Toronto Maple Leafs vs. Minnesota Wild: Schaffen die Leafs die Wende auf fremdem Eis?
Ihr kennt das Gefühl, Eishockey-Fans. Es ist ein kalter Novemberabend, und eure Toronto Maple Leafs laufen in der Xcel Energy Center gegen ein Team der Minnesota Wild auf, das vor heimischem Publikum immer ein harter Brocken ist. Aber diesmal liegt eine andere Art von Kälte in der Luft – die Kälte, die von einem Maple Leafs-Team ausgeht, das verzweifelt versucht, seine miserable Auswärtsserie in der Scotiabank Arena abzuschütteln. Wir kennen dieses Drehbuch, und ehrlich gesagt, es langweilt uns langsam.
Seien wir ehrlich: Das Duell Maple Leafs gegen Wild verspricht immer interessantes Eishockey. Zwei Teams, die läuferisch mithalten können, aber momentan dreht sich alles um Torontos Höllen-Trip auf fremdem Eis. Erst kürzlich haben sie auswärts wieder eine Partie verloren – ein Spiel, in dem der Einsatz phasenweise stimmte, das Ergebnis aber letztlich entglitt. Das ist so eine Phase, die den Charakter eines Teams auf die Probe stellt, und jeder in der Kabine weiß, dass sie die Reißleine ziehen müssen, bevor die Sache völlig aus dem Ruder läuft.
Berubes Botschaft: Kampfgeist statt Glanzparaden
Craig Berube hat vor dem Spiel gesprochen, und man merkte, dass der Coach sich auf eines fokussiert: Einfachheit. Es ging ihm nicht um Systemumstellungen oder große Reihenwechsel. Stattdessen drehte sich alles um die Mentalität. Er fordert von seinen Jungs, die Eins-gegen-Eins-Duelle an der Bande zu gewinnen, nicht zu verspielt durch die neutrale Zone zu kommen und sich daran zu erinnern, dass der schönste Spielzug manchmal ein harter, druckvoller Forecheck ist, der die Wild-Abwehr zu Fehlern zwingt. Man sieht ihn dort oben mit den Zähnen knirschen – er weiß, dass diese Mannschaft das Können hat, aber die Auswärtsspiele haben offenbart, dass es ihr an der nötigen Bissigkeit und Konstanz mangelt, um in fremden Hallen Punkte zu klauen.
Die Schlüsselduelle im Spiel Minnesota Wild gegen Toronto Maple Leafs
Wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen, kann man sicher sein, dass die Trainer bestimmte Duelle eingeplant haben, die den Ausgang entscheiden könnten. Meiner Meinung nach wird dieses Aufeinandertreffen von Maple Leafs gegen Wild hier gewonnen oder verloren:
- Auston Matthews gegen das Top-Verteidigungspaar der Wild: Matthews war zuletzt in Fahrt, aber die Defensivstruktur Minnesotas ist erdrückend. Sobald er sich in der Nähe des Slots blicken lässt, werden sie über ihn herfallen. Kann er sich gegen die Haken und Halter durchsetzen, um zu seinen Abschlüssen zu kommen?
- Morgan Rielly gegen Kirill Kaprizov: Das ist das Glamour-Duell. Rielly wird bei ausgeglichener Stärke viel gegen Kaprizov verteidigen, und der russische Star kann jeden Verteidiger auf offenem Eis alt aussehen lassen. Rielly muss eng an ihm dranbleiben, ihn nach außen abschieben und seinen Stock nutzen, um diese gefürchteten Querpässe von Kaprizov zu unterbinden.
- Die unteren Reihen der Leafs gegen Minnesotas Tiefe: Hier werden solche Spiele oft entschieden. Torontos dritte und vierte Reihe waren auswärts unsichtbar. Wenn sie keine Druckphasen in der Offensivzone erzeugen und kein schmutziges Tor beisteuern können, werden die Top-Stars bis zum Umfallen geschunden.
Die Torhüter-Frage
Wir haben noch gar nicht über den Kasten gesprochen. Die Wild haben scheinbar immer einen Goalie, der gegen die Leafs über sich hinauswächst, und wer auch immer für Minnesota zwischen den Pfosten steht – ob Fleury oder Gustavsson – wird früh mit Schüssen eingedeckt. Torontos Schlussmann hingegen muss einfach nur solide halten. Keine weichen Dinger. An einem Abend, an dem Tore gegen eine disziplinierte Wild-Mannschaft vielleicht Mangelware sind, könnte ein frühes dummes Gegentor der Sargnagel sein. Es ist zwar abgedroschen, aber das erste Tor heute fühlt sich enorm wichtig an.
Hört zu, ich werde nicht so tun, als ob das jetzt im November ein alles entscheidendes Spiel wäre. Aber für ein Team mit Stanley-Cup-Ambitionen wäre eine weitere Niederlage gegen einen starken Gegner wie die Wild – noch dazu auswärts – das falsche Signal. Wir haben Berube seit seiner Amtsübernahme davon predigen hören, eine bestimmte Identität aufzubauen. Heute, gegen eine knallharte Mannschaft aus Minnesota, ist die perfekte Gelegenheit zu zeigen, dass das nicht nur leere Worte sind. Das Rampenlicht ist an, die Bühne bereitet, und wir werden gleich sehen, ob diese Mannschaft endgültig genug davon hat, mit leeren Händen nach Hause zu fahren.