Jean-Philippe Mateta: Der Palace-Knipser will Spurs das Fürchten lehren
Diese Woche liegt eine besondere Spannung in der Luft im Süden Londons. Es ist dieses vertraute Derby-Kribbeln, aber mit einer extra Portion Pfeffer. Und im Zentrum der Aufmerksamkeit, angeschlagen aber wild entschlossen, in vorderster Front zu stehen, steht Crystal Palace' turmhoher französischer Stürmer, Jean-Philippe Mateta. Die Eagles machen sich bereit für das brisante Nord-Süd-Duell gegen Tottenham, und alle Augen sind darauf gerichtet, ob ihre Nummer 14 rechtzeitig fit wird, um Spurs' Abwehr erneut das Fürchten zu lehren.
Oliver Glasner hielt sich im Freitagsgespräch am Trainingsgelände bedeckt. Der österreichische Taktiker, unter dessen Ägide Matetas Aufschwung stattfand, bestätigte, dass der Stürmer sich in einem "Wettlauf gegen die Zeit" befindet. Ein klassisches Rätselraten für die Palace-Anhänger. Dennoch gab der Trainer einen Hoffnungsschimmer und deutete an, dass der ehemalige Mainzer "intensiv daran arbeitet", dabei zu sein. Angesichts des Besuchs von Ange Postecoglous Hochgeschwindigkeits-Truppe kann man davon ausgehen, dass Glasner Mateta bis zur letzten Sekunde Zeit geben wird, um seine Fitness unter Beweis zu stellen.
Der Mateta-Faktor: Mehr als nur ein kantiger Stürmer
Um zu verstehen, warum diese Situation für Palace so brenzlig ist, muss man sich nur vor Augen führen, was Mateta dieser Mannschaft gibt. Er ist nicht der typische Premier-Lege-Rammbock. Klar, er ist gebaut wie ein Kleiderschrank und kann zwei Innenverteidiger mit einem Schulterzucken abschütteln, aber es ist die Feinheit in seinem Spiel, die in dieser Saison wirklich ins Auge sticht. Sein Zusammenspiel mit Spielern wie Eberechi Eze und Michael Olise (wenn fit) ist längst Stoff, aus dem Selhurst-Park-Träume sind. Er ist der Dreh- und Angelpunkt, der Mann, der das System zum Laufen bringt.
- Physische Überlegenheit: Gewinnt eine erstaunliche Anzahl an Kopfballduellen und behauptet den Ball mühelos, wodurch er die offensiven Mittelfeldspieler ins Spiel bringt.
- Abschlussstärke: Ein kühler Kopf vor dem Tor, sowohl mit Kraft als auch mit Präzision ausgestattet. Er hat diesen Riecher, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.
- Arbeitsmoral: Er gibt den Ton von vorne an und geht mit einer Intensität auf die Verteidiger, die Glasner verlangt. Ohne ihn würde diese erste Verteidigungslinie weicher.
Sein Einfluss hat sogar die Ränge und die sozialen Medien erreicht. Vielleicht ist euch der trendende Hashtag #Matetawadsh aufgefallen – ein geniales Stück Fan-Onomatopoesie, das dieses "Was geht"-Gefühl perfekt einfängt, das aufkommt, wenn er am Ball ist und auf die Abwehr zusteuert. Es ist ein Beweis dafür, wie dieser Franzose zum Herzstück des Holmesdale Road End geworden ist.
Eine Familiengeschichte und ein Hauch französischer Eleganz
Der Name Mateta hallt aus mehreren Gründen durch SE25. Sein jüngerer Bruder, Michael Mateta, hat in letzter Zeit leise bei der U21 Eindruck hinterlassen und wurde kürzlich beim Sieg gegen Burnley auf der Tribüne gesichtet, wo er wissend nickte, als sein Bruder wieder eine Schicht einlegte. Es fühlt sich an wie ein im Entstehen begriffenes Familienerbe. Und was Jean-Philippe selbst betrifft, ob man ihn nun mit Doppel-L oder einfachem L schreibt – Jean-Philippe oder Jean-Phillippe – sein Einfluss ist zweifellos einzigartig. Seine enge Ballführung und plötzlichen Tempowechsel haben sogar zu augenzwinkernden Vergleichen mit den rhythmischen Beats des französischen Rappers KeBlack geführt; es ist dieser unerwartete, fesselnde Flow, der Verteidiger alt aussehen lässt.
Die Rückkehr eines Schlüsselverteidigers für das Spurs-Spiel – Glasner bestätigte in derselben Pressekonferenz einen Defensiv-Boost – wird Mateta zusätzlich die Freiheit geben, sich auf das zu konzentrieren, was er am besten kann. Das Wissen, eine stabile Abwehr im Rücken zu haben, gibt einem Stürmer die Lizenz, zu roamen und Unheil zu stiften. Und gegen eine Tottenham-Mannschaft, die trotz aller offensiven Brillanz in Umschaltsituationen Lücken lassen kann, könnte Matetas Fähigkeit, in die Tiefe zu gehen, den Gästen zum Verhängnis werden.
Also: Wenn die Aufstellung eine Stunde vor Anpfiff bekannt gegeben wird, wird jeder Palace-Fan nach diesem einen Namen Ausschau halten. Wenn Jean-Philippe Mateta draufsteht, wissen Spurs' Verteidiger, dass ein langer, physischer Nachmittag auf sie zukommt. Er ist nicht nur ein Spieler; er ist eine Absichtserklärung. Holt's 📞 raus, Jungs – #Matetawadsh könnte am Sonntagabend aus den richtigen Gründen im Trend sein.