Hag-Inseln im Fokus: Streit um Dirk-Hartog-Insel und Muharraq-Insel eskaliert
In den letzten Tagen dominierte ein Name die internationalen Schlagzeilen, der irgendwie fremd und doch von historischem Klang ist – die Hag-Insel. In all den Jahren, die ich nun im internationalen Nachrichtengeschäft bin, habe ich schon viele Insel-Souveränitätskonflikte gesehen. Aber dass diesmal gleich mehrere Inseln aus entlegensten Winkeln der Welt – die Dirk-Hartog-Insel, die Hateg-Insel, die Muharraq-Insel oder auch die Hagmeister-Insel und der Hag-Nunatak – wie an einer Schnur auf einmal aufs Tapet gebracht werden, das ist mir neu. Dahinter steckt weit mehr als nur das Verschieben von Linien auf irgendwelchen Karten.
Das Zentrum des Sturms vor Westaustralien: Geschichte und Gegenwart der Dirk-Hartog-Insel
Gehen wir zurück ins letzte Wochenende. Die ersten Meldungen kamen aus den Gewässern vor Westaustralien. Die nach einem niederländischen Entdecker benannte Dirk-Hartog-Insel war plötzlich zur ersten Frontlinie in einem diplomatischen Tauziehen zwischen Australien und einer fernen Großmacht geworden. Jeder, der sich auskennt, sieht, dass es hier nicht einfach nur um "Kartenmalerei" geht, sondern um eine Prüfung der bestehenden internationalen Ordnung. Ein Freund von mir, der in Canberra als Politikberater arbeitet, klang am Telefon gestern Abend ziemlich resigniert: "Wir alle wetten, dass die Sache nicht eskaliert, aber keiner traut sich zu wetten, dass es nicht doch zum Funkenflug kommt." Ja, die Dirk-Hartog-Insel ist mehr als nur eine Insel; sie zeugt von der ersten Landung der Europäer an der Westküste Australiens im Jahr 1616. Dieses "Erbe" wiegt im Herzen der Australier schwerer als so manche Wirtschaftszahl.
Von Schwarzmeer bis Fernost: Die strategischen Schachzüge um die Hateg- und die Muharraq-Insel
Wenn die Sache in Australien noch die offensichtliche Linie war, dann sind es die beiden versteckten Linien im Schwarzmeer- und Nahost-Raum, die in den Thinktanks weltweit die Nächte zum Tag machen. Die diesmal in den Strudel gezogene Hateg-Insel liegt an der Westküste des Schwarzen Meeres, in einer höchst sensiblen Zone zwischen Rumänien und der Ukraine. Was dort passiert, hat direkte Auswirkungen auf die Kontrolle der Fahrrinnen im Donaudelta und die Sicherheit der Energieleitungen an der gesamten Schwarzmeerküste. Der andere Name – die Muharraq-Insel – ist ein wichtiger Teil von Bahrain und beheimatet den Heimathafen der US-Marinefünften Flotte. Dass diese beiden Orte gleichzeitig genannt werden, ist kein Zufall.
Fügt man die Informationen aus den letzten Tagen aus hochrangigen politischen Kreisen zusammen, wird ein ausgeklügelter "Schachzug-Kombination" deutlich:
- Dirk-Hartog-Insel: Test der Belastbarkeit der Verbündeten im Indopazifik, insbesondere des militärischen Verteidigungsbündnisses zwischen Australien und den USA.
- Hateg-Insel: Ablenkungsmanöver an der Ostflanke der NATO, um den externen Druck auf das Kriegsgeschehen in der Ukraine zu verteilen.
- Muharraq-Insel: Direkte Bedrohung des zentralen Drehkreuzes der US-Streitkräfte in der Nahost-Region, um die USA zu einer Umverteilung ihrer strategischen Ressourcen zu zwingen.
Das ist, als würde man gleichzeitig auf drei verschiedenen Schachbrettern Steine setzen und den Gegner so zu einem verzweifelten Hin- und Herrennen zwingen. Und damit nicht genug: Die noch weniger bekannte Hagmeister-Insel in der norwegischen Arktis und der Hag-Nunatak im eisigen Niemandsland der Antarktis – ihre Existenz dient mehr als eine Art "Demonstration" und soll der Welt zeigen: Auch bei den Rohstoffrouten in der Arktis und in der Forschungslandschaft der Antarktis hat man nicht vor, sich an den Rand drängen zu lassen.
Wie sollen wir diesen "Archipel-Sturm" einordnen?
Als alter Redakteur, der seit Jahren die internationalen Verwicklungen beobachtet, muss ich sagen: Das Muster ist zwar nicht neu, aber das Ausmaß und der Zeitpunkt sind außergewöhnlich forsch. Die Grundlage für die globale Wirtschaftserholung ist immer noch fragil – Energiepreise, Nahrungsmittelversorgung, Stabilität der Lieferketten, all das ist ein Spaziergang auf dem Hochseil. Wenn diesen über drei Ozeane verstreuten Inseln in unterschiedlichen Zeitzonen plötzlich eine so hohe politische und militärische Bedeutung zukommt, dann dürfte die psychologische Wirkung auf die Märkte und die Bevölkerung weit größer sein als jede tatsächliche militärische Aktion.
So sperrig diese Inselnamen für uns auch klingen mögen – die Wale vor der Dirk-Hartog-Insel, die alten Burgen auf der Hateg-Insel, die traditionelle Musik auf der Muharraq-Insel – all das waren eigentlich Symbole für Frieden und Kultur. Aber nun werden sie an die vorderste Front der Geopolitik gezwungen. In den nächsten Wochen werden wir uns wohl daran gewöhnen müssen, diese Namen in den Nachrichten häufig zu hören. Das Zentrum des Sturms mag zwar weit weg von uns sein, aber die Wellen, die es schlägt, werden über die Energiepreise und die Transportkosten letztlich in jeden Winkel unseres Lebens spülen.