Meteo, Meteoriten und mehr: Warum der Himmel gerade verrücktspielt
Kennt ihr das Gefühl, wenn man aus dem Fenster schaut und die Welt draußen versinkt im Grau? Dieses Bild da oben ist kein stillgelegter Film aus Hollywood – das ist echtes Leben, genauer gesagt: der Osten Kanadas, irgendwo zwischen Montreal und Québec. Während wir hier in Österreich gemütlich unseren Kaffee schlürfen, hat Mutter Natur drüben auf der anderen Seite des Atlantiks mal wieder so richtig aufgedreht. Ein Wintersturm der Extraklasse, gepaart mit gefrierendem Regen, hat ganze Landstriche lahmgelegt. Meterhohe Eisschichten auf Autos, Äste, die unter der Last ächzen, und Hunderttausende ohne Strom – das sind die Nachrichten, die uns dieser Tage erreichen. Und da fragt man sich doch: Was zur Hölle ist da los mit unserem Wetter? Zeit, dass wir uns mal ausführlich über das Thema Meteo unterhalten.
Ich bin ja kein Prophet, aber eines sag ich euch: Die Meteorologie ist heute wichtiger denn je. Früher hat man halt in den Himmel geschaut und gesagt: "Ho, schaut's aus als ob's regnen tät". Heute simulieren wir das globale Klima auf Supercomputern. Dienste wie Meteoblue (für alle, die's noch nicht kennen: ein Wetterdienst aus Basel, der extrem genaue Vorhersagen liefert – mein persönlicher Favorit für die Planung von Wanderungen im Salzkammergut) zeigen uns auf die Stunde genau, wann der nächste Schauer kommt. Und genau diese Dienste waren es, die auch für Nordamerika schon Tage vorher Alarm geschlagen haben. Aber der Mensch ist ja bekanntlich ein Gewohnheitstier – solange der erste Eiszapfen nicht vor der Haustür hängt, glaubt man's nicht.
Doch das Wetter ist nicht das Einzige, was uns am Himmel fasziniert. Während wir hier über Regenmengen und Windgeschwindigkeiten sprechen, vergessen wir oft, dass da draußen noch viel mehr los ist. Die Rede ist von Gesteinsbrocken aus dem All, die mit Überschallgeschwindigkeit in unsere Atmosphäre eintreten. Ein Meteor – im Volksmund oft "Sternschnuppe" genannt – ist der Lichtschweif, den wir sehen, wenn ein solcher Brocken verglüht. Schafft es ein Stück bis auf die Erde, nennt man ihn Meteorit. Und dann gibt's noch die Meteorströme, also regelrechte Schwärme von diesen Teilchen, die die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durchquert. Die Perseiden im August oder die Geminiden im Dezember – das sind die Klassiker, bei denen der Himmel regelrecht zu brennen scheint.
Jetzt könnte man meinen, das hat ja wohl nichts mit dem Sturm in Kanada zu tun. Tut es aber doch! Denn um solche Himmelsspektakel zu beobachten, braucht man eines vor allem: klaren Himmel. Und da schließt sich der Kreis zur Meteorologie. Was nützt der schönste Meteorstrom, wenn eine dicke Wolkendecke drüberhängt? Genau darum checke ich vor jeder geplanten Sternschnuppen-Nacht erstmal die Meteoblue-App. Die sagt mir nicht nur, ob es bewölkt ist, sondern auch, wo sich die Wolkenlücken auftun. In Kombination mit einer Lichtverschmutzungskarte findet man so die perfekten Spots – oft nur eine halbe Stunde außerhalb der Stadt.
Übrigens: Die Meteorologie kann auch helfen, die Herkunft von Meteoriten besser zu verstehen. Wenn ein Himmelskörper in die Atmosphäre eintritt, hinterlässt er eine Druckwelle, die von Wetterstationen aufgezeichnet werden kann. So konnten Wissenschaftler zum Beispiel den Einschlag bei Tscheljabinsk 2013 haargenau analysieren. Die gleichen Instrumente messen übrigens auch die Druckwellen von gewöhnlichen Gewittern – nur dass da kein Gestein, sondern nur Regen runterkommt.
Um das Ganze etwas greifbarer zu machen, hier ein kleiner Überblick über die spektakulärsten Meteorströme des Jahres – und was die Meteorologie dazu sagt:
- Perseiden (August): Der Klassiker unter den Meteorströmen. Meist gute Sicht, aber Achtung vor sommerlichen Gewittern, die alles zunichtemachen können. Mein Tipp: die Nächte von 11. auf 13. August im Kalender blocken.
- Geminiden (Dezember): Eigentlich der aktivste Strom, aber leider oft in kalte und neblige Nächte verpackt. Gerade im Dezember ist Hochnebel in Österreich ein Killer für jede Beobachtung.
- Lyriden (April): Der Frühlingsstrom. Oft von Aprilwetter geplagt – mal Sonne, mal Schnee. Wer da einen klaren Himmel erwischt, hat Glück.
Was lernen wir daraus? Das Wetter, die Meteorologie, ist nicht nur Smalltalk am Würstelstand. Sie entscheidet mit, ob wir einen Jahrtausend-Meteorit verpassen oder ob wir live dabei sind, wenn der Himmel leuchtet. Und sie bestimmt, ob unser Flieger pünktlich geht oder ob wir im Stau stehen, weil ein Sturm wie der in Kanada auch bei uns theoretisch möglich wäre. Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der wir dank moderner Modelle und Plattformen wie Meteoblue immer einen Schritt voraus sind. Also, Leute: Kopf hoch und Augen auf! Denn das nächste Himmelsschauspiel kommt bestimmt – sofern die Meteo-App mitspielt.
Bleibt's neugierig und vor allem: bleibt's trocken!