Im Sturm über Lanzarote: Finnairs Urlaubsflieger scheitert bei Landung – die Lage war angespannt
Manchmal bleibt die Rückkehr aus dem Urlaub aus ganz anderen Gründen im Gedächtnis als wegen der Bräune. So erging es letzte Woche jenen Passagieren, die mit Finnair von Lanzarote zurückfliegen wollten. Die Lage wurde genau verfolgt, und es handelte sich keineswegs um einen einmaligen Zwischenfall – mehrere Flugzeuge hatten am selben Flughafen mit ähnlichen Problemen zu kämpfen.
Angespannte Atmosphäre am Flughafen – mehrere Versuche und schließlich die Umleitung
Ich selbst verfolgte die Lage über eine Flug-Tracking-App und die sozialen Medien, als die Meldungen hereinkamen. Finnairs Urlaubsflieger versuchte die Landung auf Lanzarote, musste aber feststellen, dass das Wetter es schlichtweg nicht zuließ. Augenzeugen zufolge schwankte die Maschine im Wind wie ein Blatt im Sturm. Ein Versuch, ein zweiter – und schließlich musste das Flugzeug abdrehen und Kurs auf einen anderen Flughafen nehmen. Das ist nicht das, was man sich nach dem Urlaub wünscht.
Aber was in diesem Fall besonders ins Auge stach: Finnair war nicht allein. Am selben Tag erreichten die Windböen auf Lanzarote zeitweise über 70 Kilometer pro Stunde, was eine Landung schnell unmöglich macht, vor allem wenn sie aus der falschen Richtung kommen. Damals befanden sich mehrere Flugzeuge in derselben Situation am Flughafen. Einige flogen Warteschleifen in der Hoffnung auf nachlassenden Wind, doch viele mussten letztlich die gleiche Entscheidung treffen wie die finnische Maschine.
Pilotenexperten diskutieren: Wann wird es zu riskant?
Darüber musste ich mit Insidern der Branche sprechen. Dort wird nichts dem Zufall überlassen, sondern genau analysiert, was im Cockpit wirklich vor sich geht. Einer der Experten erinnerte daran, dass die Entscheidungsfindung in einer solchen Situation simpel ist: Wenn man sich nicht sicher ist, lässt man es. Die Landebahn auf Lanzarote ist bekannt für tückische Winde, und obwohl die Flugzeuge starken Böen standhalten, liegt die letzte Verantwortung immer beim Kapitän, die Entscheidung zu treffen, die die Passagiere in Sicherheit bringt.
Und diese Entscheidung wurde getroffen. Die Finnair-Maschine landete schließlich sicher auf einem anderen Flughafen, und die Passagiere wurden mit Bussen zurückgebracht. Darauf kommt es an. Nicht, dass man eine halbe Stunde früher am Ziel ist.
- Böiger Wind: Laut örtlichen Quellen wurden in der Nähe des Flughafens starke Seitenwinde gemessen, die die Sicherheitsgrenzen mehrerer Flugzeugtypen überschritten.
- Mehrere Versuche: Zahlreiche Flugzeuge mussten mindestens zwei Landeanflüge versuchen, bevor sie zu Ausweichflughäfen weiterzogen.
- Kein technischer Defekt: Das betone ich, weil viele zuerst an eine Panne denken. Es ging einzig um das Wetter, und jede Maschine überstand die Situation unbeschadet.
Was bedeutet das für künftige Urlauber?
Wenn Sie eine Reise auf die Kanaren planen oder kurz davorstehen: Dieser Vorfall ist kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Er zeigt, dass das System funktioniert. Die Wettervorhersagen für Lanzarote versprechen für die kommenden Tage eine Beruhigung. Derartige Stürme sind in der Region zu dieser Jahreszeit typisch, in der Regel aber schnell vorüberziehend.
Was mich persönlich nachdenklich stimmt, ist, wie wenig Passagiere wissen, was Flugkapitäne manchmal leisten müssen. Man sitzt da im Sitz, nebenan seufzt jemand, weil es in die "falsche" Stadt geht. Aber wenn man sich dann Videos davon ansieht, wie die Maschine am Himmel agiert, wird schnell klar: Der Kapitän hat euch gerade vor einer Situation bewahrt, die richtig brenzlig hätte werden können.
Am Ende ging alles gut. Die Flugzeuge wurden betankt, die Passagiere wurden umgebucht, und die Urlauber sind zu Hause – etwas verspätet, aber sicher. Und das ist schließlich das Wichtigste.