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Sotka und Asko-Mutterkonzern Indoor Group beantragt Unternehmenssanierung – Können Kunden ihre Anzahlungen verlieren?

Wirtschaft ✍️ Eeva Lehtonen 🕒 2026-03-05 07:11 🔥 Aufrufe: 2
Indoor Group Filiale

Wenn Sie in letzter Zeit ein neues Sofa oder einen Esstisch bei Sotka oder Asko gekauft und noch nicht geliefert bekommen haben, sollten Sie jetzt besonders aufmerksam sein. Die Indoor Group, besser bekannt durch ihre Ketten Sotka und Asko, hat ein Unternehmenssanierungsverfahren beantragt. Diese Nachricht kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel, und viele fragen sich jetzt ratlos: Was passiert eigentlich mit meinem Geld, wenn die Firma pleitegeht?

Worum geht es genau?

Indoor Group ist ein großer Möbelkonzern, der in Finnland und Estland hunderte Menschen beschäftigt. Zu ihm gehören sowohl Sotka und Asko als auch die in Estland tätige Indoor Group AS, die unter anderem ein Geschäft im Einkaufszentrum Rocca al Mare in Tallinn betreibt. In Estland ist die Kette auch unter der Marke Lanterna bekannt. Das Unternehmen hat nun die Unternehmenssanierung beantragt, da es seinen Schulden nicht mehr nachkommen kann. Die Sanierung soll dem Unternehmen die Möglichkeit geben, seine Finanzen neu zu ordnen, ist aber für Kunden oft eine schlechte Nachricht: Lieferungen verzögern sich und bereits geleistete Anzahlungen sind nicht automatisch sicher.

Und was ist mit den Anzahlungen?

Hier kommt der heikelste Punkt. Wenn Sie eine Reise buchen, sind Ihre Anzahlungen durch ein spezielles Sicherungssystem geschützt. Im Möbelhandel ist die Position des Kunden jedoch schwächer. Sollte die Indoor Group in Konkurs gehen, werden Kunden, die Anzahlungen auf ihre Bestellungen geleistet haben, zu einfachen Gläubigern. Das bedeutet leider oft, dass man sein Geld in der Reihe der vielen anderen Gläubiger zurückfordern muss und unter Umständen keinen Cent mehr sieht.

  • Sotka – bekannt für die günstigere Preisklasse und das umfangreiche Sortiment.
  • Asko – designorientierte, hochwertigere und teurere Marke.
  • Lanterna – in Estland und anderen baltischen Märkten tätige Marke.
  • Asko Rocca al Mare – die Indoor Group-Filiale im beliebtesten Einkaufszentrum Tallinns.

Das Unternehmen hat den Sanierungsantrag gestellt, der Verkauf läuft aber vorerst weiter. In vielen Filialen gibt es aktuelle Angebote, und Kunden werden zum Kauf animiert. Dennoch sollte man zweimal überlegen, wenn der Händler eine vollständige Vorauszahlung vorschlägt. Das Risiko ist derzeit real.

Was sollten betroffene Kunden jetzt tun?

Wenn Sie eine Bestellung aufgegeben und einen Teil oder den gesamten Betrag bereits bezahlt haben, die Ware aber noch nicht erhalten haben, handeln Sie am besten so:

  • Nehmen Sie Kontakt mit der Filiale auf und fragen Sie nach dem Status Ihrer Bestellung. Das Sanierungsverfahren storniert Bestellungen nicht automatisch, aber es wird zu Verzögerungen kommen.
  • Falls möglich, bitten Sie um eine rasche Lieferung oder schlagen Sie vor, erst bei Lieferung zu bezahlen.
  • Verfolgen Sie aufmerksam die Nachrichten zur Lage der Indoor Group. Droht ein Konkurs, sollten Sie reklamieren und Ihre Forderungen gegebenenfalls bei der Konkursmasse anmelden.

Hoffentlich kommen wir mit einem blauen Auge davon. Dieser Fall ist eine ernüchternde Erinnerung daran, dass auch scheinbar sichere einheimische Marken in finanziellen Schwierigkeiten stecken können. Drücken wir die Daumen, dass sowohl Mitarbeiter als auch Kunden ihr Geld und ihre Ware erhalten.