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Bulls schocken Warriors in der Verlängerung: Buzelis explodiert im Chase Center

Sport ✍️ Chris Harkness 🕒 2026-03-11 08:27 🔥 Aufrufe: 1

Wenn du dieses Spiel verpasst hast, dann hast du wirklich was verpasst. Am Dienstagabend reisten die Chicago Bulls ins Chase Center und zogen dem angeschlagenen Team der Golden State Warriors buchstäblich den Teppich unter den Füssen weg. Sie sicherten sich einen 130:124-Sieg nach Verlängerung. Und der Mann des Abends? Ein 21-jähriger Rookie, den du vielleicht bis jetzt noch nicht auf dem Schirm hattest: Matas Buzelis.

Spielcover der Chicago Bulls bei den Golden State Warriors

Buzelis' grosser Durchbruch

Vergiss alles, was du über dieses Bulls-Team zu wissen glaubtest. Mit nur acht einsatzfähigen Spielern brauchten sie jemanden, der Verantwortung übernimmt – und Buzelis hat auf eine Weise geliefert, mit der niemand gerechnet hat. Der Rookie lief zur Höchstform auf und erzielte mit 41 Punkten (16 von 28 Würfen) einen neuen Karriere-Rekord. Und das war nicht einfach nur ein stiller, persönlicher Bestwert. Er war der Mann der Stunde, brachte sein Team immer wieder zurück ins Spiel und markierte in der Verlängerung fünf entscheidende Punkte, um den Sack zuzumachen. Man liebt es einfach, wenn so ein junger Kerl auf so einer grossen Bühne sein Talent präsentiert.

Ein Zusammenbruch, den man kaum glauben kann

Für die treuen Warriors-Fans wird diese Niederlage noch lange wehtun. Das Spiel war zum Greifen nah. Mit etwas mehr als 90 Sekunden auf der Uhr im vierten Viertel führten sie komfortabel mit acht Punkten. Das hätte ein Sieg in der regulären Spielzeit sein müssen. Doch dann ging alles spektakulär schief.

Chicago, das Herz und Kampfgeist eines Teams zeigte, das nichts zu verlieren hatte, kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Dann kam der Moment der Entscheidung. Nur 1,4 Sekunden vor Schluss, die Warriors führten mit zwei Punkten, gab es ein ungewöhnliches Foul von Draymond Green an Jalen Smith bei einem verzweifelten Wurfversuch. Smith bewies Nerven aus Stahl, trat an die Linie und verwandelte beide Freiwürfe zum Ausgleich, was die Verlängerung erzwang. Man spürte regelrecht, wie die komplette Luft aus der Halle entwich.

Giddey – ein Allrounder

Während Buzelis für die Punkte sorgte, leitete Josh Giddey das Spiel. Der Australier füllte den Statistikbogen mit einem monsterhaften Triple-Double: 21 Punkte, 13 Rebounds und 17 Assists. Er war der Motor, der die Bulls-Offensive am Laufen hielt, besonders in den entscheidenden Phasen. Zusammen mit 22 Punkten von Tre Jones ergab das das perfekte Rezept für einen Underdog-Sieg – egal wie dezimiert das Team war.

Die Warriors ohne ihren Leitwolf: Das grosse Loch namens Curry

Man muss aber auch ehrlich sein: Dieses Warriors-Team ist momentan nur ein Schatten seiner selbst. Sie fahren buchstäblich auf Reserve. Zum 15. Mal in Folge mussten sie auf Stephen Curry und sein lädiertes rechtes Knie verzichten. Die Verletztenliste liest sich wie das Who-is-Who der Rotationsspieler, und das rächt sich jetzt langsam aber sicher. Zwar trugen sich mehrere Spieler in die Punkteliste ein – Kristaps Porzingis, Pat Spencer, Gui Santos und LJ Cryer erzielten alle 17 Punkte – aber als es drauf ankam, fehlte derjenige, der den Deckel draufmacht. Diese Niederlage bedeutet die dritte Pleite in Folge, und sie haben nun fünf der letzten sechs Spiele verloren. Steve Kerr wartet immer noch auf seinen ersehnten 600. Karrieresieg.

Hier siehst du die aktuelle Lage der Dubs:

  • Bilanz: Abgerutscht auf 32:33, unter .500.
  • Verletzungspech: Absolut dezimiert. Es fehlen nicht nur Steph, sondern auch wichtige Leute wie De'Anthony Melton, Moses Moody und Quinten Post.
  • Der Nackenschlag: Eine 8-Punkte-Führung in den letzten 90 Sekunden der regulären Spielzeit aus der Hand gegeben.

Die Bulls, die nun eine Bilanz von 27:38 vorweisen, reisen weiter nach Los Angeles, wo sie am Donnerstag auf die Lakers treffen. Die Warriors versuchen derweil am Freitag im Heimspiel gegen die Minnesota Timberwolves den Abwärtstrend zu stoppen. Aber für eine Nacht gehörte die Bühne ganz dem jungen Kerl aus Chicago, der sich der Liga präsentiert hat. Was für ein Spiel.