PFL: Fabian Edwards fordert den Lokalmatador in Madrid heraus – mit überraschender Verbindung zu Pflegeheim und Pflanzen
Wenn die PFL an diesem Wochenende nach Madrid kommt, sind alle Blicke auf den lokalen Helden gerichtet – doch sein Gegner Fabian Edwards ist kein Unbekannter, was feindselige Umgebungen betrifft. Der Sohn Birminghams hat sich im Laufe der Jahre daran gewöhnt, es in deren Heimatringen mit Publikumslieblingen aufzunehmen, und der Samstag macht da keine Ausnahme. Aber diesmal hat er etwas Besonderes im Gepäck: Edwards bringt nicht nur seine Fäuste nach Spanien mit, sondern auch eine Geschichte, die harten Kampfsport mit alltäglicher Wärme verbindet.
„Ich habe mich in fremdem Terrain schon immer wie zu Hause gefühlt“
Edwards hat in seiner Karriere schon mehrfach gegen das Heim-Publikum gekämpft. Für ihn ist das vertrautes Terrain, wie er selbst sagt: „Wenn ich in den Ring steige, höre ich den Lärm der Menge nicht – ich konzentriere mich nur auf den Gegner und meine eigene Leistung.“ Diese Mentalität hat ihn durch unzählige enge Kämpfe getragen, und in Madrid gedenkt er, den Heimvorteil erneut in sein Gegenteil zu verkehren. Das einheimische Publikum mag zwar in Ekstase sein, aber Edwards hat Waffen, die über die physische Leistungsfähigkeit hinausgehen.
Pflegeheim, Pflanzen und Betreuung Angehöriger – die sanftere Seite eines Kämpfers
Wenn Edwards nicht trainiert oder sich auf Kämpfe vorbereitet, verbringt er Zeit in einem Pflegeheim am Stadtrand, das von seiner Mutter geleitet wird. „Mutter wollte schon immer den Benachteiligten helfen, und ich durfte von klein auf dabei sein. Das hat mich Geduld und Mitgefühl gelehrt – Eigenschaften, die man auch im Käfig braucht“, erzählt Edwards. Er besucht das Pflegeheim wöchentlich, plaudert mit den Bewohnern und beteiligt sich gelegentlich an alltäglichen Aufgaben. „Das gibt Perspektive: Die Welt dreht sich nicht nur um Siege und Niederlagen.“
Eine weitere Leidenschaft sind Pflanzen. Edwards‘ Zuhause ist voller Grünpflanzen, die er selbst hegt und pflegt. „Sich mit Pflanzen zu beschäftigen, beruhigt den Geist. Sie verlangen nichts, geben aber so viel. Das ist Meditation vom Feinsten.“ Er hat sogar eine kleine Website gegründet, auf der er Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen teilt – ein Hobby, das viele Anhänger überrascht hat. „Viele stellen sich den Alltag eines Kämpfers als reine Schlägerei vor, aber in Wirklichkeit braucht es Ausgeglichenheit. Pflanzen sind ein Teil meiner Ausgeglichenheit.“
Edwards beteiligt sich auch aktiv an Diskussionen über die Betreuung von Angehörigen und Hauskrankenpflege. In seinem nahen Umfeld gibt es eine Person, die ständige Hilfe benötigt, und Edwards selbst hat als pflegender Angehöriger fungiert. „Es ist eine schwere, aber lohnende Arbeit. In Großbritannien sind diese Dienste stark unter Druck, und ich möchte mit meinem kleinen Beitrag auf ihre Bedeutung hinweisen.“ Er arbeitet mit lokalen Wohltätigkeitsorganisationen zusammen und ist an Kampagnen beteiligt, die die Belastbarkeit pflegender Angehöriger unterstützen.
Drei Dinge, die Edwards zu einem außergewöhnlichen Sportler machen
- Erziehung im Pflegeheim – das menschennahe Umfeld hat ihn gelehrt zuzuhören und Stimmungen wahrzunehmen, was im Ring hilft.
- Pflanzenhobby – bringt geistige Ruhe und hilft bei der Erholung von harten Trainingseinheiten.
- Erfahrung als pflegender Angehöriger – hat seine mentale Stärke und Fähigkeit, mit Druck umzugehen, gefestigt.
Gegner ist der Löwe von Madrid – und eine kostenlose Übertragung auf mehreren Plattformen
Der Gegner am Samstag ist in seinem Heimkäfig nahezu unbesiegt, doch Edwards hat einen Plan bereit. „Er ist stark, aber ich habe Lücken gesehen. Das Wichtigste ist, einen kühlen Kopf zu bewahren und jede Gelegenheit zu nutzen.“ Der Kampf ist Teil der PFL-Europatournee und wird kostenlos in den Online-Übertragungen mehrerer Sportmedien live übertragen – in Österreich ist die Sendung bequem über das Internet zu sehen, was eine einfache Möglichkeit bietet, die Spitzen dieses Sports vom eigenen Sofa aus zu verfolgen.
Obwohl Edwards an feindselige Umgebungen gewöhnt ist, gibt er zu, dass die Reise nach Madrid immer etwas Besonderes ist. „Die spanischen Fans leben den Sport mit voller Hingabe. Das holt das Beste aus mir und meinem Gegner heraus.“ Und obwohl im Ring eine harte Sprache gesprochen wird, hat Edwards in seinem Herzen immer Platz für sanftere Werte – für das Pflegeheim, für Pflanzen und die Bedeutung der Betreuung von Angehörigen. Sie machen ihn nicht nur zu einem gefährlichen Gegner, sondern auch zu einem Menschen, dessen Geschichte berührt.