Cuiabá startet mit Remis in die Copa Verde – mit U-20-Team und sechs Spiele ohne Sieg; Kenzo Hamazaki glänzt
Es war ein Abend des Wiedersehens und der Herausforderungen in der Arena Pantanal. Bei der Premiere in der Copa Verde ließ der Cuiabá Esporte Clube in den letzten Minuten den Sieg noch aus der Hand und kam nicht über ein 1:1 gegen Tocantinópolis hinaus. Dieses bittere Ergebnis reiht sich ein in eine Serie, die die Cuiabá-Fans zunehmend beunruhigt: Es ist das sechste Spiel ohne einen Sieg.
Um fair zu sein, schickte der Trainer eine ganz andere Elf auf den Platz, als man sonst gewohnt ist. Mit einem Auge auf das dichte Programm und dem anderen auf die Förderung des Nachwuchses schickte der Dourado eine Mischung aus Erfahrung und den Youngstern des Cuiabá Esporte Clube U-20 ins Rennen. Und die Jugend, muss ich sagen, hat sich keineswegs versteckt. Im Gegenteil, sie zeigte, dass frisches Blut vor großen Spielen keine Angst hat.
Die erste Halbzeit war, wie bei einer Premiere zu erwarten, umkämpft. Cuiabá versuchte, das Tempo zu diktieren, scheiterte aber immer wieder an der entschlossenen Abwehr der Gäste. Das Tor, das sich nicht ergeben wollte, erzielte schließlich einer der jungen Spieler, der mir besonders aufgefallen ist. Als der Ball an der Strafraumgrenze herumkullerte, zögerte der offensiv denkende Mittelfeldspieler Kenzo Hamazaki, erst 18 Jahre alt, keinen Moment. Er hämmerte die Kugel ins rechte Eck – keine Chance für den Torwart. Die Arena Pantanal, wenn auch nicht ganz gefüllt, bebte, als ginge es um eine Meisterschaft. In der Umarmung der jungen Spieler mit Kenzo sah man die Essenz dessen, was Cuiabá aufbauen will.
Die Führung entpuppte sich jedoch als bittere Medizin. Das Team zog sich in der zweiten Hälfte etwas zurück, und Tocantinópolis, das nichts zu verlieren hatte, ging nach vorne. In der 40. Minute der zweiten Halbzeit, bei einem Gerangel im Strafraum, das niemand richtig klären konnte, fiel der Ball ihnen genau vor die Füße zum Ausgleich. 1:1 auf dem Platz und das Gefühl, dass hier zwei Punkte liegen geblieben sind.
Nachwuchs liefert, aber es fehlt die Abgeklärtheit eines Spitzenteams
Ich sag's euch ehrlich: Bei diesem Spiel lässt sich die Analyse in zwei Teile teilen. Auf der einen Seite der Mut. Spieler wie Kenzo Hamazaki zeigten Charakter. Er versteckte sich nicht, forderte in schwierigen Momenten den Ball und gab den entscheidenden Pass, damit das Team Luft holen konnte. So ein Rohdiamant, den die Cuiabá-Fans so lieben, wenn er aufblitzt.
Auf der anderen Seite fehlte einfach die Erfahrung, diese sprichwörtliche Cleverness eines großen Teams, um das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Eine Führung 45 Minuten lang zu halten, bedeutet, zu wissen, wann man das Spiel beruhigt, ein taktisches Foul begeht oder die Kugel an der Eckfahne festmacht. Dinge, die ein eingespieltes Team hat, aber diese jungen Spieler erst noch in der Praxis lernen müssen.
- Ausgeglichene Ballbesitzverhältnisse: Cuiabá hatte leichte 52 % Ballbesitz, es mangelte aber an Durchschlagskraft im letzten Drittel.
- Einzelkönner: Kenzo Hamazaki war der Motor des Teams und war an den meisten Offensivaktionen beteiligt.
- Negative Serie: Dies ist das sechste Spiel in Folge, das Cuiabá nicht gewinnen konnte – ein Alarmsignal für die kommenden Wettbewerbe.
Jetzt gilt es, aus diesem Unentschieden die Lehren zu ziehen und den Schalter umzulegen. Die Copa Verde steht noch am Anfang, und das Weiterkommen ist noch lange nicht in Gefahr. Aber der Druck, endlich wieder einen Sieg zu holen, um der Mannschaft und den Fans das Vertrauen zurückzugeben, wird immer größer. Bei der nächsten Aufgabe darf nichts mehr schiefgehen. Cuiabá muss zeigen, ob mit der Erfahrung der Routiniers oder mit dem Hunger der U-20-Jungen – das Trikot muss endlich wieder nach vorne ziehen, nicht belasten.
Und eine Botschaft an die Fans: Diese jungen Spieler haben eure Unterstützung verdient. Kenzo und die Nachwuchskräfte haben gezeigt, dass sie das Zeug haben. Jetzt müssen sie schnell erwachsen werden, denn im brasilianischen Fußball ist Zeit ein Luxus, den niemand hat.