Startseite > Sport > Artikel

Mekhi Bectons überraschender Abgang bei den Chargers: Wie geht es weiter für den massiven Tackle?

Sport ✍️ Mike Johnson 🕒 2026-03-04 16:53 🔥 Aufrufe: 2
Mekhi Becton an der Seitenlinie

Das Geschäft in der NFL ist schnelllebig, und für Mekhi Becton war in Los Angeles früher Schluss als erwartet. Ende letzter Woche wurde bekannt, dass die Chargers getrennte Wege gehen – eine reine Frage der Zahlen, die einen der physisch beeindruckendsten Tackles der Liga vor dem Saisonende arbeitslos macht. Hinter vorgehaltener Hand heisst es, es lag nicht an seinen Leistungen auf dem Feld, sondern am Salary Cap. Und so wird ein Spieler, der jahrelang um seine Rückkehr aufs Feld kämpfte, plötzlich zum interessantesten Namen auf dem Markt.

Der lange Weg zurück aus der Versenkung

Halten wir kurz inne. Wer die Gerüchte aus Florham Park in den letzten Jahren verfolgt hat, weiss, wie düster die Lage zeitweise war. Der elfte Pick im Draft 2020, dieser Koloss von einem Mann neben seinen Teamkollegen, fiel aus. Und dann wieder. Zwei Jahre lang wurde es nicht besser – erst das eine Knie, dann das andere, und plötzlich war der Satz "Mekhi Becton fällt für das Jahr aus" eine traurige jährliche Tradition. Die Kritiken wurden lauter. Viele schrieben ihn bereits ab. Die Jets hätten einen Fehler gemacht, hiess es, sein Körper sei für den Knochenjob einfach nicht gemacht.

Doch wer im vergangenen Sommer die spanischsprachigen NFL-Diskussionen verfolgte, hörte eine andere Geschichte. In Podcasts wie Casco Negro drehte sich der Wind. Sie sprachen über den ehemaligen New York Jets-Spieler, der in einer völlig anderen körperlichen Verfassung auftauchte – schlanker, leichter, wieder explosiv. "Está en forma", sagten sie immer wieder. Und als er dann diesen Einjahres-Vertrag bei den Chargers unterschrieb, sah man es. Die Füsse waren schneller. Sein Spiel war tiefer. Er startete in 14 Spielen und wirkte zum ersten Mal seit seinem Rookie-Jahr wie ein Spieler, um den man eine Offensive Line aufbauen kann.

Das Geschäft geht immer vor

Warum also jetzt der Schlussstrich? Es ist die kalte, harte Realität, die jeder Veteran fürchtet: die Gehaltsobergrenze. Die Chargers haben auf die Bücher geschaut, auf Mekhi Bectons zu erwartendes Gehalt und eine geschäftliche Entscheidung getroffen. Es lag nicht an seinen Leistungen – das wurde intern klargestellt. Es war eine reine Sparmassnahme, wie sie jeden Frühling vorkommt, wenn Teams Geld für andere Transfers brauchen. Für einen Spieler, der sich endlich aus dem Verletzungsloch gekämpft hatte, ist das hart. Aber in diesem Geschäft zählen halt am Ende die Zahlen.

Nun beginnt das Spekulieren. Wo landet ein 2,01 m grosser und 163 kg schwerer ehemaliger Erstrunden-Pick, der letzte Saison als Starter überzeugte? Hier ist, was man sich in der Liga so erzählt:

  • Kansas City: Sie müssen ihr Aushängeschild schützen und lieben es, talentierte Rehabilitationsfälle günstig zu bekommen.
  • New England: Wenn sie mit einem jungen Quarterback starten, brauchen sie eine solide Absicherung. Becton könnte von Tag eins an spielen.
  • Baltimore: Dieses lauflastige System ist ein Traum für einen Abräumer, der im Laufspiel Leute verschieben will.
  • Seattle: Eine junge, entwicklungsfähige Line, die einen erfahrenen Spieler mit enormem Potenzial gebrauchen könnte.

Die Gerüchte um die Jets wird es auch geben. Die Fans erinnern sich an seine Blitzlichter. Aber wer auch immer zuschlägt, bekommt einen Spieler mit einem riesigen Chip auf der Schulter und jeder Menge Beweiswillen. Seine Verletzungshistorie ist real, aber seine Leistungen von 2024 sind es auch. Mekhi Becton ist zurück in Form, zurück im Bewusstsein der Liga und wird bald einen General Manager sehr klug aussehen lassen.