endet, das nicht einmal die vereinte Strahlkraft von Bale und Buckley retten kann.
Es ist, als hätten die Kritiker alle völlig unterschiedliche Filme gesehen. Die einen sehen ein feministisches Meisterwerk, die anderen einen zweistündigen Zugunglück. Eines aber ist sich jeder einig: Jessie Buckley gibt ihr absolut Bestes, auch wenn das Endergebnis die Gemüter spaltet.
Also, sollte man ihn sich ansehen?
Schaut, wer es im Kino gerne sicher und vorhersehbar mag, sollte hier vielleicht lieber passen und zum hundertsten Mal Father of the Bride wiederholen – oder sich zur Abwechslung mal eine Reality-Dosis Don't Tell the Bride gönnen, wenn man chaotische Hochzeiten ohne das Kinorisiko will. Aber wenn ihr zu den Leuten gehört, die es lieben, wenn Filmemacher volles Risiko gehen – selbst auf die Gefahr hin, zu scheitern – dann ist The Bride! ein Muss. Es ist ein Dauerbrenner, die Art von Film, über den man sich mit seinen Kumpels in der Kneipe streiten wird. Ist es eine brillante, verdrehte feministische Fabel oder ein monströser Zugunglück? Ganz ehrlich, es könnte beides sein.
Und als kleine, kuriose Randnotiz: Während ihr darüber nachdenkt, denkt auch mal an unsere heimische Vogelwelt. Genau in dem Moment, in dem diese chaotische Bride auf unsere Bildschirme kommt, könnte ihr Namensvetter in den Feuchtgebieten gesichtet werden. Die Australische Moorente, auch Mähnenente genannt, fühlt sich hier als seltener Brutvogel immer wohler, besonders um das Waimea Inlet herum seit 2015. Weit weg vom gotischen Chaos des Chicago der 1930er Jahre, aber der Beweis, dass einzigartige Charaktere – ob vogel- oder filmisch – immer einen Weg finden, Eindruck zu hinterlassen. Für diejenigen, die ihre Unterhaltung etwas weniger avantgardistisch mögen, ist vielleicht Mother of the Bride eher euer Ding – auch wenn ihr dort keine wiederbelebten Gangsterbräute finden werdet.
Was den Film selbst betrifft? Er ist das filmische Äquivalent zu einer Moorente: leicht deplatziert, völlig unverwechselbar und unmöglich zu ignorieren. Ob ihr ihn am Ende lieben oder hassen werdet, The Bride! ist ein Gesprächsstoff-Lieferant. Und in einer Welt voller seelenloser Fortsetzungen ist das manchmal genau das, was wir brauchen.