Val Kilmer kehrt zurück – als KI-Avatar in einem bewegenden neuen Drama
Für uns, die wir in den 80ern und 90ern mit VHS und Kino aufgewachsen sind, ist Val Kilmer das Sinnbild einer ganzen Ära. Er war der coole Iceman in Top Gun, der verdammte Rockstar in The Doors, und er war der Typ, der es wagte, sich sowohl De Niro als auch Pacino in Heat entgegenzustellen. Nachdem eine Krankheit ihm die Stimme raubte und seine Karriere stoppte, dachten wir vielleicht, das letzte Kapitel sei geschrieben. Doch dann taucht er plötzlich wieder auf – mitten im Rampenlicht, stärker denn je, aber in einem völlig neuen Gewand.
Die Maschine, die sich an Val erinnert
Jetzt ist er in As Deep as the Grave zu sehen, einem Psychothriller, der in der Branche bereits für Aufsehen sorgt. Kilmer spielt einen Schriftsteller am Rande des Zusammenbruchs, und hier wird es wirklich interessant: Um sein Gesicht nachzubilden, trainierte das Filmteam ein KI-Modell mit alten Aufnahmen. Das Ergebnis ist so ergreifend, dass es wehtut. Wenn sein Sohn, Jack Kilmer, die Stimme spricht, verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart auf eine Weise, die sowohl bahnbrechend als auch zutiefst persönlich wirkt. Es ist weder billige Technik noch ein Gag – es ist ein Geschenk.
Momente, die wir nie vergessen
Während wir darauf warten, dass der neue Film in die deutschen Kinos kommt, können wir ja ein wenig über die Highlights schwelgen, die bereits im Archiv sind. Für alle, die ihre Sammlung mit physischen Medien erweitern möchten: Blood Out ist kürzlich in einer gestochen scharfen Blu-ray-Edition erschienen – eine Erinnerung daran, dass Kilmer nie Angst hatte, selbst in seinen späten Jahren in erstklassigen B-Actionfilmen mitzuspielen. Hier sind einige der großen Momente, die wir schätzen:
- Heat (1995): Chris Shiherlis, der verzweifelte kleine Bruder in De Niros Bande. Wenn er da sitzt, angeschossen und überredet werden soll zu fliehen, ist das reine Magie.
- Willow (1988): Als der Charmeur Madmartigan – eine Rolle, die ihn mit seinem Augenzwinkern zum Lieblingshelden aller machte.
- Tombstone (1993): „I'm your huckleberry.“ Mehr muss man nicht sagen. Doc Holliday ist und bleibt eine Legende.
- The Doors (1991): Er war so tief in Jim Morrison versunken, dass man schwören könnte, die Wiedergeburt des Lizard King selbst vor sich zu haben.
Und dann ist da ja noch die kleine Tatsache, dass Val tatsächlich wieder präsent ist – wirklich. Auch wenn es eine KI ist, die ihm hilft, zurückzukehren, ist es doch seine Seele, die wir in jedem Blick sehen. Heat und Willow sind längst Klassiker, aber As Deep as the Grave zeigt, dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist. Manchmal braucht man eben nur einen Computer und einen Sohn mit denselben blauen Augen, um fortzufahren.