Grizzlies vs. Celtics: Die „Big Three“ aus Boston auf Wiedergutmachungskurs gegen starke Memphis Grizzlies
Heute Abend liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Wenn die Boston Celtics in die Bluff City einmarschieren, um gegen die Memphis Grizzlies anzutreten, ist das niemals nur ein weiterer Dienstag im Kalender. Es ist ein Schwergewichtskampf im Gewand eines regulären Saisonspiels. Da sich das Playoff-Bild immer weiter schärft, hat dieses Duell zwischen Grizzlies und Celtics alles, was man sich von einer möglichen Vorschau auf das Finale der Eastern Conference erwartet – vorausgesetzt natürlich, dass sich Memphis zuvor im Westen durchsetzen kann.
Verletzungsstatus: Das Warten auf Tatum
Die größte Schlagzeile aus Beantown dreht sich heute Morgen um die Fitness ihres Leitsterns. Jayson Tatum wird offiziell als „Fraglich“ geführt. „Fraglich“ an einem Märznachmittag bedeutet im Scheinwerferlicht oft „wahrscheinlich“, aber man sollte das niemals als selbstverständlich hinnehmen. Wenn Tatum ausfallen sollte, verändert das die gesamte Geometrie des Spielfelds. Ohne ihn würde der Offensivrhythmus der Celtics zu einem völlig anderen Gebilde – eines, das dann stark auf Jaylen Brown und Derrick White angewiesen ist, die die Last im Angriff gegen eine Grizzlies-Verteidigung tragen müssen, die Blut wittert. Auf Seiten Memphips ist die Lage relativ entspannt, was für ein Team, das mit der physischen Intensität von Taylor Jenkins spielt, selten ist. Sie werden voraussichtlich fast in Bestbesetzung antreten, was bedeutet, dass das Duell im Backcourt zwischen Jrue Holiday und Ja Morant ein absolutes Kampfspiel werden wird.
Alte Schule trifft neue Schule
Was mir an diesem Aufeinandertreffen gefällt, ist der Kontrast der Spielstile. Die Grizzlies haben trotz ihrer jüngsten Erfolge gegen Schwergewichte wie die Golden State Warriors immer noch diese Grit-and-Grind-DNA in ihren Adern. Sie wollen das Tempo im Fastbreak hochhalten und dich in der Zone bestrafen. Die Celtics hingegen sind, wenn sie in ihrem Rhythmus sind, eine Meisterklasse im strukturierten Fünf-Mann-Angriffsspiel.
Apropos Struktur: Gehen wir zurück zu jener denkwürdigen Nacht vom 15. Januar 1998. Die Schlagzeile damals: „Our Big Special Boy Goes OFF in Boston“. Es war der erste wirklich „denkwürdige“ Moment zwischen diesen beiden Franchises. Ein junges, ungestümes Grizzlies-Team kam in den alten Boston Garden und ließ die Zuschauer sprachlos zurück. Es erinnert daran, dass die Geschichte keine Rücksicht auf Tabellenplätze nimmt. Memphis hat schon immer hart gegen Boston gespielt, und die Atmosphäre heute Abend in der FedExForum wird feindselig sein.
Runde 2 im Überblick: Die Playoff-Auswirkungen
Wir können über dieses NBA: Grizzlies vs. Celtics-Duell nicht sprechen, ohne das große Ganze zu betrachten. Während Boston derzeit mit den Milwaukee Bucks um die Spitzenposition im Osten kämpft – diese Rivalität zwischen den Boston Celtics und den Milwaukee Bucks köchelt gerade ordentlich vor sich hin –, blickt Memphis nervös auf das Chaos in der Tabelle. Ein Sieg hier für die Grizzlies wäre nicht nur ein Statement; er wäre auch eine notwendige Verschnaufpause. Die Spiele wie Magic vs. Knicks & Hawks vs. Sixers werden Wellen in der Tabelle schlagen, aber meiner Meinung nach ist dies hier der Hauptkampf. Und wenn Sie eine Vorschau auf die erste Runde sehen wollen, schauen Sie sich die Runde-2-Übersicht: Philadelphia 76ers vs. Miami Heat-Szenarien an. Das sind zwei Teams, die wissen, wie man eine Serie in einen Abnutzungskampf verwandelt. Aber heute Abend? Heute Abend dreht sich alles um Tempo, Athletik und zwei der hellsten jungen Stars der Liga, die eine große Show abliefern.
Darauf werde ich achten, wenn der Ball hochgeworfen wird:
- Der Krieg der Point Guards: Ja Morant vs. Jrue Holiday. Holiday ist vielleicht der beste defensive Guard der Liga, aber Morants erster Schritt ist wohl der schnellste. Wenn Ja den ersten Druck überwindet, wird die Verteidigung der Celtics um den Korb früh und oft auf die Probe gestellt.
- Die Produktion der Bank: Die zweite Garde Bostons war auswärts bislang inkonsistent. Die Bank der Grizzlies, angeführt von Spielern wie Santi Aldama, neigt dazu, das Momentum schnell zu drehen. Wer die Minuten ohne die Stars gewinnt, gewinnt wahrscheinlich auch das Spiel.
- Die Freiwurf-Differenz: Memphis lebt in der Zone. Boston lebt an der Perimeterlinie. Wenn der Schiedsrichter früh eng pfeift, kommt das den Grizzlies entgegen.
Alle sprechen hier von einem 50:50-Spiel. Aber wenn ein Team wie Memphis Besuch von einem prominenten Gegner aus dem Osten bekommt, dann zehren sie von dieser Energie. Die Celtics haben die Erfahrung, aber die Grizzlies haben die Verzweiflung eines jungen Teams, das beweisen will, dass es im gleichen Atemzug wie die Titelaspiranten genannt werden darf. Es wird laut werden. Es wird physisch werden. Und wenn Tatum spielt, können wir davon ausgehen, dass er versuchen wird, die Menge früh zum Schweigen zu bringen. Das ist eine Partie, die Sie nicht verpassen sollten.