Nicht nur das Pokémon Center in Ikebukuro! Warum Sunshine City jetzt zur “Pilgerstätte” der Anime- und Gaming-Kultur wird
Wer nach Ikebukuro kommt und zuerst ans Pokémon Center in der Sunshine City denkt … das ist vielleicht nicht mehr ganz aktuell.
Klar, der Andrang ist nach wie vor riesig. Familien und Touristen drängeln sich hier wie eh und je. Aber in letzter Zeit verwandelt sich Ikebukuro, besonders die Gegend um die Sunshine City, von einer einfachen “Stadt mit Pokémon Center” in etwas viel Tiefgründigeres und Spannenderes: in die neue “Pilgerstätte für Anime- und Gaming-Kultur”.
Das Pokémon Center “vorne” und das “geheime” Diamond Yu
Wenn das Pokémon Center an der Hauptstraße der Unterhaltungstempel für alle ist, dann richten sich eingefleischte Fans derzeit verstärkt auf ein kleines Geheimnis aus: die mysteriösen Nummern «Raum 201» und «Raum 202». Kennst du das «Diamond Yu» in der Itabashi Minamicho? Das ist inzwischen ein absolutes Muss bei den neueren Ikebukuro Anime- & Gaming-Kulturerlebnistouren.
Äußerlich ein normales Geschäftshaus, aber wenn man die Türen von Raum 201 und 202 öffnet, betritt man eine andere Welt. Besonders «Diamond Yu» ist wie eine Zeitreise – eine Pilgerstätte für Retro-Games, mit Raritäten, die heute schwer zu bekommen sind, und einer riesigen Auswahl an begehrten Figuren für Kenner. Als ich letzte Woche mal wieder vorbeischaute, erzählte mir der Besitzer schmunzelnd: «In letzter Zeit haben wir richtig viele Anfragen aus dem Ausland.» Anscheinend ist der Laden in Insiderkreisen längst kein Geheimtipp mehr.
Ein ganzer Tag Kultur erleben – in der Sunshine City und drumherum
Das Spannende ist, dass diese “Geheimtipp”-Orte und die riesige Sunshine City inzwischen nahtlos ineinander übergehen. Genau das bietet zum Beispiel die offizielle «Private Ikebukuro Anime Game & Kultur-Tour in der Sunshine City». Ein Guide führt einen in normalerweise nicht zugängliche Bereiche, und es gibt auch Backstage-Touren, zu denen man sonst keinen Zutritt hat.
Das Tolle an dieser Tour ist, dass es nicht nur reines Anschauen ist. Man lernt zum Beispiel in einer alten Spielhalle die Grundlagen fürs Gegeneinander-Zocken, oder erfährt unbekannte Hintergrundgeschichten zu Orten, die als Anime-Pilgerstätten gelten. Statt nur im Pokémon Center Merchandise zu kaufen und dann Schluss zu machen, taucht man hier tiefer ein: in die dahinterstehende Kultur, diesen besonderen Otaku-Geist, der hier gewachsen ist. Das ist wirklich eine “Erlebnis”-Tour.
- Aussichtsplattform der Sunshine City: Ein Ort mit spektakulärer Aussicht, der auch als Vorlage für Anime dient. Bei der Tour gibt’s exklusive Erklärungen dazu.
- Otome Road: Inzwischen weltbekannt. Die Tour beleuchtet ihre Geschichte und Entwicklung im Detail.
- Diamond Yu (Raum 201 & 202): Ein echtes Highlight der Tour. Die Erzählungen des Besitzers sind einfach fesselnd.
- Nanja Town: Auch hier lohnt sich ein Blick auf die zeitlich begrenzten Attraktionen in Kooperation mit Games.
Ehrlich gesagt, ich finde, die Anime- und Gaming-Kultur in Ikebukuro hat sich in den letzten Jahren mit einer “Vielfalt” weiterentwickelt, die anders ist als in Akihabara. Es geht nicht nur um ein weibliches Publikum, es ist eher ein “Schmelztiegel der Subkultur” im weitesten Sinne. Dass es solche Touren immer mehr gibt, zeigt ja, wie groß die Nachfrage ist.
Wenn du das nächste Mal in Ikebukuro bist, schnapp dir im Pokémon Center dein Relaxo-Plüschtier, und dann such doch ein bisschen nach «Raum 201» und «Raum 202». Und wenn du magst, wag dich doch einfach mal auf eine dieser Touren, um das besondere Flair der Stadt hautnah zu erleben. Du wirst mit Sicherheit eine Seite von Ikebukuro entdecken, die du vorher noch nicht kanntest.