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Das Eid-Gebet: Ein vollständiger Leitfaden für die richtige Durchführung, Etikette und Sunna

Kultur ✍️ خالد المنصوري 🕒 2026-03-20 08:41 🔥 Aufrufe: 1

Liebe Geschwister im Glauben, das Eid steht vor der Tür, und wir hoffen, dass ihr es alle gesegnet verbringt. Die festliche Stimmung macht sich langsam breit, und die schönen Traditionen werden wieder lebendig. Das Wichtigste am Eid-Tag, nach der Freude über das Fasten oder den Tag von Arafa, ist das Eid-Gebet. Viele Menschen fragen genau nach der Methode des Eid-Gebets: Was ist Pflicht und was ist empfohlen? Heute möchte ich es euch von Herzen erklären, einfach und verständlich, damit ihr mit einem ruhigen Herzen zum Gebetsplatz gehen könnt.

Das Eid-Gebet am Gebetsplatz

Zeit und Ort des Eid-Gebets

Zunächst einmal: Das Eid-Gebet findet nicht im Morgengrauen (Fadschr) statt, nein. Seine Zeit beginnt etwa eine Viertelstunde nach Sonnenaufgang und dauert bis kurz vor dem Mittagsgebet (Dhuhr). Man sollte also nicht überstürzen, sondern in Ruhe frühstücken, sich vorbereiten und gelassen losgehen. Der Prophet (Frieden und Segen seien auf ihm) pflegte es am Gebetsplatz (Musalla) zu verrichten, einem offenen Ort außerhalb der Moschee, damit alle Menschen zusammenkommen konnten: Jung und Alt, Männer und Frauen. Hier in unserem Land öffnen die großen Moscheen und Gebetsplätze ihre Tore für die Betenden, und das Gebet wird in der Gemeinschaft verrichtet, mit großem Lohn.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Eid-Gebet

Kommen wir nun zum Kernpunkt, dem Wie man im Islam betet im Allgemeinen, und dem Eid-Gebet im Besonderen. Das Eid-Gebet besteht aus zwei Rak'at (Gebetseinheiten), hat aber zusätzliche Takbire (Gott-ist-groß-Sprechungen) im Vergleich zu den gewöhnlichen Gebeten. Lasst es uns der Reihe nach erklären:

  • Die Absicht (Niyya): Das Herz ist die Grundlage. Ihr fasst im Herzen die Absicht, das Eid-Gebet als bestätigte Sunna zu verrichten.
  • Erste Rak'a: Ihr beginnt mit dem Takbirat al-Ihram (Allahu Akbar) und sprecht dann das Eröffnungsbittgebet (Dua al-Istiftah) leise für euch. Danach sprecht ihr sechs weitere Takbire zusätzlich zum Takbirat al-Ihram, also insgesamt sieben Takbire. Ihr hebt bei jedem Takbir die Hände und sprecht "Allahu Akbar". Zwischen den Takbiren könnt ihr sprechen: "Subhanallah walhamdulillah wa la ilaha illallah wallahu akbar" (Gepriesen sei Gott, und Lob sei Gott, und es gibt keinen Gott außer Gott, und Gott ist groß).
  • Nach den Takbiren sucht ihr Zuflucht bei Gott (vor dem Satan) und lest die Al-Fatiha (die Eröffnungs-Sure) und dann eine kurze Sure wie die Sure "Al-Ala" (Der Allerhöchste) oder "Qaf", oder der Vorbeter (Imam) liest sie laut vor.
  • Zweite Rak'a: Ihr erhebt euch aus der Niederwerfung und sprecht den Takbir für das Aufstehen. Dann sprecht ihr fünf Takbire zusätzlich zum Takbir des Aufstehens. Ihr sprecht also fünf Takbire hintereinander und hebt bei jedem die Hände. Danach lest ihr die Al-Fatiha und zum Beispiel die Sure "Al-Ghashiya" (Die überdeckende), dann verneigt ihr euch (Ruku), werft euch nieder (Sujud), sitzt zum Tashahhud und gebt den Friedensgruß (Salam).

Dies ist die bei vielen Gelehrten anerkannte Methode, sie ist die einfachste und umfassendste. Wichtig ist, dass ihr dem Vorbeter folgt und keine zusätzlichen Takbire aus eigner Willkür hinzufügt.

Etikette und Sunna-Handlungen am Eid-Tag vor dem Gebet

Was das Gebet und die rituelle Waschung lernen und ihre Regeln betrifft: Die rituelle Waschung (Wudu) ist für das Eid-Gebet verpflichtend wie für jedes Gebet. Es gibt jedoch spezielle Sunna-Handlungen für das Eid, die ihr lernen und euren Kindern beibringen solltet:

  • Ganzkörperwaschung (Ghusl): Es ist Sunna, dass ihr euch rituell reinigt und vor dem Hinausgehen eine Ganzkörperwaschung vornimmt.
  • Essen vor dem Gebet: Am Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) ist es empfohlen, vor dem Hinausgehen eine ungerade Anzahl Datteln zu essen, um zu zeigen, dass man das Fasten beendet hat und wieder isst. Am Opferfest (Eid al-Adha) hingegen ist es Sunna, nach dem Gebet vom Opfertier zu essen.
  • Kleidung: Ihr zieht eure schönsten Kleider an, sie müssen nicht neu sein, aber sauber und ordentlich. Ihr parfümiert euch und zeigt eure Freude.
  • Hin- und Rückweg: Nehmt zwei verschiedene Wege: Geht auf dem einen Weg zum Gebet und kehrt auf einem anderen zurück, um mehr Muslimen zu begegnen und ihnen den Friedensgruß zu entbieten.
  • Takbir (Sprechung "Gott ist groß"): Der Takbir am Eid-Tag ist eine Sunna, man hört ihn überall. Sprecht nach: "Allahu akbar, Allahu akbar, la ilaha illallah, wallahu akbar, Allahu akbar wa lillahi l-hamd" (Gott ist groß, Gott ist groß, es gibt keinen Gott außer Gott, und Gott ist groß, Gott ist groß und alles Lob gebührt Gott).

Häufige Fehler, die wir vermeiden sollten

Manche Menschen sind nach dem Gebet übereifrig und gehen, bevor sie die Predigt (Khutba) gehört haben. Die Predigt ist nicht verpflichtend, aber eine Sunna, und sie enthält viel Gutes. Bemüht euch, sie anzuhören. Ebenso versäumen einige Brüder das Eid-Gebet mit der Ausrede von Arbeit oder Schlaf. Es ist eine stark betonte Sunna, auf die man nicht verzichten sollte. Und was die Frauen betrifft, liebe Geschwister, hindert sie nicht daran, zum Gebetsplatz zu gehen – mit dem islamischen Schleier (Hijab) und fern von auffälliger Zurschaustellung, denn das Gute liegt im Zusammenkommen.

Zusammenfassung

Das Eid-Gebet ist Freude und Glück, es ist ein Dank an Gott für die Vollendung des Gehorsams. Lernt die Methode des Eid-Gebets und lehrt sie euren Familien, erneuert die Absicht und geht hinaus mit Liebe und Toleranz im Herzen. Möge Gott uns alle näher zu sich bringen und das Eid uns allen Segen, Wohlstand und Güte bringen.