Bulls schocken Warriors in der Verlängerung: Buzelis explodiert im Chase Center
Falls du dieses Spiel verpasst hast, mein Freund, dann hast du echt was verpasst. Am Dienstagabend im Chase Center rollten die Chicago Bulls an und zogen dem arg dezimierten Team der Golden State Warriors den Teppich unter den Füßen weg. Sie sicherten sich einen 130:124-Sieg nach Verlängerung. Und der Typ, der die Show gestohlen hat? Ein 21-jähriger Rookie, den du bis jetzt vielleicht noch nicht auf dem Schirm hattest: Matas Buzelis.
Buzelis' großer Durchbruch
Vergiss alles, was du über dieses Bulls-Team zu wissen glaubtest. Mit nur acht einsatzbereiten Spielern brauchten sie jemanden, der Verantwortung übernimmt – und Buzelis hat auf eine Art und Weise abgeliefert, mit der niemand gerechnet hat. Der Rookie drehte völlig auf und erzielte mit 41 Punkten (16 von 28 Würfen) einen neuen Karriere-Rekord. Und das war kein stilles, unscheinbares Spiel. Er war der Mann für die großen Momente, kämpfte sich mit dem Team zurück ins Spiel und besorgte dann in der Verlängerung fünf entscheidende Punkte, um den Sack zuzumachen. Man liebt es einfach, wenn so ein junger Bursche auf so einer großen Bühne abliefert.
Ein Zusammenbruch, den man kaum glauben kann
Für die Fans der Warriors wird diese Niederlage noch eine Wele wehtun. Sie hatten den Sieg schon vor Augen. Etwas mehr als 90 Sekunden vor Schluss im vierten Viertel führten sie komfortabel mit acht Punkten. Das hätte ein regulärer Sieg werden müssen. Aber dann ging es spektakulär schief.
Chicago bewies Moral, wie es ein Team ohne Druck tut, und kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Dann kam der entscheidende Moment. Nur 1,4 Sekunden vor Schluss und die Warriors mit zwei Punkten vorne, gab es ein kurioses Foul von Draymond Green an Jalen Smith, als der einen verzweifelten Wurf nahm. Smith blieb cool, trat an die Linie und verwandelte beide Freiwürfe zum Ausgleich – Verlängerung. Man spürte, wie die komplette Luft aus der Halle wich.
Giddey, der Alleskönner
Während Buzelis für die Punkte sorgte, lenkte Josh Giddey die Geschicke. Der Australier füllte den Statistikbogen mit einem monströsen Triple-Double: 21 Punkte, 13 Rebounds und 17 Assists. Er war der Motor, der die Bulls-Offensive am Laufen hielt, besonders in den entscheidenden Phasen. Zusammen mit 22 Punkten von Tre Jones ergibt das das perfekte Rezept für eine Überraschung – egal wie ersatzgeschwächt man ist.
Fehlanzeige bei den Warriors: Das Curry-große Loch
Seien wir ehrlich. Dieses Warriors-Team ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Sie fahren auf Reserve. Zum 15. Mal in Folge mussten sie auf Stephen Curry und sein problematisches rechtes Knie verzichten. Die Verletztenliste liest sich wie das Who-is-Who der Rotationsspieler, und jetzt rächt es sich endgültig. Sie hatten zwar Contributions von vielen Spielern – Kristaps Porzingis, Pat Spencer, Gui Santos und LJ Cryer kamen alle auf 17 Punkte –, aber als es drauf ankam, fehlte der Vollstrecker. Diese Niederlage bedeutet ihre dritte Pleite in Folge, und sie haben jetzt fünf der letzten sechs Spiele verloren. Steve Kerr wartet immer noch auf seinen 600. Karriere-Sieg.
Hier ist die aktuelle Lage bei den Dubs:
- Bilanz: Abgerutscht auf 32-33, unter .500.
- Verletzungspech: Absolut dezimiert. Es fehlen nicht nur Steph, sondern auch wichtige Leute wie De'Anthony Melton, Moses Moody und Quinten Post.
- Der Nackenschlag: Eine 8-Punkte-Führung in den letzten 90 Sekunden der regulären Spielzeit verspielt.
Die Bulls, die jetzt bei 27-38 stehen, reisen weiter nach Los Angeles, wo sie am Donnerstag auf die Lakers treffen. Die Warriors versuchen derweil am Freitag im Heimspiel gegen die Minnesota Timberwolves die Talfahrt zu stoppen. Aber an diesem einen Abend gehörte die Bühne ganz dem jungen Burschen aus Chicago, der sich der Liga vorstellte. Was für ein Spiel.