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Trump-Vertrauter Joe Kent tritt aus Protest gegen den Iran-Krieg zurück und betont: "Keine unmittelbare Bedrohung"

News ✍️ James MacDonald 🕒 2026-03-17 17:03 🔥 Aufrufe: 1
Joe Kent, Direktor des US-amerikanischen National Counterterrorism Center, spricht während einer Kongressdebatte in Portland, Oregon.

Also, Leute, es ist passiert. Jemand innerhalb der Trump-Administration hat endlich aufgestanden und gesagt: "Jetzt ist Schluss." Und das war nicht irgendjemand – es handelt sich um Joe Kent, den Direktor des National Counterterrorism Center. Er hat am Dienstag seinen Hut genommen, und sein Rücktrittsschreiben, das er auf X veröffentlichte, ist eine Lektüre, bei der man mitten beim Kaffee innehalten und nur auf den Bildschirm starren muss.

Für uns, die wir die Entwicklungen im Nahen Osten verfolgen, ist das eine wirklich große Sache. Kent hat sich nicht einfach mit einer höflichen Ausrede wie "mehr Zeit mit der Familie verbringen" davongeschlichen. Nein, er hat es richtig krachen lassen – verzeihen Sie das Wortspiel – und ausdrücklich erklärt, dass vom Iran "keine unmittelbare Bedrohung für unsere Nation" ausging. Denken Sie mal kurz darüber nach. Das ist kein unbeschriebenes Blatt aus den hinteren Reihen; das ist der Mann, dessen Aufgabe es war, terroristische Bedrohungen zu verfolgen, und er sagt, dass die gesamte Begründung der Regierung für den Krieg nicht stichhaltig ist.

Eine Stimme von Innen

Was Kents Rücktritt so besonders macht, ist seine eigene Vorgeschichte. Das ist kein Bürokrat, der seine ganze Karriere hinter einem Schreibtisch verbracht hat. Bevor er diese Rolle übernahm, war Joe Kent ein Green Beret, der in 20 Jahren elf Kampfeinsätze absolvierte, und dann CIA-Offizier. Und hier kommt der Teil, der einen wirklich packt: Seine erste Frau, Shannon, wurde 2019 bei einem Selbstmordanschlag in Syrien getötet, während sie als Navy-Kryptologin diente. Der Mann hat einen Hintergrund als Hinterbliebener eines gefallenen Soldaten (Gold Star Husband), der absolut unantastbar ist.

In seinem Rücktrittsschreiben machte er diese persönliche Geschichte geltend: "Als Veteran, der 11 Mal im Kampfeinsatz war, und als Ehemann eines gefallenen Soldaten, der meine geliebte Frau Shannon in einem von Israel inszenierten Krieg verlor, kann ich nicht unterstützen, die nächste Generation in einen Krieg zu schicken, um zu kämpfen und zu sterben, der dem amerikanischen Volk keinen Nutzen bringt." Wenn jemand mit einem solchen Opfer hinter seinem Namen spricht, hört man zu.

Der Israel-Faktor

Und hier wird es richtig interessant – und wo Kent wirklich jemandem auf die Füße getreten ist. Er machte nicht nur der Regierung Vorwürfe; er zeigte direkt auf den Druck aus Israel. In seinem Schreiben beschrieb er eine "Desinformationskampagne" von "hochrangigen israelischen Beamten und einflussreichen Mitgliedern der amerikanischen Medien", die seiner Behauptung nach Trump getäuscht habe, zu glauben, der Iran sei eine unmittelbare Bedrohung.

"Diese Echokammer wurde genutzt, um Sie zu täuschen, zu glauben, dass der Iran eine unmittelbare Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellte, und dass es einen klaren Weg zum Sieg gäbe, sollten Sie jetzt zuschlagen", schrieb Kent direkt an den Präsidenten. Dann brachte er den historischen Vergleich, der wirklich wehtut: "Das war eine Lüge und ist dieselbe Taktik, mit der die Israelis uns in den katastrophalen Irak-Krieg hineingezogen haben."

Autsch. Für jeden, der sich daran erinnert, wie der Irak-Krieg ausging – tausende amerikanische Leben, Billionen Dollar, regionales Chaos – trifft dieser Vergleich wie eine Bombe ein.

Die menschlichen Kosten

Sprechen wir kurz über Zahlen, denn sie sind wichtig. Seit die USA und Israel am 28. Februar Angriffe auf den Iran starteten, wurden mindestens 13 amerikanische Soldaten getötet, weitere zehn schwer verwundet und etwa 200 verletzt. Das sind keine abstrakten Zahlen – das sind Kinder aus kleinen Städten, aus Orten wie wir sie hier in Österreich haben. Und Kents Argument ist, dass nichts davon notwendig war.

Die politischen Folgen sind bereits spürbar. Der Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, sprang schnell auf den Zug auf und postete auf X: "Donald Trump hat im Nahen Osten ein Chaos angerichtet, und er hat offensichtlich keinen Plan, wie er es beenden will." Aber es sind nicht nur die üblichen demokratischen Kritiker. Sogar in der MAGA-Welt haben sich Stimmen wie Tucker Carlson stark gegen den Krieg ausgesprochen, und Marjorie Taylor Greene – kaum eine Pazifistin – nannte ihn "AMERIKA ZUERST". Wenn die extreme Rechte und die Geheimdienstgemeinschaft anfangen, sich einig zu sein, dass ein Krieg eine schlechte Idee ist, weiß man, dass etwas faul ist.

Also, wer ist Joe Kent wirklich?

Bevor wir den Mann heiligsprechen, sollten wir ehrlich über das Gesamtbild sein. Joe Kent ist, gelinde gesagt, eine komplizierte Figur. Er führte 2022 einen erfolglosen Wahlkampf für den Kongress, bei dem seine früheren Verbindungen zu rechtsextremen Figuren – darunter Nazi-Sympathisanten und Holocaust-Leugner – ein großes Thema wurden. Er hat Wahlverschwörungstheorien verbreitet und die Randalierer vom 6. Januar als "politische Gefangene" bezeichnet. Senatorin Patty Murray beschrieb ihn während seiner Bestätigung als "Verschwörungstheoretiker, der weiße suprematistische Ansichten vertritt".

Also nein, er ist kein makelloser Held. Aber vielleicht macht genau das diesen Rücktritt so bedeutsam. Wenn selbst der von Trump ernannte, verschwörungstheorie-unterstützende, rechtsextreme-nahe Beamte sagt, der Krieg basiere auf einer Lüge, muss man sich fragen: Wer verteidigt ihn dann noch?

Was passiert jetzt?

Das National Counterterrorism Center hat jetzt mitten in einem tatsächlichen Krieg keinen vom Senat bestätigten Direktor. Das ist alles andere als ideal. Kent forderte Trump in seinem Brief auf, "umzukehren", aber bei 13 bereits toten Amerikanern und der laufenden Militärmaschinerie ist eine Kehrtwende nie so einfach, wie es klingt.

Für uns Österreicher, die wir das vom Rand aus beobachten, sollte dieses ganze Chaos unangenehm vertraut wirken. Wir haben schon oft gesehen, wie unsere Nachbarn in die Schlamassel des Nahen Ostens hineingezogen wurden, immer mit einer dringenden Bedrohung, die sich dann irgendwie als nicht ganz so dringend herausstellt, wie behauptet. Der Unterschied diesmal ist, dass die Warnung von innen kommt – von einem Hinterbliebenen eines gefallenen Soldaten, einem Spezialeinheits-Veteranen, einem Trump-Vertrauten, der sich die Geheimdienstinformationen ansah und entschied, dass er nicht mit sich selbst leben könnte, wenn er geschwiegen hätte.

Wie Kent in seinem Abschied sagte: "Möge Gott Amerika segnen." Von hier aus hoffen wir nur, dass kühlere Köpfe sich durchsetzen, bevor weitere Familien die schreckliche Nachricht erhalten.

Die wichtigsten Punkte aus Joe Kents Rücktritt

  • Direkter Widerspruch: Kent erklärte ausdrücklich, der Iran habe "keine unmittelbare Bedrohung" dargestellt und die USA seien in den Krieg hineingetäuscht worden.
  • Persönliches Opfer: Als Veteran mit elf Einsätzen und Hinterbliebener eines gefallenen Soldaten hat seine Kritik besonderes Gewicht.
  • Israelischer Druck angeführt: Kent machte israelische Beamte und die "amerikanische Lobby" dafür verantwortlich, die Zustimmung zum Krieg inszeniert zu haben.
  • Menschliche Kosten: Seit Beginn der Operationen am 28. Februar sind mindestens 13 US-Soldaten gefallen.
  • Politische Folgen: Kritik kommt jetzt sowohl von Demokraten als auch von Teilen der MAGA-Basis.

Und wenn Sie nach all dem schweren politischen Drama eine kleine Erfrischung brauchen: Darf ich nur ganz am Rande erwähnen – völlig themenfremd – dass Sie, falls Sie nicht gesehen haben, was Joe Kent-Walters mit seiner Frankie Monroe-Figur macht, wirklich etwas verpassen? Es ist herrlich abgedrehte britische Comedy. Der Mann hat zu Recht den Preis für den besten Newcomer beim Edinburgh Fringe gewonnen, und seine Show Joe Kent-Walters is Frankie Monroe: DEAD!!! (Good Fun Time) ist angeblich das Beste, was man dieses Jahr beim Fringe sehen kann. Manchmal braucht man einfach einen verrückten Klubbesitzer aus der Arbeiterklasse, der einen daran erinnert, dass Unterhaltung einfach ... unterhalten kann.

Aber zurück zum ernsten Joe Kent: Diese Geschichte wird nicht verschwinden. Wenn der oberste Terrorismusbekämpfungsbeamte mitten im Krieg zurücktritt und das Ganze eine Lüge nennt, hören die Fragen nicht einfach auf, nur weil er seinen Schreibtisch geräumt hat.