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Polizei im Sturm: Instruktor leitete Gangster-Training – nun steht das Vertrauen auf dem Spiel

Inland ✍️ Erik Svensson 🕒 2026-03-30 08:18 🔥 Aufrufe: 2
Polizeiauto mit Blaulicht

Das ist eine Geschichte, bei der man am liebsten die Polizei anrufen möchte – nicht, um ein Verbrechen zu melden, sondern um zu fragen, was zum Teufel hier los ist. Ein Polizist, einer von uns, soll nun als Instruktor für gangsterkriminelle auf einer Schiessanlage tätig gewesen sein. Es ist so abgrundtief verstörend, dass es das ganze Justizsystem erschüttert. Ich bin seit über zehn Jahren in diesem alten Stockholm und berichte über die Justiz, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.

Die Schiessanlage als Gangster-Schule

Alles begann als Routineermittlung, doch die Fäden führten schnell zu einem Ort, an dem unsere Polizisten eigentlich ihre eigene Treffsicherheit verfeinern sollen. Stattdessen wurde er als private Schule für die organisierte Kriminalität genutzt. Ein Polizist im Dienst soll als Instruktor für Personen mit Verbindungen zur Unterwelt aufgetreten sein. Denken Sie mal darüber nach. Der Mann, der seinen Eid geschworen hat, die Gesellschaft zu schützen, brachte stattdessen denen den Waffenumgang bei, vor denen wir uns am meisten fürchten. Das ist so eine Sache, bei der man seinen Nachbarn plötzlich mit ganz anderen Augen sieht.

Ich erinnere mich, als ich zum ersten Mal davon hörte, von einem alten Kollegen, der noch bei der Polizei in Norrmalm arbeitet. Er war blass im Gesicht. "Das ist erschreckend", sagte er. Und genau das ist es. Das Vertrauen in die schwedische Polizei ruht auf einem Grundpfeiler: dass sie auf der richtigen Seite stehen. Wenn dieser Pfeiler zu bröckeln beginnt, dann haben wir ein Problem, das grösser ist als jede einzelne Bande.

Eine Ohrfeige für alle, die auf das System vertrauen

Ich weiss, dass viele von Ihnen, genau wie ich, einen Reflex haben, wenn sie ein Polizeiauto sehen. Man fühlt sich sicherer. Aber wenn ich über diesen Schlamassel lese, bei dem ein Polizist selbst Teil der Dunkelheit gewesen sein soll, dann wird dieser Reflex nicht mehr so stark. Wie sollen wir darauf vertrauen können, dass derjenige, der rangeht, wenn wir die 112 wählen, wirklich auf unserer Seite ist? Dieses einzelne Ereignis beschmutzt die ganze Berufsgruppe.

Es ist leicht, Vergleiche mit anderen Ländern zu ziehen. Die indische Polizei kämpft seit Jahrzehnten mit Korruptionsvorwürfen, und die Polizei in Peru wehrt sich gegen interne Infiltration durch Drogenkartelle. Wir konnten immer mit einer gewissen Selbstgefälligkeit auf sie herabschauen, mit dem Gefühl "so etwas passiert hier nicht". Aber jetzt? Jetzt sind wir dort angekommen. Die Frage ist, ob wir über die gleichen Mittel verfügen wie die Polizei in Norwegen, unsere Nachbarn im Westen, die oft als Vorbild für die nordische Zusammenarbeit hervorgehoben werden. Der Unterschied ist, dass die Ermittlungen in Norwegen, wenn so etwas Ähnliches passiert ist, blitzschnell waren und die Konsequenzen enorm. Hier haben wir das Gefühl, dass wir immer noch nach Strohhalmen greifen.

  • Verräterisch: Ein Mann, der vom Staat eine Waffenlizenz und eine Schutzweste erhalten hat, nutzte diese, um den Feind auszubilden.
  • Systemgefährdend: Wenn die Gangs Instruktoren aus den eigenen Reihen der Polizei rekrutieren können, wo liegt dann die Grenze?
  • Inakzeptabel: Die Ermittlungen müssen für alle Beteiligten gnadenlos sein.

Was passiert jetzt?

Der Polizist ist inzwischen vom Dienst suspendiert, und die Voruntersuchung läuft auf Hochtouren. Hoffentlich führt sie nicht nur zu einem Anklagepunkt, sondern zu einer gründlichen Säuberung. Denn hier geht es nicht mehr nur um das Verhalten eines Einzelnen. Es geht darum zu zeigen, dass wir in Schweden nicht tolerieren, dass unsere eigenen Hüter des Gesetzes die Seiten wechseln. Es ist Zeit, den Besen herauszuholen.

Wir, die wir hier leben, die wir Steuern zahlen und uns an die Regeln halten, wir verdienen etwas Besseres. Wir verdienen eine Polizei, die wir ohne Zögern anrufen können. Denn letztendlich ist das der einzige Weg, wie wir weiterhin ruhig schlafen können. Dass ein so offensichtliches Sicherheitsrisiko so lange bestehen konnte, zeugt von einer Naivität, die wir uns nicht mehr leisten können. Jetzt warten wir auf Antworten. Und wir warten auf Taten.