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Mimiminu Kim Min-woo: Nach Pleite eines Partners – Werbegebühren vollständig zurückgezahlt. Nach «Slam»-Kontroverse erneut auf dem Prüfstand

Unterhaltung ✍️ 박지운 🕒 2026-03-22 19:15 🔥 Aufrufe: 1
Mimiminu Kim Min-woo

Mimiminu (bürgerlich Kim Min-woo) hat sich als einer der führenden Content-Creator im Bildungsbereich für Prüfungen etabliert. Nun steht er vor einer weiteren grossen Herausforderung. Nachdem er bis Ende letzten Jahres mit der «Slam»-Kontroverse (eine Verleumdungsklage eines ehemaligen Teilnehmers) rechtlich zu kämpfen hatte, geriet er nun durch die plötzliche Pleite eines Start-ups, für das er selbst Werbung gemacht hatte, in eine Zerreißprobe seiner Glaubwürdigkeit. Doch Kim Min-woo zieht eine unerwartet drastische Massnahme und erntet damit grosse Aufmerksamkeit in den sozialen Medien.

Verrat durch die «App, mit der man beim Lernen Geld verdient»? Der Fall Parttimestudy

Der Auslöser war die plötzliche Insolvenz der Lern-App «Parttimestudy» am 24. des Monats. Das Prinzip der App: Nutzer hinterlegten eine Kaution (bis zu 200’000 Won), und wenn sie ihr Lernziel erreichten, wurde diese Kaution plus zusätzliche Belohnungen zurückerstattet. Unter Prüflingen war sie als «App zum Geldverdienen beim Lernen» sehr beliebt. Doch vor einigen Tagen gab es Verzögerungen bei den Rückzahlungen, und schliesslich leitete der Betreiber, Studywork Inc., ohne Vorankündigung ein Insolvenzverfahren ein.

Das Problem: Noch vor wenigen Monaten wurde diese App auf dem Kanal von Mimiminu intensiv beworben. Die Geschädigten haben sich in sozialen Netzwerken in Gruppenchats organisiert, um das Ausmass des Schadens zu erfassen. In einem entsprechenden Chatraum haben sich bereits über 860 Personen versammelt. Der Schaden pro Person reicht von 100’000 Won bis zu 900’000 Won. Ein Geschädigter äusserte frustriert: «Für einen Prüfling sind 200’000 Won eine Menge Geld – und über Nacht bin ich nun Gläubiger.»

Reaktion von Mimiminu: «Die gesamten Werbegebühren werde ich aus meiner eigenen Tasche zurückerstatten»

In dieser Situation veröffentlichte Kim Min-woo am nächsten Tag, dem 25., ein etwa zweiminütiges Entschuldigungsvideo. Er erklärte: «Da die Firma, für die ich auf meinem Kanal Werbung gemacht habe, pleite ist und viele Menschen ihre Kaution nicht zurückbekommen, möchte ich Verantwortung übernehmen.» Er kündigte an: «Ich werde die gesamten Werbegebühren, die ich von dieser Firma erhalten habe, sowie einen zusätzlichen Betrag offiziell an die Geschädigten weiterleiten.» Er signalisierte damit, dass er nicht nur die Werbeeinnahmen zurückgeben, sondern sogar noch persönlich drauflegen will.

Er erklärte: «Von Juni letzten Jahres bis letzten Monat führte ich zwei Werbekampagnen durch. Ich traf den Firmenchef persönlich und prüfte alles sorgfältig, aber dass die finanziellen Schwierigkeiten sogar vor den eigenen Geschäftsführern bis kurz vor der Pleite verborgen wurden, erfuhr ich erst am Tag der Insolvenz.» Dennoch sagte er: «Da der Geschäftsführer nicht erreichbar ist, dachte ich, es sei das Richtige, mich gegenüber den Menschen, die mir und meinem Kanal vertraut haben, so schnell wie möglich verantwortlich zu zeigen.» Kurz nach der Veröffentlichung des Videos löschte er alle Werbeinhalte für die App auf seinem Kanal, um weiteren Schaden zu verhindern.

Zweite Krise: Die «Slam»-Kontroverse und der Blick auf den aktuellen Fall

Tatsächlich ist dies bereits der zweite problematische Vorfall für Mimiminu in diesem Jahr. Im Oktober des Vorjahres wurde er von einer Person (A) wegen Verleumdung und Beleidigung angezeigt, die in einem seiner Inhalte aufgetreten war. A behauptete, nachdem gegen ihn online der Verdacht eines Laptop-Diebstahls erhoben wurde und er aus dem Format ausgestiegen war, habe Mimiminu in einem Live-Stream bösartige Kommentare dazu vorgelesen, als ob sie der Wahrheit entsprächen, was ihm psychischen Schaden zugefügt habe. Diese sogenannte «Slam»-Kontroverse wird bis heute von der Polizei untersucht. Damals hielt sich Mimiminu mit einer vorsichtigen Haltung zurück und erklärte im Fan-Café: «Wir bereiten rechtliche Schritte vor und werden uns äussern, sobald es Ergebnisse gibt.»

Umso mehr Aufmerksamkeit erhält nun seine blitzschnelle Entscheidung zur «vollständigen Rückerstattung» im Fall «Parttimestudy». Anstatt rechtliche Verantwortlichkeiten abzuwägen, setzte er auf das Prinzip des «Vertrauens».

  • Entschlossenes Handeln: Nur einen Tag nach Bekanntwerden des Vorfalls veröffentlichte er ein Video und versprach die vollständige Rückzahlung der Werbegebühren sowie zusätzliche Unterstützung – damit wehrte er den Vorwurf «unverantwortlicher Werbung» ab.
  • Solidarität mit den Geschädigten: Sofort nach der Video-Veröffentlichung nahm er Kontakt mit den Geschädigten-Gruppen auf und kündigte an, die versprochenen Beträge nach einer genauen Prüfung der Belege auszuzahlen.
  • Keine Vermeidung rechtlicher Verantwortung: Obwohl er betonte, dass die Firma die finanziellen Schwierigkeiten bis kurz vor der Pleite verschwiegen hatte, erkannte er – da der Firmenchef nicht erreichbar war – als Erstes seine moralische Verantwortung an.

Für Prüflinge ist «Vertrauen» alles … Wie entscheidet sich Kim Min-woo?

Während einige Stimmen die Frage aufwerfen, ob diese Entscheidung nicht einfach eine strategische Image-Pflege sei, zeigen sich die meisten Nutzer positiv. Sie kommentieren: «Es ist keine leichte Entscheidung, die erhaltenen Werbegebühren vollständig zurückzuzahlen, obwohl man eigentlich auch selbst ein Geschädigter sein könnte.» Tatsächlich sind Kommentare wie «Als YouTuber ist es grossartig, dass er die Werbegebühren an die Geschädigten weitergibt» oder «Danke für die schnelle Reaktion» vorherrschend.

Als Content-Creator, der sich mit dem sensiblen Thema Prüfungen und Bildung beschäftigt, ist «Vertrauen» der Kernbestandteil der persönlichen Marke Mimiminu. Kim Min-woo macht seine Authentizität als jemand, der nach fünf Versuchen an der Korea-Universität angenommen wurde, zum Markenzeichen und sieht sich selbst als «Prüfungs-Mentor» für Prüflinge. Ob diese Entscheidung nur eine reine Schadensbegrenzung bleibt oder ob er die Krise nutzen kann, um seine Position als «verlässlicher Mimiminu» zu festigen, wird von seinen nächsten Schritten abhängen. Es bleibt abzuwarten, wie die Rückzahlungen an die Geschädigten tatsächlich abgewickelt werden und wie die rechtlichen Folgen der noch anhängigen «Slam»-Kontroverse aussehen werden.