Bulldogs vs. Panthers: Die Nacht, in der die 6:1-Außenseiter die NRL erschütterten
Wenn du das Spiel am Donnerstagabend ausgelassen hast, weil du dachtest, es sei eine ausgemachte Sache – dann wirst du dich jetzt wahrscheinlich in den Hintern beißen. Die Penrith Panthers kamen ins Accor Stadium und sahen aus wie eine absolute Maschine. Sie standen bei 5:0 Siegen. Ihre Punktedifferenz war historisch. Und sie trafen auf ein Bulldogs-Team, das gerade seinen Kapitän verloren hatte und in der Defensive wackelte. Die Buchmacher setzten Penrith bei 1,25. Das Duell Bulldogs vs. Panthers sollte ein Massaker werden. Stattdessen erlebten wir die Sensation des Jahres.
Lass mich dich durch diesen Rückblick zu Bulldogs vs. Panthers führen, denn das Endergebnis (28:16) erzählt noch nicht einmal die halbe Geschichte. Das war kein glücklicher Sieg. Die Dogs besiegten den Meister mit dessen eigenen Waffen: Physis und Biss.
Galvin stellt die Kritiker auf beeindruckende Weise zum Schweigen
Die ganze Woche über hieß es, dass der junge Lachlan Galvin nicht den Ansprüchen genüge. Die Gerüchte waren laut. Aber der 20-jährige Halfback nutzte das Geschwätz als Treibstoff. In einer Nacht, in der Nathan Cleary sein 200. NRL-Spiel bestritt, war es die Nummer sieben der Bulldogs, die die Fäden zog.
Vom Anpfiff weg war Galvins Zusammenspiel mit Jacob Preston auf der rechten Außenbahn schlicht Dynamit. Sie zerschnitten Penriths Linie wie Butter. Diese Verbindung schuf die Feldposition, damit Viliame Kikau früh im Spiel gegen seinen alten Club durchbrechen konnte. Kikau, wie er Isaah Yeo abstreift und Cleary umrennt? Das setzte das Zeichen. Wenn du einen Leitfaden suchst, wie du Bulldogs vs. Panthers-Spielszenen fürs Training nutzen kannst – schau dir einfach Galvins kurzes Passspiel an. Lehrbuch.
Der Wendepunkt: Die Strafbank und der Ausbruch
Penrith wirkte neben der Spur. Als Schiedsrichter Gerard Sutton den jungen Casey McLean wegen eines Schulterchecks gegen Max King auf die Strafbank schickte, witterten die Dogs Morgenluft. Jacob Kiraz legte fast sofort zum 10:0 nach. Als Samuel Hughes sich kurz vor der halben Stunde zum Versuch durchstreckte, stand es 16:0. Das Accor Stadium vibrierte.
Fairerweise muss man sagen, dass die Panthers nicht aufgaben. Dylan Edwards ist ein Phänomen. Sein Versuch aus dem Gassengewirr heraus brachte sie wieder ins Spiel, und als Tom Jenkins seinen 13. Versuch der Saison auf der berüchtigten linken Seite erzielte, hieß es 16:12. Das Comeback schien unvermeidlich.
Warum die Panthers (endlich) menschlich wirkten
Hier kommt der Realitätscheck für Penrith-Fans. Fünfzehn Fehler. Mit fünfzehn Fehlern gewinnt man keine Spiele. Cleary hatte einen unglücklichen 200. Auftritt – ein schlechter Pass, der zu einem frühen Bulldogs-Versuch führte, und ein weiterer, der über Luke Garners Kopf segelte. Selbst die Besten haben schlechte Tage.
Aber man muss auch Anerkennung zollen, wo sie gebührt. Die Defensive der Bulldogs, die in zwei Wochen 56 Punkte zugelassen hatte, stand wie eine Mauer.
- Bronson Xerri: Zurück aus der Versenkung und spielte den letzten Pass zu Kiraz' Versuch. Sieht hungrig aus.
- Die rechte Außenverteidigung: Sie hielt Brian To'o ruhig. Das passiert nicht von ungefähr.
- Kurt Manns Hit: Wurde zwar gemeldet, aber er brachte die Penrith-Stürmer durcheinander.
Die Entscheidung: Sitili lässt die Dogs ausrasten
Neun Minuten vor dem Ende, beim Stand von 16:16, stand das Spiel auf Messers Schneide. Die meisten Fans erwarteten, dass Penrith den Sack zumacht. Das ist, was sie tun. Aber Galvin hatte andere Pläne. Er schickte Preston in eine klaffende Lücke, und der Zweite-Reiher bewies ein unglaubliches Auge, um den Ball innen an Sitili Tupouniua weiterzuleiten, der durchbrach. 22:16.
Das Stadiondach hob fast ab, als Tupouniua den Sieg perfekt machte. Die Panthers waren bei Anpfiff 6:1-Außenseiter? Sie spielten wie der Favorit bei 1,05. Das ist die Schönheit der NRL. Gerade wenn man denkt, die Tabelle sei in Stein gemeißelt, erinnern die Bulldogs alle daran, dass diese Meisterschaft völlig offen ist.
Fazit: Wenn du das Spiel live verpasst hast – tu dir einen Gefallen und schau dir die Wiederholung an. Das war eine Meisterklasse in Sachen Widerstandsfähigkeit von Cameron Ciraldos Männern. Für Penrith ist es ein Weckruf. Für die Bulldogs ist es eine Ansage, dass ihr Finaleinzug 2024 kein Zufall war. Auf geht's in Runde 7.