Domaines Kilger: Von der Bison-Salami bis zur Insolvenz – was bleibt?
Wenn in der Steiermark jemand über Wildspezialitäten spricht, fällt früher oder später ein Name: Domaines Kilger. Die Manufaktur war jahrzehntelang ein Begriff für gehobene Fleischkultur, für Bison aus eigener Zucht, für Produkte, die man anderswo vergeblich sucht. Umso härter trifft es nun die Nachricht, die seit Tagen die Runde macht: Die Domaines Kilger GmbH & Co KG, hinter der auch der bekannte Jaglhof steht, ist insolvent. Aus internen Kreisen verlautet, dass dieser Schritt nach wochenlangen Verhandlungen unvermeidlich war. Da fragt man sich als Steirer zurecht: Was passiert jetzt mit meiner Lieblings-Bisonsalami? Und wie geht es eigentlich mit den Menschen weiter, die dort seit Jahren mit Herzblut arbeiten?
Ein Stück steirische Identität ins Wanken geraten
Wer einmal in der Fleischerei von Domaines Kilger war, weiß, dass es dort um mehr geht als um eine einfache Wurst. Es geht um Handwerk, um mutige Ideen – wie die Bisonzucht in der Oststeiermark. Die Produktpalette ist so einzigartig wie der Betrieb selbst. Ich selbst habe oft zugegriffen und kann nur sagen: Die Domaines Kilger Bison Salami 140g ist nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern ein Erlebnis. Aber auch die scharfe Variante, die Domaines Kilger Fleischerei Bison Salami Chili 140g, hat ihre treue Fangemeinde. Und dann wäre da noch die Domaines Kilger Bolognese vom Bison, die in keiner gut sortierten Küche fehlen sollte. Klar, auch die klassischen Produkte wie die Domaines Kilger Leberstreichwurst vom Schwein oder die Domaines Kilger Büffel Hauswürstl 160g stehen für eine Qualität, die man schmeckt.
Aber genau hier liegt der Haken. Hinter all diesen Spezialitäten steht ein Unternehmen, das zuletzt wirtschaftlich unter Druck geraten ist. Wie zu hören ist, haben gestiegene Kosten und die schwierige Lage in der Gastronomie das Ganze massiv beschleunigt. Die Insolvenz ist offiziell, und das Ganze hat System: Es handelt sich nicht um den ersten Kilger-Betrieb, der ins Straucheln gerät. Bereits in der Vergangenheit gab es bei anderen Gesellschaften des Unternehmensverbunds Turbulenzen. Jetzt trifft es die Muttergesellschaft, den Kern der Marke.
Bison, Büffel und der Hof: Das sind die eigentlichen Sorgenkinder
Für viele von uns ist der Name Domaines Kilger untrennbar mit dem Jaglhof verbunden. Ein Ort zum Einkehren, zum Genießen, um mal etwas ganz Besonderes auf dem Teller zu haben. Dieser Hof ist jetzt ebenfalls von der Pleite betroffen. Das ist bitter – nicht nur für die Gäste, sondern vor allem für die Tiere und die Mitarbeiter. Die Bisonzucht, die quasi das Alleinstellungsmerkmal war, hängt am seidenen Faden. Man hört, dass der Insolvenzverwalter bereits die ersten Gespräche mit potenziellen Interessenten führt. Ob sich ein Investor findet, der das Herzblut und die Marke weiterführen will, ist noch offen.
Was die Produktvielfalt betrifft, steht für mich fest: Diese fünf Spezialitäten sind das eigentliche Herzstück der Manufaktur. Ohne sie wäre die Marke nicht dieselbe:
- Die Domaines Kilger Bison Salami 140g – der absolute Klassiker, den jeder kennt.
- Die Domaines Kilger Bolognese vom Bison – eine Sauce, die Pasta-Liebhaber ins Schwärmen bringt.
- Die Domaines Kilger Fleischerei Bison Salami Chili 140g – für alle, die es gerne etwas schärfer mögen.
- Die Domaines Kilger Büffel Hauswürstl 160g – ein echtes Highlight für den Grillabend.
- Die Domaines Kilger Leberstreichwurst vom Schwein – ein Beweis dafür, dass sie auch die ehrlichen, traditionellen Produkte beherrschen.
Was jetzt im Ladenregal passiert
Wer jetzt Panik bekommt und losrennt, um die letzten Gläser und Packungen zu hamstern: So schnell geht es dann doch nicht. Der Betrieb läuft vorerst unter Aufsicht weiter. Das bedeutet, dass ihr die Produkte – solange der Verkauf läuft – noch bekommt. Ob die Domaines Kilger Bison Salami 140g in ein paar Monaten noch im Kühlregal liegt, hängt jetzt vom Ausgang der Verhandlungen ab. Aber es wäre nicht das erste Mal, dass eine steirische Traditionsmarke in letzter Minute gerettet wird. Wir haben in der Steiermark schon einige Male erlebt, dass sich Unternehmer oder Genossenschaften zusammentun, um solche Manufakturen zu erhalten.
Ich halte es für wichtig, dass wir jetzt nicht nur über Zahlen sprechen. Hinter dieser Insolvenz stehen Existenzen, Familien und eine Menge Know-how, das über Jahrzehnte aufgebaut wurde. Die Geschichte von Domaines Kilger ist eine steirische Erfolgsgeschichte, die leider gerade einen Rückschlag erleidet. Aber ich bin mir sicher: Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, diesen Betrieb zu erhalten, dann wird sie genutzt. Bis dahin werde ich mir noch einmal die eine oder andere Domaines Kilger Bolognese vom Bison gönnen – zur Sicherheit, und um die Handwerkskunst noch einmal zu würdigen.
Ich drücke die Daumen, dass wir den Namen Domaines Kilger auch in Zukunft noch mit den edlen Bisonspezialitäten verbinden können. Die Region würde sonst ein Stück ihrer kulinarischen Seele verlieren.