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Atletico Madrid vs. Getafe: Schmutziger 1:0-Sieg beschert Platz drei in La Liga

Sport ✍️ Liam Connolly 🕒 2026-03-14 19:15 🔥 Aufrufe: 1
Die Spieler von Atletico Madrid feiern Nahuel Molinas Tor gegen Getafe

Es gibt Spiele, die sind eine Augenweide, und dann gibt es Spiele, bei denen es einfach nur darum geht, die drei Punkte einzufahren. Die Samstagsbegegnung zwischen Atlético Madrid und Getafe im Riyadh Air Metropolitano war eindeutig Letzteres. Die Mannschaft von Diego Simeone kämpfte, holte das Ergebnis heraus und sicherte sich einen kostbaren 1:0-Sieg, der sie in der Tabelle von La Liga auf Platz drei katapultiert. Es war kein Fußballfest, aber für ein Team, das schon ein Auge auf das Viertelfinale der Champions League wirft, war es schlichtweg perfekt.

Ein Blitzstart entscheidet die Partie

Wer zu Beginn kurz weggeschaut hat, der hat das einzige Tor des Spiels verpasst. Bereits in der achten Minute erlöste der argentinische Außenverteidiger Nahuel Molina die Hausherren mit einem echten Kabinettstückchen. Er startete seinen Lauf an der Strafraumkante und schloss eine flache Hereingabe platziert unten rechts ab – David Soria war chancenlos. Es war der erste Treffer des Argentiniers in dieser Saison, und er kam genau zur richtigen Zeit, als die Abwehr von Getafe noch nicht richtig sortiert war. Von der Seitenlinie aus war zu sehen, dass Simeone das Gefühl hatte, der Matchplan sei genau nach Fahrplan aufgegangen.

Man hätte denken können, dass nach diesem frühen Rückstand die Tore für Getafe nur so fallen würden. Schließlich hatte Atleti Tottenham unter der Woche gleich fünf Stück eingeschenkt. Doch das hier war ein ganz anderes Kaliber. Es war ein Lokalderby gegen Getafe CF, und die Mannschaft von Pepe Bordalás macht es ihrem Gegner bekanntlich niemals leicht. Sie machten das Zentrum dicht, ärgerten die Angreifer der Hausherren nach Strich und Faden und machten die zweite Hälfte für Atleti zur reinen Geduldsprobe. In der Pressetribüne munkelte man, dass Bordalás seine Abwehr unter der Woche speziell auf dieses Szenario vorbereitet hatte.

Bordalás' Jungs machen es Atleti schwer

Die große Frage vor diesem Duell zwischen Atlético Madrid und Getafe drehte sich um die Rotation. Nach dem Kantersieg gegen Tottenham und dem anstehenden Madrid-Derby am nächsten Wochenende wechselte Simeone fleißig durch. Jan Oblak fehlte mit einer Muskelverletzung, für ihn stand Juan Musso zwischen den Pfosten. Auch Pablo Barrios fehlte, aus dem Umfeld des Klubs war zu hören, dass seine Rückkehr wohl doch noch etwas länger dauern wird als erhofft.

Diese Umstellungen waren der Mannschaft in der zweiten Halbzeit vielleicht auch anzumerken. Getafe, gewohnt zweikampfstark und taktisch diszipliniert, kam immer besser ins Spiel. Sie dachten schon, sie hätten kurz vor der Stunde den Ausgleich erzielt, als Abdel Abqar den Ball über die Linie drückte – doch der Schiedsrichter hatte bereits vorher auf Foul entschieden. Eine riesige Erleichterung für Atleti, die eine nervenaufreibende Schlussphase einleitete, in der Getafe alles nach vorne warf.

Drei Faktoren, die den Sieg für Atleti besiegelten

  • Molina entscheidend: Der Treffer des Argentiniers in der 8. Spielminute war sein Saisondebüt – und kam genau richtig, als die Getafe-Defensive noch nicht sortiert war. Ein abgezockter Abschluss von einem Außenverteidiger, der den Unterschied ausmachte.
  • Musso souverän: Für den verletzten Oblak ins kalte Wasser geworfen, zeigte der argentinische Keeper eine starke Partie. Besonders in den hektischen Schlussminenzen bei Standardsituationen strahlte er Ruhe aus und gab seiner Abwehr Sicherheit.
  • Kampf bis zum Umfallen: Ganze zehn Minuten Nachspielzeit brachten die Nerven aller im Metropolitano zum Flattern. Doch Atleti hielt dagegen, warf sich in jeden Schuss und bejubelte jede Klärungsaktion wie ein Tor.

Als der Schiedsrichter das Spiel abpfiff, sprachen die Statistiken Bände für eine Mannschaft, die weiß, wie man leidet. Atleti hatte 66 Prozent Ballbesitz und gab 16 Torschüsse ab, aber die Fünferkette von Getafe mit Djene und Domingos Duarte machte das Leben der Hausherren extrem schwer. Für neutrale Beobachter war es vielleicht kein Leckerbissen, für Fans der taktischen Finesse eines Derbys war es dennoch hochspannend.

Was dieser Sieg für den weiteren Saisonverlauf bedeutet

Dieser Erfolg bringt den Club Atlético de Madrid nach 28 Spielen auf 57 Punkte, sie ziehen an Villarreal vorbei und festigen ihren Platz in den Champions-League-Rängen. Für Getafe bleibt der Abstand zu den europäischen Plätzen bei fünf Punkten. Sie werden enttäuscht sein, nichts mitgenommen zu haben, aber Auftritte wie dieser auswärts, in denen man einen Top-Gegner zu so wenigen Torchancen kommen lässt, zeigen, warum sie sich im gesicherten Mittelfeld aufhalten.

Für Simeone ist der Auftrag erfüllt. Er hat sein Team gemanagt, ein unangenehmes Derby überstanden und dabei zu Null gespielt. Und als Nächstes? Ein Gastspiel im Bernabéu. Und nach dieser leidenschaftlichen Vorstellung mit dem Rücken zur Wand hat man das Gefühl, dass sein Team genau zum richtigen Zeitpunkt in Form kommt. Es war vielleicht nur ein 1:0-Sieg, aber im Kontext einer langen La-Liga-Saison fühlt er sich nach viel mehr an.