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Finnair-Urlaubsmaschine im Sturm über Lanzarote: Mehrere Landeversuche – Situation wurde genau verfolgt

Nachrichten ✍️ Mikko Virtanen 🕒 2026-03-27 16:31 🔥 Aufrufe: 1

Manchmal bleibt die Rückreise aus dem Urlaub eben aus ganz anderen Gründen in Erinnerung als der eigenen Bräune. So erging es letzte Woche jenen Passagieren, die mit Finnair von Lanzarote zurückfliegen wollten. Die Situation wurde genau verfolgt – und es handelte sich keineswegs um ein einmaliges Missgeschick: Vergleichbare Szenen spielten sich auf demselben Flughafen gleich für mehrere Maschinen ab.

Finnair-Flugzeug im Wind auf Lanzarote

Angespannte Atmosphäre am Flughafen – Mehrere Versuche und schließlich eine Umleitung

Ich selbst hatte die Lage über eine Flugverfolgungs-App und in den sozialen Kanälen verfolgt, als die Meldungen hereinkamen. Die Urlaubsmaschine von Finnair versuchte die Landung auf Lanzarote, musste jedoch feststellen, dass das Wetter dies schlichtweg nicht zuließ. Augenzeugen zufolge schwankte das Flugzeug im Wind wie ein Blatt im Sturm. Ein Versuch, ein zweiter – schließlich musste die Maschine abdrehen und einen anderen Flughafen ansteuern. Nicht gerade das, was man sich nach dem Urlaub wünscht.

Was in diesem Fall jedoch besonders auffiel: Finnair war nicht allein betroffen. Am selben Tag wurden auf Lanzarote zeitweise Windböen von über 70 Kilometern pro Stunde gemessen, was eine Landung schnell unmöglich macht – vor allem, wenn sie aus der falschen Richtung kommen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Flugzeuge in derselben Lage auf dem Flughafen. Einige flogen Warteschleifen in der Hoffnung, dass der Wind nachlassen würde, doch letztlich mussten viele dieselbe Entscheidung treffen wie die finnische Maschine.

Experten unter Piloten fragen: Wann wird es zu riskant?

Darüber musste ich mit Insidern aus der Branche sprechen. Dort lässt man nichts dem Zufall über, sondern beleuchtet genau, was im Cockheet wirklich im Kopf eines Piloten vorgeht. Einer der Experten erinnerte daran, dass die Entscheidungsfindung in einer solchen Situation simpel sei: Wenn man sich nicht sicher ist, geht man nicht rein. Der Flughafen Lanzarote ist bekannt für seine tückischen Windverhältnisse, und auch wenn Flugzeuge für starke Winde ausgelegt sind, liegt es letztlich immer in der Verantwortung des Kapitäns, die Entscheidung zu treffen, die die Passagiere in Sicherheit bringt.

Und diese Entscheidung wurde getroffen. Die Finnair-Maschine landete schließlich sicher auf einem anderen Flughafen, und die Passagiere wurden per Bus zurückgebracht. Darauf kommt es an. Nicht darauf, dass man eine halbe Stunde früher am Ziel gewesen wäre.

  • Starker, böiger Wind: Lokalen Angaben zufolge wurden in der Nähe des Flughafens starke Seitenwinde gemessen, die für viele Flugzeugtypen die Sicherheitsgrenzen überschritten.
  • Mehrere Versuche: Zahlreiche Flugzeuge mussten mindestens zwei Landeanflüge versuchen, bevor sie zu einem Ausweichflughafen weiterflogen.
  • Kein technischer Defekt: Das möchte ich betonen, weil viele zuerst an eine Panne denken. Hier ging es einzig um das Wetter, und jede Maschine überstand die Situation unbeschadet.

Was bedeutet das für künftige Urlauber?

Wer eine Reise auf die Kanarischen Inseln plant oder kurz vor dem Aufbruch steht: Dieser Vorfall ist kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Er zeigt, dass das System funktioniert. Die Wettervorhersagen für Lanzarote versprechen für die kommenden Tage eine Beruhigung. Derartige Stürme sind in der Region zu dieser Jahreszeit typisch, halten sich aber meist nicht lange.

Was mich persönlich nachdenklich stimmt, ist, wie wenig Passagiere manchmal darüber wissen, was Flugkapitäne im Ernstfall leisten müssen. Man sitzt da im Sitz, der Sitznachbar seufzt genervt auf, weil es in eine „falsche“ Stadt geht. Aber wenn man dann Aufnahmen vom Verhalten der Maschine am Himmel sieht, wird schnell klar: Da hat der Kapitän einen gerade vor einer Situation bewahrt, die richtig brenzlig geworden wäre.

Am Ende ist alles gut ausgegangen. Die Flugzeuge wurden betankt, die Passagiere umgebettet, und die Urlauber sind zu Hause – etwas verspätet, aber sicher. Und das ist schließlich das Wichtigste.