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Galatasaray will nach Bayern-Pleite in Monaco Wiedergutmachung

Sport ✍️ 김성환 🕒 2026-03-10 19:57 🔥 Aufrufe: 2
Die Spieler von Galatasaray bereiten sich auf das Spiel vor

Der türkische Traditionsklub Galatasaray SK steht in der europäischen Königsklasse erneut vor einer Bewährungsprobe. Nach der deutlichen Pleite im letzten Spiel gegen den FC Bayern München musste man zwar eine gehörige Portion Stolz verdauen, doch das Team hat den Kopf schnell aus der Schlinge gezogen und will nun im anstehenden Duell mit der AS Monaco alles in die Waagschale werfen.

Im Ali-Sami-Yen-Stadion hielt Galatasaray gegen die Bayern in der ersten Halbzeit noch mit einer eisernen Abwehr dagegen, brach dann aber nach den Gegentreffern von Harry Kane und Leroy Sané in der zweiten Hälfte ein. Die 0:3-Niederlage schmerzt die Fans zwar immer noch, doch intern heißt es, genau diese Schlappe habe den Siegeswillen der Mannschaft erst recht entfacht. Der erfahrene Verteidiger Abdülkerim Bardakcı betonte im lokalen Interview: "Das Spiel gegen München ist abgehakt. Jetzt denken wir nur an die Partie AS Monaco gegen Galatasaray. Wir wissen genau, wie schwer Auswärtsspiele sein können, aber jetzt ist der Moment zu zeigen, dass wir auch ein ernstzunehmender Gegner sind."

Frankreich-Auswärtsspiel mit vielen Unwägbarkeiten

Der Gegner AS Monaco gilt als eines der jüngsten und talentiertesten Teams der Ligue 1. Besonders gefährlich sind sie bei Kontern mit ihrem Speed – die Aufgabe im Fürstentum wird für Galatasaray alles andere als ein Spaziergang. Erschwerend kommt hinzu, dass den Türken aufgrund von Gelbsperren im Mittelfeld und Verletzungssorgen einiger Leistungsträger die personellen Alternativen ausgehen. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Kerem Aktürkoğlu, der wohl verletzt fehlen wird. Er war in dieser Saison der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel Galatasarays.

Aber Galatasaray hat auch seine Trümpfe: die taktische Flexibilität von Trainer Okan Buruk und die Routine der erfahrenen Spieler. Für die Partie in Monaco ergeben sich daraus folgende Schlüsselfaktoren:

  • Mauro Icardis Abschlussstärke: Die große Frage ist, ob Icardi, der bereits gegen München einige gefährliche Schüsse abgegeben hat, endlich den Torfluch brechen kann.
  • Lucas Torreira als Chef im Mittelfeld: Auf den Uruguayer kommt viel Arbeit zu – er muss die schnellen Konter der Monegassen unterbinden und gleichzeitig das eigene Spiel lenken.
  • Die Leidenschaft der Auswärtsfans: Mehrere hundert Fans sind mit nach Frankreich gereist und werden als zwölfter Mann alles geben. Das Stade Louis II könnte sich so in ein kleines Istanbul verwandeln.

Eines steht fest: Galatasarar besitzt im Europacup ein ganz besonderes Selbstverständnis. Von den älteren Fans, die sich noch an die Zeiten der "Unbesiegbaren" erinnern, bis zur jungen Generation, die letzte Saison den Heimsieg gegen Manchester United noch genau vor Augen hat – alle träumen von einem Coup in Monaco.

Natürlich ist die Ausgangslage schwierig. Monaco präsentiert sich daheim zuletzt in bestechender Form, und Galatasarays Abwehrprobleme sind weiterhin nicht restlos behoben. Dennoch glaube ich an die Qualitäten dieses Teams. Je mehr die nüchternen Analysten eine Niederlage voraussagen, desto stärker schlägt oft die Stunde des türkischen Riesen. Schafft es Galatasaray also, die Schmach von München abzuschütteln und aus Monaco etwas Zählbares mitzunehmen? Die Antwort darauf werden die intensiven 90 Minuten auf dem Platz in Frankreich geben.