Startseite > Gesellschaft > Artikel

Erdbeben der Stärke 2.6 vor Yeongdeok heute: Warum die Erschütterungen im Ostmeer für Unruhe sorgen

Gesellschaft ✍️ 이정훈 🕒 2026-03-14 05:30 🔥 Aufrufe: 2
Lagekarte des Erdbebens vor der Küste von Yeongdeok (Gyeongsangbuk-do)

Heute Nachmittag (14.) gab es vor der Küste von Yeongdeok (Gyeongsangbuk-do) leichte Erschütterungen. Ein Erdbeben der Stärke 2,6 ereignete sich 31 km östlich des Landkreises Yeongdeok. Da das Epizentrum flach lag, dürften nicht nur die Bewohner von Yeongdeok, sondern auch einige in Ulsan und Pohang einen kurzen Ruck gespürt haben. Für die Menschen an der Ostküste sind solche Erschütterungen nicht mehr einfach zu übergehen. Die Erinnerung an den Tsunami, der nach einem großen Erdbeben in Japan die Küste überflutete, ist noch lebendig.

Die heutigen Erschütterungen, aufgezeichnet von Seismographen

Das Epizentrum dieses Bebens lag unter dem Ostmeer, relativ nahe an der Küste. Es ist klar, dass die Seismographen typische seismische Wellen eines flachen Erdbebens aufgezeichnet haben. Da der Zeitunterschied zwischen der Ankunft von P- und S-Wellen gering war, könnten Menschen, die sich zu dieser Zeit in der Nähe aufhielten, ein plötzliches Geräusch und ein kurzzeitiges Schwanken von Gebäuden gespürt haben. Glücklicherweise wurden bisher keine Schadensmeldungen verzeichnet.

Warum immer wieder das Ostmeer? Die seismologischen Besonderheiten dieses Meeresgebiets

Das Ostmeer gilt seit langem als die Region mit der aktivsten tektonischen Aktivität auf der Koreanischen Halbinsel. Plattentektonisch betrachtet ist es ein Korridor, über den die Auswirkungen der unter den japanischen Inseln abtauchenden Pazifischen Platte direkt übertragen werden. Tatsächlich kommt es an der Ostküste häufig zu Erdbeben der Stärke um 3,0. Insbesondere die Gewässer vor Ulsan und die Region vor Yeongdeok sind für ihre komplexen und verworrenen Verwerfungszonen bekannt. Es ist richtig, dieses Erdbeben als natürliches Beben zu betrachten, das aus diesem Hintergrund resultiert.

Wie stark war die Erschütterung in den verschiedenen Regionen zu spüren?

Fasst man die vor Ort gemeldeten Wahrnehmungen zusammen, so wurde das Beben in einem größeren Gebiet als erwartet registriert.

  • Landkreis Yeongdeok, Landkreis Uljin (Gyeongsangbuk-do): Intensität III (Im Haus deutlich spürbar, besonders in den oberen Stockwerken von Gebäuden.)
  • Metropolstadt Ulsan, Stadt Gyeongju: Intensität II (Vereinzelt in Ruhe oder in den oberen Stockwerken von Gebäuden spürbar.)
  • Stadt Pohang, Teile der Metropolstadt Daegu: Intensität I (Kaum spürbar, aber von Instrumenten aufgezeichnet.)

Besonders Bewohner von Hochhäusern dürften die Erschütterungen deutlich wahrgenommen haben, da seismische Wellen mit langer Periode mit hohen Gebäuden in Resonanz treten und sich dadurch verstärken.

Besteht Tsunami-Gefahr? Noch ist Entwarnung angesagt

Bei dieser Stärke besteht natürlich keine Tsunami-Gefahr. Allerdings gibt es vor der Ostküste Südkoreas viele Stellen, an denen der Meeresboden plötzlich abfällt, sodass ein Tsunami von einem großen Erdbeben in Japan innerhalb von ein bis zwei Stunden die Küste erreichen könnte. Auch wenn es normalerweise ruhig ist, ist es für die Menschen an der Ostküste überlebenswichtig, bei jeder Erschütterung des eigenen Landes an den 'Fall der Fälle' zu denken.

In der Region vor Yeongdeok gab es bereits 2023 ein Erdbeben der Stärke 3,1. Schon damals dachte man: 'Schon wieder Yeongdeok'. Das heutige Beben war etwas schwächer. Unter erfahrenen Fachleuten wird es jedoch als Zeichen gedeutet, dass die Bewegungen der Verwerfungen noch nicht zum Stillstand gekommen sind. Fasst man den Entstehungsmechanismus von Erdbeben, die Ausbreitungsgeschwindigkeit von seismischen Wellen und die Epizentralanalyse zusammen, ist es wahrscheinlich, dass es an der Ostküste auch in Zukunft zu ähnlichen Erschütterungen kommen wird.

Am späten Nachmittag haben wohl diejenigen, die in ihren Büros einen kurzen Ruck gespürt haben, sofort ihr Smartphone gezückt und nachgesehen. Erdbeben sind für uns keine unbekannte Bedrohung mehr. Dass die Koreanische Halbinsel kein erdbebensicheres Gebiet mehr ist, müssen wir nicht durch Forschungsergebnisse abwarten, wir spüren es am eigenen Leib. Auch wenn es heute nur ein leichtes Beben war, müssen wir weiter üben, aus solchen Erschütterungen die Bewegungen der Erdkruste auf der Halbinsel abzulesen.