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Vom Pyjama auf die ESC-Bühne: Veronica Fusaro schickt mit "Alice" den Schweizer Beitrag für den Eurovision Song Contest 2025 ins Rennen

Unterhaltung ✍️ Nina Fischer 🕒 2026-03-11 14:17 🔥 Aufrufe: 1
Porträt von Veronica Fusaro

Es gibt Momente, die fühlen sich an wie ein warmer, herzlicher Blitz. Genau so einen hat Veronica Fusaro gerade erwischt. Die Thuner Musikerin, die bis vor kurzem noch im Pyjama am Küchentisch Songs schrieb, steht plötzlich im Scheinwerferlicht der grössten Musikbühne Europas. Seit heute Morgen ist ihr Song „Alice“ draussen – und alle Zeichen deuten darauf hin, dass genau dieser Track die Schweiz am Eurovision Song Contest 2025 vertreten wird. Offiziell bestätigt ist es noch nicht, aber wer die letzten Tage im Schweizer Musikbusiness die Ohren offen hielt, der weiss: Es riecht nach Grand Prix.

Eine Reise vom Küchentisch ins Rampenlicht

Vor ein paar Jahren sass Veronica Fusaro noch in ihrer kleinen Wohnung in Bern und schrieb Melodien, die sie selbst kaum laut abspielte. Heute sprechen alle über sie. Der ESC-Tross hat längst ausgeholt: „Alice“ ist der Song, den die Verantwortlichen seit Wochen als Geheimtipp handeln. Und jetzt, wo die Single offiziell veröffentlicht ist, versteht man, warum. Es ist dieser Mix aus zerbrechlicher Stimme und treibendem Beat – genau das, was in Basel, Genf oder wo auch immer der Contest 2025 stattfindet, unter die Haut geht. Die Geschichte dahinter? Typisch Fusaro: Sie habe die erste Demo um drei Uhr morgens aufgenommen, im Schlafanzug, weil die Melodie einfach nicht aus dem Kopf wollte. Aus solchen Nächten entstehen manchmal die grössten Träume.

Was „Alice“ so besonders macht

Der Song ist kein typischer ESC-Power-Balladen-Aufguss. Er lebt von leisem Druck, von Zeilen, die sich festsetzen wie ein Ohrwurm im Sommerwind. Man hört raus, dass Fusaro nicht nur singt, sondern auch produziert – die Beats sind clean, die Pausen sitzen perfekt. Wer genau hinhört, entdeckt Schichten:

  • Stimme: Warm, aber mit einer gewissen Dringlichkeit – als ob sie dir direkt ins Ohr flüstert.
  • Text: Es geht um eine Alice, die durch den Spiegel fällt, aber keinen Hasen jagt, sondern ihren eigenen Weg sucht. Typisch Fusaro: poetisch, aber nie kitschig.
  • Produktion: Moderner Schweizer Pop, der international mithalten kann – ohne diese typische „Radio-Bern-Langeweile“.

Genau diese Mischung könnte in diesem Jahr der Trumpf sein. Die ESC-Fans in den Foren sind bereits am Spekulieren: Schafft es die Schweiz nach Nemos Sieg 2024 endlich mal wieder unter die ersten Fünf? Mit Veronica Fusaro wäre das kein frommer Wunsch mehr.

Warum sie die Richtige ist

Die letzten Jahre war die Schweizer ESC-Auswahl oft ein Lotteriespiel. Mal schickten wir rockige Typen, mal zarte Popleute – aber selten jemanden, der wirklich beides kann. Fusaro kann das. Sie hat diesen Street-Credit aus unzähligen Club-Konzerten, aber auch die Strahlkraft für die grosse Bühne. Wer sie letztes Jahr am «Blue Night»-Festival in Thun gesehen hat, weiss: Die Frau hat Bühnenpräsenz, die nicht aufgesetzt wirkt. Sie steht da, als wäre sie schon immer da gestanden. Und genau das braucht es in diesem Zirkus namens Eurovision.

Jetzt heisst es Daumen drücken. Offiziell müssen wir wohl noch ein paar Tage warten, bis SRF den Namen bestätigt. Aber alle Zeichen stehen auf Veronica Fusaro. Und ehrlich: Wer will nicht eine Künstlerin, die im Pyjama angefangen hat und jetzt vielleicht ganz Europa im Schlafanzug wachrittelt? Ich zumindest bin gespannt wie ein Flitzbogen.