August Holmgren beeindruckt in Cherbourg: Enge Matches gegen Bertola und Faurel
Es hat etwas Besonderes, einen Dänen zu verfolgen, der sich wirklich mit den Besten auf der internationalen Bühne misst. Aktuell ist es August Holmgren, der die dänischen Tennisfans in Aufregung versetzt. Der junge Däne war nämlich bei der Challenger-Turnier in Cherbourg in Hochform aufgelegt, wo er innerhalb weniger Tage auf zwei Gegner traf, die sich als wahre Prüfungen für sein Temperament und sein Kämpferherz entpuppten.
Erste Prüfung: Ein intensives Duell gegen Bertola
Sein erster Gegner war der Italiener Bertola – ein Spieler, der auf dem Papier vielleicht nicht wie ein Traumgegner klingt, der sich aber auf dem Sand von Cherbourg von seiner besten Seite zeigte. Holmgren musste früh in die Defensive gehen gegen Wellen von harten Grundlinienschlägen, und es wurde schnell klar, dass wir Zeugen eines taktischen Duells der besonders sehenswerten Art waren. Der Däne verlor nicht den Mut, selbst als Bertola Druck machte. Im Gegenteil – er fand seine hervorragenden flachen Schläge und kämpfte sich nach und nach ins Spiel. Auch wenn der Sieg ausblieb, gab es viele positive Aspekte mitzunehmen: Der Aufschlag saß, wo er sollte, und Gewinnschläge wurden mit einem Selbstvertrauen gedroschen, das vielversprechend für die Zukunft ist.
Revance gegen Faurel: Eine weitere Chance, eine weitere Leistung
Aber in Cherbourg ging es nicht nur um Bertola. Kurz darauf musste August Holmgren nämlich wieder auf den Platz – diesmal gegen den Franzosen Faurel, der den Heimvorteil im Rücken hatte. Hier war die Ausgangslage eine völlig andere. Von der ersten Sekunde an (oder vom ersten Aufschlag, wenn man so will) war klar, dass Holmgren aus dem Spiel gegen Bertola gelernt hatte. Er startete aggressiv, übernahm mit seinem Aufschlag-Bomber das Kommando und brachte Faurel schnell aus der Komfortzone. Die Zuschauer bekamen einen regelrechten Krimi geboten, in dem der Däne immer wieder Tiebreak um Tiebreak erzwang und zeigte, dass er Nerven aus Stahl hat. Gerade in den entscheidenden Momenten sieht man, ob ein Spieler den nötigen Gang zulegen kann – und Hjalmar August Holmgren (so sein voller Name) hatte ihn im Tank.
Der Schlüssel zu Holmgrens Erfolg in Cherbourg
Meiner Meinung nach ist es kein Zufall, dass August Holmgren plötzlich als einer der spannendsten dänischen Spieler auf Challenger-Niveau dasteht. Er hat ein Waffenarsenal entwickelt, das den Gegnern wehtut:
- Der Aufschlag: Um die 210 km/h – mehrmals der schnellste im Turnier, und er beschert ihm gratis Punkte, wenn es darauf ankommt.
- Die Physis: Über drei Stunden auf dem Platz an zwei Tagen, und er sah im letzten Duell immer noch frisch aus. Unermüdlich ist das passende Wort.
- Der Kopf: Besonders gegen Faurel zeigte er, dass er in Tiebreak-Dramen konzentriert bleiben kann – eine Eigenschaft, die die Spreu vom Weizen trennt.
Dazu kommt ein Kämpfergeist, der selbst die neutralsten Zuschauer auf seine Seite zieht, und schon hat man das Rezept für einen Spieler, der bald an die Tür zur Top-200 klopfen könnte.
Was nun, August?
Mit den beiden Spielen in Cherbourg hat August Holmgren nicht nur ein Lebenszeichen an die dänischen Tennisfans gesendet – er hat auch dem Rest des Feldes gezeigt, dass er bereit ist, den nächsten Schritt zu machen. Gegen Bertola lernte er, dass man ein Spiel verlieren, aber Respekt gewinnen kann. Gegen Faurel zeigte er, dass er gewinnen kann, wenn es wirklich darauf ankommt. Wenn wir ihn das nächste Mal auf einem Platz sehen, könnte das durchaus mit noch mehr Selbstvertrauen im Gepäck sein. Ich für meinen Teil freue mich darauf, die Reise zu verfolgen – denn August Holmgren ist ein Name, den wir noch viel werden singen hören.