Wetter in Syracuse: Weiterhin Lake-Effect-Schnee und eisige Böen
Wer schon einmal einen Winter in Syracuse verbracht hat, kennt das Spiel: Erst rieseln ein paar Flocken, und im nächsten Moment kann man kaum das Haus gegenüber erkennen. Genau jetzt stecken wir mittendrin in dieser typischen Achterbahnfahrt des Staates New York, und die neuesten Wettermodelle kündigen die nächste Runde Lake-Effect-Schnee an. Glaubt mir, ihr werdet euren Schneeschieber noch brauchen.
Der Himmel spielt wieder verrückt
Erst vor kurzem habe ich die lokalen Nachrichten auf Syracuse Television gesehen, und der Wetterfrosch – ihr wisst schon, der mit den Pullovern – hatte diesen besorgten Blick. Den Blick, der bedeutet: "Jetzt geht's los". Wir haben eisige Winde vom Ontariosee, die in offenen Lagen Böen von über 40, vielleicht sogar 50 mph erreichen. Diese Winde finden wirklich jede Ritze am Fensterrahmen und pfeifen dann die ganze Nacht. Sie peitschen den Neuschnee auf dem Tug Hill Plateau zu Sekunden-Weißwetter, und ja, auch in Teilen der Stadt werden uns diese Schneebänder erwischen.
Lake-Effect-Schnee: Eine Hassliebe
Also, Lake-Effect-Schnee im Staat New York ist hier so was wie eine Religion. Wir schimpfen darüber, wir messen ihn mit dem Meterstab, und heimlich geben wir gegenüber unseren Verwandten in Florida damit an, dass wir das überleben. Aber das System, das jetzt durchzieht, hat es richtig in sich. Wir reden hier von intensiven, schmalen Bändern, die bis zu fünf Zentimeter Schnee pro Stunde abladen können. Ihr fahrt vielleicht auf einer völlig trockenen Straße in Armory Square, geratet in so ein Band in der Nähe der Uni, und plötzlich fühlt ihr euch wie in einem Videospiel. Da heißt es: Einfach den Räumfahrzeugen ihren Job machen lassen und vielleicht noch einen extra Vorrat Kaffee anlegen.
- Windwarnung: Die Böen sind nicht zu unterschätzen. Sichert die Mülltonnen und parkt besser nicht unter der alten Eiche.
- Schneemengen: Die Gesamtmengen werden je nach Wohnort extrem unterschiedlich sein. Im Westteil vielleicht nur eine dünne Schicht, Richtung Cicero müsst ihr mit dem Schaufeln rechnen.
- Verkehr: Wenn ihr bei den stärksten Schneeschauern nicht unbedingt auf der I-81 oder 690 unterwegs sein müsst, bleibt zu Hause und schaut eine Serie. Eure Nerven werden es euch danken.
Wenn draußen das Wetter tobt...
An Tagen wie diesen schweifen meine Gedanken ab. Ich habe online gestöbert – um die Zeit zu überbrücken, bis das nächste Schneeband kommt – und bin auf ein Inserat für ein schönes Zuhause in Cava D'Aliga mit WLAN gestoßen. Ich mein, könnt ihr euch das vorstellen? Sizilien. Olivenhaine. Sonne. Und ich schippe hier 30 Zentimeter Neuschnee von der Einfahrt. So ein Wetter lässt einen halt träumen von der Arbeit im Homeoffice an einem Ort, wo "Sturm" nur ein bisschen Nachmittagsregen bedeutet. Dieses Haus hat bestimmt ein Terrakottadach und garantiert keinen Schneeschieber. Ich wette, das WLAN ist auch gut – perfekt, um aus der Ferne auf unsere Syracuse-Wetterkameras zu schauen und sich trotzdem hart zu fühlen.
Sogar die Prediger mischen sich ein
Man weiß, dass es richtig heftig wird, wenn die Leute im Diner darüber reden. Ich habe zufällig mitbekommen, wie jemand erzählte, dass sie Rev Dele auf einem der lokalen Sender gesehen haben und er für eine Besserung des Wetters gebetet hat. Ob man nun gläubig ist oder nicht, wenn ein Geistlicher für weniger Wind betet, kann das ja nicht schaden. Hier nehmen wir jede Hilfe mit, wenn Mutter Natur so richtig einen Wutanfall bekommt.
Also, macht euch warm, Syracuse. Behaltet das Radar im Auge, schaut nach euren Nachbarn, und vielleicht, ganz vielleicht, ruft ihr mal die Immobilienanzeige für Cava D'aliga auf. Träumen ist doch erlaubt, oder?