YouTuber Miminunu Kim Min-woo kündigt Rückerstattung der vollen Werbekosten nach Insolvenz eines Partnerunternehmens an – Nach der „Slam“-Kontroverse erneut auf dem Prüfstand
Miminunu (bürgerlich Kim Min-woo), der sich als einer der führenden Content-Creator im Bereich der Studienvorbereitung etabliert hat, sieht sich erneut einer großen Herausforderung gegenüber. Während er sich seit Ende letzten Jahres in einem Rechtsstreit um die sogenannte „Slam“-Kontroverse (eine Klage wegen Verleumdung eines ehemaligen Teilnehmers) befindet, gerät er nun durch die plötzliche Insolvenz eines Start-ups, für das er Werbung gemacht hatte, in eine Glaubwürdigkeitskrise. Kim Min-woo reagierte jedoch mit einer drastischen Maßnahme, die alle Erwartungen übertraf und die Aufmerksamkeit der Netizens auf sich zog.
Verrat durch die „App, mit der man beim Lernen Geld verdient“? Die Insolvenz von Part-Time-Study
Auslöser der Ereignisse war die überraschende Insolvenz der Lern-App „Part-Time-Study“ am 24. des Monats. Diese App funktionierte nach dem Prinzip, dass Nutzer einen bestimmten Geldbetrag als Pfand (maximal 200.000 Won) hinterlegten und bei Erreichen eines festgelegten Lernziels das Pfand zuzüglich zusätzlicher Belohnungen zurückerhielten. Sie war bei Prüflingen als „App, mit der man beim Lernen Taschengeld verdient“ sehr beliebt. Nachdem es bereits seit einigen Tagen zu Verzögerungen bei den Rückzahlungen gekommen war, leitete der Betreiber, Studywork Inc., schließlich ohne jede Vorankündigung ein Insolvenzverfahren ein.
Das Problem: Noch vor wenigen Monaten wurde diese App auf dem Kanal von Miminunu intensiv beworben. Die Geschädigten begannen, sich über soziale Netzwerke in Gruppenchats zu organisieren, um das Schadensausmaß zu erfassen. Dem Haupt-Chat haben sich bisher über 860 Personen angeschlossen. Die Schadenssummen pro Person variieren stark, sie reichen von 100.000 Won bis hin zu Fällen von bis zu 900.000 Won. Ein Geschädigter äußerte frustriert: „Man kann sich kaum vorstellen, wie viel 200.000 Won für einen Prüfling bedeuten – und von einem Tag auf den anderen ist man Gläubiger.“
Miminunus Reaktion: „Ich werde die volle Werbekostenvergütung aus meiner eigenen Tasche erstatten“
Inmitten dieser Situation veröffentlichte Kim Min-woo am darauffolgenden Tag, dem 25., überraschend ein etwa zweiminütiges Entschuldigungsvideo. Darin erklärte er: „Ich möchte die Verantwortung für die Situation übernehmen, in der viele Menschen aufgrund der Insolvenz des Unternehmens, für das ich auf meinem Kanal Werbung gemacht habe, ihr Pfand nicht zurückerhalten haben.“ Er kündigte an: „Ich werde die volle Werbekostenvergütung, die ich von diesem Unternehmen erhalten habe, sowie einen zusätzlichen Betrag offiziell an die Geschädigten weiterleiten.“ Damit ging er über die bloße Rückerstattung der Werbeeinnahmen hinaus und erklärte sich bereit, auch persönlich zusätzliche Kosten zu übernehmen.
Er erklärte zwar: „Ich habe von Juni letzten Jahres bis zum letzten Monat zwei Werbekooperationen durchgeführt, den Geschäftsführer persönlich getroffen und gründlich geprüft. Aber die Anzeichen der finanziellen Verschlechterung wurden selbst vor den internen Direktoren bis unmittelbar vor der Insolvenz verborgen – das habe auch ich erst am Tag der Insolvenz erfahren.“ Er fügte jedoch hinzu: „Da der Geschäftsführer derzeit nicht erreichbar ist, halte ich es für das Richtige, gegenüber den Menschen, die mir und meinem Kanal vertraut haben, so schnell wie möglich zumindest meinerseits Verantwortung zu übernehmen.“ Kurz nach der Veröffentlichung des Videos löschte er zudem alle betroffenen Werbevideos auf seinem Kanal, um weiteren Schaden zu verhindern.
Zwei Krisen: Der „Slam“-Streit und der Blick auf den aktuellen Vorfall
Für Miminunu ist dieser Vorfall tatsächlich bereits der zweite größere Konflikt in diesem Jahr. Bereits im Oktober des Vorjahres wurde er von einer Person namens A, die in seinen Inhalten aufgetreten war, wegen Verleumdung und Beleidigung verklagt. A hatte damals aufgrund von Online-Vorwürfen, die sich um einen angeblichen Laptop-Diebstahl rankten, die Teilnahme an den Inhalten beendet und behauptete, Kim Min-woo habe in einem Live-Stream böswillige Kommentare so vorgelesen, als ob die Vorwürfe Tatsachen wären, was ihm psychischen Schaden zugefügt habe. Dieser Vorfall, bekannt als „Slam“-Kontroverse, wird derzeit noch von der Polizei untersucht. Kim Min-woo hatte sich damals in seinem Fan-Café mit einer abwartenden Haltung zurückgehalten und erklärt: „Ich bereite rechtliche Schritte vor und werde mich äußern, sobald Ergebnisse vorliegen.“
Umso mehr Aufmerksamkeit erhält nun seine ungewöhnlich schnelle Entscheidung zur „vollständigen Rückerstattung“ im aktuellen „Part-Time-Study“-Fall. Anstatt sich auf die rechtliche Verantwortungsfrage zu konzentrieren, entschied er sich für den Weg des „Vertrauensvorschusses“.
- Besonnene Reaktion: Bereits einen Tag nach Bekanntwerden des Problems veröffentlichte er ein Video, versprach die vollständige Rückerstattung der Werbekosten und zusätzliche Unterstützung, wodurch er dem Vorwurf der „unverantwortlichen Werbung“ den Wind aus den Segeln nahm.
- Solidarität mit den Geschädigten: Unmittelbar nach der Veröffentlichung des Videos nahm er Kontakt mit der Gruppe der Geschädigten auf und erklärte, die zugesagten Beträge nach einem genauen Nachweisverfahren auszahlen zu wollen.
- Keine Flucht vor der rechtlichen Verantwortung: Obwohl er betonte, dass das Unternehmen die finanzielle Schieflage bis unmittelbar vor der Insolvenz verheimlicht hatte, räumte er, da der Geschäftsführer nicht erreichbar war, vorrangig seine moralische Verantwortung ein.
Unter Prüflingen ist „Vertrauen“ das A und O … Kim Min-woos Entscheidung
Während einige Beobachter die Frage aufwerfen, ob es sich bei dieser Entscheidung nicht einfach um eine Strategie zur Imagepflege handele, zeigen sich die meisten Netizens positiv. Kommentare wie „In einer Situation, in der er selbst auch Geschädigter sein könnte, ist es keine leichte Entscheidung, die erhaltenen Werbekosten vollständig zurückzugeben“ oder „Danke für die schnelle Reaktion“ sind vorherrschend. Ein Nutzer schrieb: „Dass ein YouTuber die Werbeeinnahmen an die Geschädigten weitergibt, ist wirklich beeindruckend.“
Als Creator, der sich mit den sensiblen Themen Studienvorbereitung und Bildung beschäftigt, ist „Vertrauen“ der zentrale Wert der persönlichen Marke Miminunu. Kim Min-woo hatte sich nach fünf Anläufen an der Korea University immatrikuliert und seine authentische Geschichte genutzt, um sich als „Mentor für Prüflinge“ zu positionieren. Ob diese Entscheidung nur eine reine Schadensbegrenzung bleibt oder ob sie ihm die Chance bietet, die Krise zu nutzen und sein Image als „Miminunu, dem man vertrauen kann“ weiter zu festigen, hängt von seinen nächsten Schritten ab. Es bleibt abzuwarten, wie der Erstattungsprozess für die Geschädigten tatsächlich umgesetzt wird und wie der immer noch laufende „Slam“-Rechtsstreit letztendlich ausgeht.