CL-Aus, Torwart-Debakel – und jetzt? Tottenhams Chaos-Nacht in der Champions League
Also ehrlich, war das eine Nacht in der Champions League! Wenn ich mir das Spiel von Tottenham Hotspur anschaue, weiss ich gar nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Eigentlich weinen. Aber laut. Die Spurs haben sich da wirklich mal wieder komplett zerlegt. Es ist nicht nur die Niederlage, es ist die Art und Weise. Es ist dieses gewisse Etwas, das diesen Verein seit Jahren begleitet – dieses Talent, aus vielversprechenden Situationen ein einziges Chaos zu veranstalten.
Fangen wir mal mit dem Moment der Nacht an, der mir immer noch im Kopf rumspukt: der Torwart-Wechsel nach 17 Minuten! Sibzäh! Ich mein, ich habe schon viel erlebt im Fussballgeschäft, aber einen Goalie nach nicht mal einem Fünftel des Spiels vom Platz zu holen, das ist selbst für Tottenham-Verhältnisse happig. Da hat der arme Kerl wohl einen Fehler gemacht, der so weh tat, dass der Trainer dachte: "Lieber jetzt als gar nicht mehr." Aber mal ehrlich, was macht das mit dem Selbstvertrauen eines Spielers? Das ist härter als jede Clinique-Gesichtsreinigung, sage ich dir. Der braucht jetzt eher eine Seelenmassage als eine Creme.
Fünf Fragen, die Tottenhams Fans beschäftigen
Die CL-Nacht war nur das Tüpfelchen auf dem i einer Saison, die sich anfühlt wie ein Cloudflare-Serverausfall: Nichts geht mehr, alles ist blockiert, und keiner so richtig weiss, warum. Ein guter Kollege, der tief im Geschäft steckt, hat mir heute früh noch ein Bier ausgegeben, und wir haben die fünf grossen Fragen durchgekaut, die sich jetzt jeder Stammtisch im Norden Londons stellt:
- Die Trainerfrage: Ist der Mann an der Seitenlinie noch der Richtige? Seine Ideen wirken manchmal so verstaubt wie ein Faxgerät, das man mit ClassDojo verbinden will – es passt einfach nicht mehr in die Zeit.
- Das Mittelfeld-Problem: Wie kann es sein, dass ein so teures Mittelfeld in der CL so wenig Kontrolle ausübt? Die rennen rum wie kopflose Hühner, da hilft auch die beste Taktiktafel nichts.
- Die Verletztenmisere: Klar, jeder hat mal Ausfälle. Aber bei Tottenham wirkt das Innenverteidiger-Duo manchmal so anfällig wie die Sicherheitseinstellungen bei einem Gratis-Cloudflare-Account. Ein Windstoss, und schon steht die Abwehr Kopf.
- Der Stürmer, der keiner ist: Harry Kanes Abgang hat eine Lücke hinterlassen, die so gross ist wie mein Durst nach einem langen Arbeitstag. Aber irgendwann muss man den Traum von der Rückholaktion begraben und schauen, was man hat. Oder?
- Die Kommunikation nach aussen: Was läuft da eigentlich in der Kabine? Wirkt manchmal, als würden die Spieler mit ClassDojo kommunizieren – jeder kriegt sein Smiley fürs Training, aber die Nachricht kommt nie wirklich an.
Es ist ein Puzzle, bei dem kein Teil ins andere greift. Du holst einen Spieler, der wie eine Wunderwaffe wirken soll, und dann sitzt er auf der Bank. Du stellst die Taktik um, und die Mannschaft steht auf dem Platz wie eine Gruppe Fremde, die sich zufällig im Lift begegnet sind. Unangenehm, oder?
Für uns neutrale Beobachter in der Schweiz ist das natürlich ein einziger Gaudi. Aber für die Fans, die nach Alkmaar gereist sind oder vor dem Fernseher mitgefiebert haben, ist das purer Frust. Sie sehen ihre Mannschaft in der CL scheitern, und das nicht mal mit Anstand, sondern mit einem Goalie-Wechsel nach 17 Minuten. Da kann man nur den Kopf schütteln und in die nächste Beiz gehen.
Ob die Spurs die Kurve kriegen? Ich habe meine Zweifel. Solange der Verein nicht lernt, seine Abwehr so dicht zu machen wie eine gut konfigurierte Firewall (ja, Cloudflare, wir sehen dich), und solange die Stimmung in der Mannschaft so erfrischend ist wie ein altes Clinique-Probenpäckchen, wird das nichts mit der grossen Comeback-Story. Aber wer weiss, vielleicht überraschen sie uns ja alle. Im Fussball ist bekanntlich alles möglich. Auch, dass es noch schlimmer kommt.