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Yau Yau-nam: 27 Jahre im Geschäft und die erste Nominierung – Vom «Roten VAN» zur «Leiche» – sein Leben für die Schauspielerei

Unterhaltung ✍️ 葉朗程 🕒 2026-03-09 02:48 🔥 Aufrufe: 2
Yau Yau-nam an einer Filmveranstaltung

Wenn man sagt, das Showgeschäft sei ein Marathon, dann ist der Name Yau Yau-nam sicherlich einer, der viele Menschen in Hongkong auf ihrem Weg begleitet hat. Kürzlich wurde er für seine Rolle in «Over My Dead Body» als «Bester Nebendarsteller» für die Hong Kong Film Awards nominiert. Es ist das erste Mal in seinen 27 Jahren im Geschäft, dass er eine persönliche Nominierung erhalten hat. Als die Nachricht bekannt wurde, freute sich die gesamte Unterhaltungsbranche für ihn, denn jeder weiss: Sein Weg war nicht einfach. Diese Anerkennung hat er sich mit Jugend und Narben verdient.

Vom jugendlichen Idol zum Filmschauspieler: Die Shine-Ära war erst der Anfang

Wenn man über Yau Yau-nam spricht, kommt man am Duo Shine nicht vorbei. Anfang der 2000er Jahre eroberten er und Tse Tin-yau mit ihrer sonnigen Ausstrahlung und dieser bodenständigen Jugendlichkeit im Nu die Musikszene. Welcher Teenager in Hongkong konnte damals nicht «Swallowtail Butterfly» mitsingen? Wer summte nicht ein paar Takte von «Jim & Jean» mit? Der Name Shine war fast zum kollektiven Gedächtnis dieser Ära geworden.

Doch der Glanz des Duos ist nicht für die Ewigkeit. Mit den Veränderungen in der Musiklandschaft gingen sie getrennte Wege, und Yau-nam verlagerte seinen Fokus zunehmend auf den Film. Von anfänglichen, unbeholfenen Gastrollen bis hin zu Charakteren, die er ausfüllen konnte, bewies er mit der Zeit, dass er mehr als nur das Image eines Idols hatte – er war ein Schauspieler, der wirklich spielen wollte.

«Ah Chi» im «Roten VAN» – schauspielerische Reife auf einem neuen Niveau

Spricht man über Yau-nams schauspielerische Meisterleistungen, denken viele Cineasten sofort an «The Midnight After». In diesem Kult-Klassiker, der auf einem Internetroman basiert, spielt er «Ah Chi». Oberflächlich ständig mit seinem Handy beschäftigt und scheinbar unbeteiligt am Geschehen, zeigt sich im Verlauf der Handlung in seinen Augen die Angst, Verwirrung und schliesslich der ausbrechende Überlebenswille. Diese Figur war nicht der Protagonist, aber ihre Präsenz war enorm. Er verkörperte erfolgreich die Ohnmachtsgefühle der jungen Generation jener Zeit. Viele sagten, von diesem Moment an sei Yau Yau-nam nicht mehr das Kind von Shine gewesen, sondern ein gestandener Schauspieler mit Profil.

In all den Jahren hat er in vielen Filmen mitgespielt, quer durch alle Genres. Ob Kunstfilme, Thriller oder sogar Vampirfilme – er war immer bereit, Neues auszuprobieren, in der Hoffnung, dem Publikum eine andere Seite von sich zu zeigen. Vielleicht liegt es daran, dass er selbst in den Mietskasernen aufgewachsen ist, gekämpft und sich durchgeschlagen hat – das verleiht seinen Darstellungen von kleinen Leuten oder Randfiguren eine besondere Glaubwürdigkeit.

Sich durchgekämpft bis zur Erschöpfung – kleine Augen und Grübchen als Markenzeichen

Seine Karriere verlief nicht ohne Rückschläge. Er durchlebte Tiefphasen, hatte sogar Schuldenberge. Um diese schnell abzutragen, gab er Vollgas, nahm speziell Actionrollen an und führte alle gefährlichen Szenen selbst durch. Der Preis dafür waren Verletzungen am ganzen Körper. In einem Interview erwähnte er einmal beiläufig, dass er nach einem Sturz nur noch Weiss vor Augen sah. Diese Leere, so glaube ich, war nicht nur der körperliche Schmerz, sondern auch die Verunsicherung über den weiteren Weg.

Doch wenn man ihn heute sieht, hat er immer ein Lächeln im Gesicht. Seine kleinen Augen und die markanten Grübchen sind zu seinem unverwechselbaren Markenzeichen geworden. Dieser Optimismus und diese Widerstandsfähigkeit sind vielleicht wertvoller als jede Auszeichnung.

Erneute Anerkennung für «Over My Dead Body» – Distanz und Wohlwollen gegenüber dem alten Weggefährten

Die diesjährige Nominierung als Bester Nebendarsteller für «Over My Dead Body» ist eine Bestätigung seiner stillen, beharrlichen Arbeit der letzten Jahre. In einer schwarzen Komödie nicht zu übertreiben und dem Publikum gleichzeitig die Absurdität und Hilflosigkeit der Figur zu vermitteln, ist eine Meisterleistung. Yau-nam hat es geschafft, die Nominierung ist daher mehr als verdient.

Wenn von Yau-nam die Rede ist, denken viele automatisch an seinen guten Partner Tse Tin-yau. Die beiden, die seit ihrer Kindheit befreundet sind, hatten im Laufe der Jahre, jeder mit seinen eigenen Projekten beschäftigt, tatsächlich weniger öffentliche Auftritte gemeinsam. Vor einigen Jahren war in den Medien sogar von einer «Entfremdung» die Rede. Aber wir Aussenstehenden sollten, anstatt zu spekulieren, einfach glauben, dass sie nur ihre eigenen Wege gehen. Je länger man in diesem Geschäft ist, desto mehr versteht man: Manche Freundschaften müssen nicht ständig öffentlich zelebriert werden. Es reicht, wenn man sich gegenseitig wohlgesonnen ist und stillschweigend unterstützt. Angesichts von Yau-nams heutigem Erfolg, bin ich sicher, dass Tin-yau, als sein früherer Weggefährte, sich mit ihm freut.

27 Jahre Showbusiness: Vom Idol zum gestandenen Schauspieler

27 Jahre – weder kurz noch unbedingt lang. Von dem unbeschwerten Jugendlichen, der «18相送» sang, bis zum heute erfahrenen, gereiften Schauspieler und designierten Nebendarsteller-Nominierten – Yau Yau-nams Weg war jeder Schritt solide. Vom Teenie-Idol bis heute erstrecken sich seine Filme über Kunst-, Thriller- und schwarze Komödien, sogar über Nischengenres wie Vampirfilme, immer bereit, sich neu zu erfinden. Wir reden oft davon, Schauspieler und Filme aus Hongkong zu unterstützen. Yau-nam ist ein lebendes Beispiel dafür: Mit Beharrlichkeit zeigt er uns, dass Träume, selbst die aus Kindertagen, leuchten können, wenn man das Feuer in sich trägt.

Ganz gleich, wie die endgültige Entscheidung bei den Filmpreisen ausfällt, in den Herzen vieler Zuschauer in Hongkong hat Yau Yau-nam längst den Preis für die «meiste Mühe» gewonnen.

Ein Blick auf die Schlüsselmomente in Yau Yau-nams Schauspielkarriere:

  • Musik-Ära: Gründete mit Tse Tin-yau das Duo Shine, dessen Hits «Swallowtail Butterfly» und «Jim & Jean» zum Sinnbild der Jugend der Jahrtausendwende wurden.
  • Schauspielerischer Durchbruch: In der Kult-Komödie «The Midnight After» verkörperte er «Ah Chi» und zeigte damit eine schauspielerische Tiefe, die sich von seinem reinen Idol-Image unterschied.
  • Zeit des Kämpfens: Um Schulden abzuzahlen, konzentrierte er sich auf Actionfilme, führte Stunts selbst aus und trag sich dabei Verletzungen zu – sein Einsatz war beeindruckend.
  • Vielseitige Versuche: Sein Repertoire ist breit gefächert, von Mystery-Cultfilmen über schwarze Komödien bis hin zu Herausforderungen wie Vampirfilmen – er sucht ständig nach neuen Wegen.
  • Erneute Anerkennung: Für seine Rolle in der schwarzen Komödie «Over My Dead Body» erhielt er seine erste Nominierung als «Bester Nebendarsteller» bei den Hong Kong Film Awards – die erste persönliche Nominierung nach 27 Jahren im Geschäft.