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Lazio in der Krise? Sarri kracht mit Lotito zusammen nach müdem Remis gegen Sassuolo

Sport ✍️ Bas van der Ven 🕒 2026-03-09 21:58 🔥 Aufrufe: 1

Sarri und Lotito: Die Anspannung bei Lazio ist mit Händen greifbar

Wenn man nur auf das Ergebnis schaut, wirkt es vielleicht harmlos: 1:1 gegen Sassuolo. Aber wer das Spiel von Lazio Rom gestern Abend gesehen hat, spürte sofort die brodelnde Spannung unter der Oberfläche. Das war keine gewöhnliche Punkteteilung. Das war ein Pulverfass, das jeden Moment hochgehen konnte. Und glauben Sie mir, die Explosion kam – nicht auf dem Platz, sondern in den Interviews danach. Ich habe gerade mit jemandem aus dem Umfeld der Mannschaft gesprochen, der sagte: "Die Stimmung in der Kabine ist angespannt, aber der Trainer hat in der Sache recht."

Ein Nachmittag zum schnellen Vergessen

Lazio startete mit Maldini, Matic und Tavares in der Startelf – eine Aufstellung, die Hoffnung auf Offensivfeuerwerk machte. Doch stattdessen bekamen wir einen zähen Nachmittag serviert. Sassuolo spielte clever, zog sich zurück und lauerte auf Konter. Der Ausgleich für Lazio fühlte sich mehr wie Erleichterung an denn wie Befreiung. Das Team wirkt müde, nicht nur in den Beinen, sondern auch im Kopf. Und wenn die Resultate nicht stimmen, kommen die alten Wunden wieder hoch. In und um den Club kursieren die Gerüchte: Steht das Trainerteam bald vor dem Aus?

Sarri kontert: 'Absolut anderer Meinung'

Nach dem Abpfiff war es Maurizio Sarri, der den Stein ins Rollen brachte. Der Trainer ließ keinen Zweifel aufkommen: Er ist “absolut anderer Meinung” als die Clubführung in Bezug auf die Transfersituation von Mandas. Der junge Torhüter durfte gehen – gegen den Willen von Sarri. “Ich habe meine Meinung geäussert, aber der Club entscheidet. Nur frage ich mich, wer hier eigentlich den sportlichen Leiter spielt,” stichelte er in Richtung Präsident Lotito. Und als ob das nicht genug wäre, teilte er auch gegen die Fans aus: “Die Fans dürfen Forderungen stellen, aber der Club muss auch liefern. Wir können doch nicht immer dieselben Spieler bis zur Erschöpfung auslaugen.” Ein Eingeweihter liess mich wissen, dass das Verhältnis zwischen Sarri und der Führungsetage seit Wochen vergiftet ist.

Das ist der klassische Sarri: scharf, direkt und ohne Blatt vor dem Mund. Aber diesmal trifft er einen offenen Nerv. Die Anhängerschaft von Lazio ist gespalten. Die eine Hälfte jubelt über seine Ehrlichkeit, die andere findet, er solle lieber seine Spieler besser coachen, anstatt sich über das Management zu beklagen. Derweil sitzt Claudio Lotito, der starke Mann hinter dem Club, in seinem Büro und schweigt. Wie lange noch? In den Korridoren wird geflüstert, dass es nächste Woche eine Krisensitzung geben wird.

Mehr als nur Fussball: Lazio in der Breite

Während sich die Fussballwelt auf den Streit zwischen Sarri und Lotito konzentriert, ist Lazio natürlich so viel mehr als nur ein Fussballclub. Nehmen wir zum Beispiel das eigentliche Lazio, die Region um Rom. Die Ruhe der Anse Lazio auf den Seychellen wäre jetzt verlockend – türkisblaues Wasser, weisse Strände, und vor allem keine pfeifenden Fans, die Erklärungen verlangen. Oder denken Sie an die Fähren der Laziomar, die täglich Passagiere zwischen den Inseln vor der Küste Lazios transportieren. Diese Schiffe fahren unbeirrt weiter, egal wie der Sturm in den Köpfen der Fans tobt. Und dann haben wir noch die Banca Popolare del Lazio, die Regionalbank, die schon unzählige Clubs und Familien durch finanzielle Krisen gelotst hat. Vielleicht sollten Sarri und Lotito dort mal vorbeischauen für ein Beratungsgespräch, wie man gemeinsam anpackt und die Ärmel hochkrempelt.

Was nun für die Biancocelesti?

Die kommenden Wochen werden entscheidend. Lazio spielt nicht nur in der Meisterschaft, sondern auch in Europa. Die Verletztenliste wird länger, die Spannungen steigen, und die Gegner wittern Morgenluft. Was braucht dieses Team? Einen neuen Vertrag für Sarri? Eine Transferoffensive im Sommer? Oder einfach ein paar gute Resultate, um die Gemüter zu beruhigen? Ich wage es nicht zu sagen. Was ich aber weiss: Wenn es einen Club gibt, bei dem es nie langweilig ist, dann ist es Lazio Rom. Und solange Lazio mit solchen Geschichten in den Schlagzeilen ist, werden wir zuschauen. Auch wenn es manchmal kaum auszuhalten ist.

  • Matic und Tavares enttäuschten gegen Sassuolo – ihnen fehlte die Schärfe, heisst es aus Eingeweihtenkreisen.
  • Maldini zeigte Ansätze, konnte das Team aber nicht tragen; er selbst soll an seiner Rolle zweifeln.
  • Sarri fordert Klarheit von der Clubführung bezüglich der Strategie, andernfalls droht der Abgang.
  • Lotito schweigt vorerst, aber der Druck aus den Hinterzimmern wächst.

Eines ist sicher: In den nächsten Tagen werden wir noch viel über diesen Riss hören. Ob in der römischen Presse oder auf den Social-Media-Kanälen der Ultra-Szene. Lazio ist nie langweilig. Und diese Achterbahnfahrt ist noch lange nicht zu Ende. Ich halte auf jeden Fall die Ohren steif.